Hamburg-Berlin-Klassik 2009
Rallye unter gutem Stern

Mercedes begleitete die Rallye Hamburg-Berlin Klassik 2009 mit fünf Fahrzeugen aus vier Jahrzehnten, die zu ihrer Zeit Sicherheits-Standards neu definierten. Ein Rückblick.
Bild: Uli Sonntag
Eine wunderbare Sache, die Oldtimer-Liebhaberei: Das Schätzchen beschert seinem Fahrer unvergleichlichen Fahrgenuss, Passanten lächeln einen an, das Auge kann sich kaum satt sehen am kunstvoll geformten Stahlblech. Doch was ist, wenn es mal kracht? Diese Frage stellten sich die Sicherheitsingenieure von Mercedes-Benz schon vor über 50 Jahren. In den frühen 50ern gab es bei Mercedes Ansätze, die bis dahin stiefmütterlich behandelte Sicherheit von Autos zu verbessern. 1953 erschien der wegen seiner Karosserieform "Ponton" genannte Mercedes, der erste Mercedes mit selbsttragender Karosserie. Die Bodengruppe ist wesentlich verwindungssteifer als beim Vorgängertyp 170 (W 136), der noch auf einem separaten Rahmen aufbaut. Ab Mai 1956 erhielt der Ponton Sicherheits-Keilzapfenschlösser, die ein Aufspringen bei durch Überschlag oder Aufprall verursachter Karosserie-Verwindung verhindern. Die Windschutzscheibe des Ponton ist aus splittersicherem Verbundglas.

Bild: Uli Sonntag

Bild: Ulli Sonntag
Der 190er bringt die Sicherheit aus der Luxus- in die Mittelklasse
Hohe Sicherheitsreserven sind jedoch nicht den Topmodellen des Hauses vorbehalten: Der Mercedes 190 (Bauzeit 1982-1993) ist das erste Auto in der Mittelklasse, das konstruktiv auf einen um 40 Grad versetzten Frontalaufprall ("Offset-Crash") mit 55 km/h hin vorbereitet wurde. Die hervorragenden Ergebnisse im praxisnahen Offset-Crash, der heute zum Standard-Crashtest geworden ist, beruhen im Wesentlichen auf einer Gabelträger-Konstruktion. Der zugfeste Gabelträger im Wagenboden verteilt die Aufprallkräfte auf Getriebetunnel, Bodengruppe und Schweller, sodass auch die stoßabgewandte Seite zur Aufnahme der Aufprallenergie herangezogen wird. Seit Modelleinführung 1982 war der 190er mit Fahrer-Airbag und ABS lieferbar, seit 1984 gab es serienmäßig Gurtstraffer für die Vordersitze. Damit bot der 190er den gleichen Sicherheitsstandard wie die erheblich teurere S-Klasse (W 126).
Service-Links