Gebrauchtwagen Ford Granada
Starker Typ mit kleinen Schwächen

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AUTO BILD-Archiv-Artikel 15/1987: Mit dem Granada stieg Ford im Frühjahr 1972 in die gehobene Mittelklasse auf. Fünf Jahre später überarbeiteten die Kölner ihr Flaggschiff gründlich.
Der Granada der zweiten Generation, der von 1977 bis 1985 nahezu unverändert produziert wurde, lief als Limousine und Kombi (Turnier) vom Fließband. Es gab ihn mit acht verschiedenen Motoren von 63 PS bis 160 PS in vier Ausstattungsvarianten (Basis, L, GL, und Ghia). Entsprechend bunt und vielfältig ist das Angebot auf dem Gebrauchtwagenmarkt. Wer auch nur einen Hauch von Fahrgenuss erleben will, sollte einen großen Bogen um die hubraumschwachen 1600er- und 1700er-Modelle machen. Mit ihnen ist der Granada deutlich untermotorisiert. Richtig interessant wird der große Kölner erst ab 2,3 Liter Hubraum (108, 114 bzw. 135 PS).
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Zwar benötigen die V6-Triebwerke kräftig Treibstoff, dafür laufen sie in der Regel problemlos 150.000 km und mehr. Das gleiche gilt für das temperamentvolle 2,8-Liter-Einspritzaggregat (150 bzw. 160 PS). Bei diesem Motor achten Ford-Spezialisten jedoch darauf, dass der Wagen nicht mehr als sechs Jahre auf dem Buckel hat. Denn vor Baujahr 1981 gab es beim Granada 2,8i häufig Probleme mit der Wassertemperatur. Erst verbesserte Zylinderkopfdichtungen und größere Wasserpumpen sorgten für Abhilfe. Der TÜV nennt für den Granada nur vier typische Schwachpunkte, die überdurchschnittlich oft auffallen. Es sind jedoch keine schwerwiegenden Mängel.
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Auch technisch unversierte Autofahrer sind mit der Granada-Durchsicht nicht überfordert: Werfen Sie einen Blick auf die Rotfärbung der Rücklichter. Zeigen sich Anzeichen von Blässe, sind bei der nächsten TÜV-Prüfung neue Gläser fällig. Danach sollten Sie den Wagen von unten inspizieren. Granada-Motoren zählen nicht zu den Saubermännern. Manche von ihnen schwitzen kräftig und hinterlassen beim Parken hässliche Ölflecken. Häufig sind undichte Öldruckschalter die Ursache. Ein Schaden, der sich ohne großen Aufwand beheben lässt. Größere Probleme bereitet da der Auspuff-Schalldämpfer. Nicht selten ist die Anlage nach jedem zweiten Winter fällig. Keine billige Angelegenheit. Das gilt auch für das Erneuern der stark rostanfälligen Bremsleitungen.
Langlebige Granada-Technik
Ansonsten bleiben Granada-Fahrer in der Regel von unliebsamen Überraschungen verschont. Versteckter Rost kommt ebenso selten vor wie starker Verschleiß an Fahrwerk und Bremse. Selbst nach zehnjähriger Beanspruchung zeigt sich die Granada-Technik weitestgehend unbeeindruckt. Kein Wunder also, dass der Granada bei kühlen Rechnern sehr beliebt ist. Gebraucht bietet der große Kölner eine ganze Menge Auto für verhältnismäßig wenig Geld. In seiner Klasse zählt er auf dem Gebrauchtwagenmarkt zu den interessantesten Angeboten.
Gesamturteil: Sehr empfehlenswert
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