AvD-Oldtimer-Grand Prix 2013
Von Spritpreisen und Goldkränzen

Wenngleich auf dem Nürburgring schon die mächtigen alten Rennsport-Motoren heulen, herrscht am Freitag vor dem OGP noch die relative Ruhe vor dem großen (An-)Sturm. Wir sehen uns schon mal um. Kommen Sie mit?
Keine Rundenzeit, aber eine Zahl, die kühlen Rechnern den Kitt aus der Brille haut: 2,19.9 Euro – das kostet ein Liter Super Plus ab Zapfsäule, direkt in der Boxengasse des Nürburgrings. Der Preis sticht wohl nur heute ins Auge, weil am ersten Trainingstag des Oldtimer Grand Prix noch kein Schampus fließt, sondern nur eine Menge Rennsprit auf dem Nürburgring verbrannt wird. Zwischendurch ist es dann immer wieder kurz still. Richtig laut still. Wenn ein Lauf beendet ist und der nächste noch nicht angefangen hat. Um das Dauerrauschen im Gehörgang wieder durch Gedanken zu ersetzen, bleiben dem geneigten Besucher nur Minuten.
Alles über Oldtimer auf autobild-klassik.de

Sie sind laut, schnell, faszinierend: die Renner von einst.
Bild: Frederik Scherer

Zweimal Monza bei AUTO BILD KLASSIK: einmal ziemlich böse, einmal richtig böse.
Bild: Frederik Scherer
Jetzt, am Freitag Abend, drehen aber noch einmal Opas Ikonen ein paar feierliche Demorunden: Vom kleinen französischen Rosengart „Special Sport“ von 1928 mit nur 0,75 Litern Hubraum, bis zum Talbot 105 von 1934, dessen Motor den Rosengart viereinhalbmal verschlucken könnte. Währenddessen füllen sich die Zelte im Fahrerlager nach und nach mit den Heimkehrern aus dem Parc Fermé. Es duftet nach abkühlenden Rennwagen. An manchen von ihnen wird geschraubt, andere werden nur gewaschen und poliert. Wir sind gespannt auf morgen – ob Rennsprit sich eigentlich wie im richtigen Leben über Nacht verteuern kann?
Nachtrag: Überraschungssieg für Alfa Giulia Sprint
Inzwischen wurden die ersten Pokale vergeben. Auftakt des Festivals war wie gewohnt der AvD-Historic-Marathon. Gar nicht gewöhnlich war dabei der Sieger: Das Team Olivier Ellerbrock/Alexander Furiani siegte auf ihrem Alfa Romeo Giulia Sprint. Die kleine Italienerin beendete damit vorerst die Erfolgsserie zahlreicher Jaguar und Porsche. Schicksal spielte dabei der Zündverteiler des Siegerfavoriten – der E-Type des Teams von Oeynhausen/Stippler rollte am Pistenrand aus. Die Giulia verwies den Ford Mustang Mk I von Reinhold Gröpper und Horst Walther auf den zweiten Platz, erst an dritter Position platzierte sich mit dem Porsche 904 GTS von Afschin Fatemi und Georg Kaufmann das beste Zuffenhauser Modell. Kein ruhmreicher Jubiläumstag für die Porsche Familie also, aber der OGP hat ja gerade erst begonnen – und weiter geht es am Samstag Abend hier.
Service-Links