BMW Z3: Diesen Roadster brachte James Bond auf die Leinwand
Der Z3 ist das James-Bond-Auto für alle

Wer immer schon ein James-Bond-Auto wollte, der könnte sich für den BMW Z3 interessieren. Ein bezahlbarer Roadster, der Alltagstauglichkeit mit Freiluft-Feeling vereint. Unser Klassiker des Tages!
Bild: Christian Bittmann / AUTO BILD
- Matthias Techau
Der Erfolg des kleinen Roadsters Mazda MX-5 in den 90er-Jahren animierte auch die deutschen Hersteller, einen zweisitzigen, offenen Sportwagen anzubieten.
Der erste in den USA gebaute BMW
Der bayerische Roadster lief im damals nagelneuen Werk in Spartanburg vom Band (US-Staat South Carolina, die erste BMW-Produktionsstätte in den USA). Lange Haube, kurze Überhänge: Der Z3 ist ein klassischer Roadster mit Stoffverdeck. Die seitlichen Lufteinlässe (ohne Funktion) sind eine Reminiszenz an den BMW 507. Details wie der Zug-Lichtschalter stammen noch aus dem alten 3er (E30) und verraten den Kostendruck, unter dem der Z3 produziert wurde.

Zeitlos: 90er-Jahre-Cockpit mit einfachen Drehreglern statt leuchtender Touchscreens.
Bild: Helmut Werb
Zeitlich zwischen den mondänen Z1 (1989-1991) und Z8 (2000-2003) platziert, kam dem Z3 (43.700 Mark in der Basisversion) die Rolle des Normalo zu – mit Erfolg. Noch 1996 verkaufte sich der kompromisslose Zweisitzer mehr als 46.000 Mal, insgesamt wurden bis 2002 fast 280.000 Z3 produziert. Heute sind eine Menge Z3 am Markt, Kilometerriesen werden schon ab 5000 Euro angeboten.
Mit welchem Motor kaufen?
Die Motorenpalette reichte vom 115 PS starken Vierzylinder (1.8i) bis zum Sechszylindermodell mit 192, später 231 PS (3.0i). Für die stärkste Variante musste der Kunde allerdings auch schon 61.300 Mark hinlegen. Stärker waren nur noch die M-Modelle. Im knapp geschnittenen Innenraum, nah der Hinterachse sitzend, erlebt der Fahrer eine intensive Verbindung zur Straße.

Simpel: Einfach vorne am Scheibenrahmen zwei Riegel lösen und das Verdeck hinter die Sitze werfen.
Bild: Christian Bittmann / AUTO BILD
Die 115 PS der Basisversion reichen zum entspannten Cruisen völlig aus. Bei frühen Baujahren nervt die schludrige Verarbeitung etwa der Fensterdichtungen (Wassereinbrüche), dazu brauchen milchige Kunststoffheckscheiben, wackelnde Sitze und labile Vorderachsen Geduld. Letztere sind dynamischer Gangart nicht gewachsen.
Am teuersten war der Z3 als "Turnschuh"
Die Coupé-Version des Z3, der zu seiner Zeit umstrittene "Turnschuh", ist heute besonders kultig – gute Exemplare sind teuer. Schon 1998 war der Shooting Brake in der 2,8-Liter-Version mit einem Preis ab 64.000 Mark nicht gerade günstig. Mit 17.000 Exemplaren kam das Coupé bei weitem nicht an die Stückzahl des Roadsters heran.

Begehrt: Der BMW Z3 wurde als Coupé nur 17.000-mal gebaut – und ist heute teuer.
Bild: Holger Schaper
Außer der scharfen M-Version und des 2,8-Liter-Sechszylinders wurde der überdachte Zweisitzer später auch mit dem auf drei Liter aufgebohrten Motor angeboten. Im Juli 2002 wurde die Produktion des Z3 eingestellt, Nachfolger war der BMW Z4.
Service-Links









