Aus für das Opel-Werk
Abschied von Bochum

Ausgerechnet in seinem 50. Jubiläumsjahr fällt Opel den Entschluss: Das Bochumer Opel-Werk wird heruntergefahren, ab 2016 werden dort keine Autos mehr produziert. Das ist der Anfang vom Ende einer langen Leidensgeschichte.
- Stefan Roßbach
Nein, eine Überraschung ist es wirklich nicht. Aber das faktische Aus, dass die Opel-Konzernleitung am 10. Dezember für das Opel-Werk Bochum im Jahr 2016 verkündet hat, es tut trotzdem weh. Da sind zum einen mehrere tausend Arbeitnehmer, die in den nächsten drei Jahren – so steht es zu vermuten, solange nichts Genaueres bekannt wird – nach Hause gehen werden. Zum anderen ist da die Erinnerung daran, dass genau dieses Opel-Werk die Bochumer Arbeitnehmer vor exakt 50 Jahren aus einer anderen Krise gerettet hat. Die Ruhrpott-Stadt war damals arg vom beginnenden Zechensterben gebeutelt. Viele Kumpel erlebten etwas, dass man damals nur als Wort aus dem Duden kannte: Arbeitslosigkeit. Für das aufstrebende Unternehmen Opel wiederum war dies eine einmalige Gelegenheit, denn Arbeitskräfte waren sonst sehr schwer zu finden: in der Bundesrepublik herrschten Hochkonjunktur und Vollbeschäftigung. Zahlreiche Bergarbeiter wurden umgeschult und bauten nun Opelwagen, wie man damals sagte. Und zwar das neue Modell Kadett, das den Volkswagen das Fürchten lehren sollte.
Aus für Opel in Bochum: den aktuellen Bericht finden Sie hier

Zeitreise: Der AUTO BILD-Kadett schmuggelt sich ins Opel-Werk. Nochmal Endabnahme bitte, wie damals!
Bild: Aleksander Perkovic
Oben in unserer Galerie führen wir Sie mit dem Kadett A durch das Bochum von heute, inklusive Besuch im Werk. Unserer Zeitreise folgt eine Aufstellung aller seit 1962 in Bochum gefertigten Opel-Modelle.
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