Hoopte, Knesebeck, Zicherie- Böckwitz. Böhmische Dörfer? Nein, Orte mitten in Deutschland. Oldtimer- Fans tragen sie dieser Tage in ihre Terminkalender ein, denn sie liegen an der Strecke der AUTO BILD KLASSIK-Rallye Hamburg-Berlin 2010 und eignen sich prima zum Alt-Auto-Gucken. Klar, das geht auch beim Start an der Elbe und im Ziel an der Spree. Aber eben auch überall dort, wo die 600-Kilometer-Rallye durchfährt. Das kostet nirgendwo Eintritt und lohnt sich garantiert, denn das Teilnehmerfeld macht acht Jahrzehnte Autogeschichte lebendig. Nicht Marktwert oder Museumszustand zählen, sondern Seltenheit und Originalität.
Renault Grand Prix 1907
Das älteste Auto der Rallye 2010: ein Renault Grand Prix von 1907.
Bild: Privat
Alfa trifft Unimog, Borgward fährt gegen Bentley, 20er-Jahre-Schmelz spiegelt sich in knalligem 70er-Jahre-Lack. Und am Ende gewinnt garantiert nicht der Schnellste, weil alle die gleichen Chancen haben. Das gehört zur Hamburg-Berlin-Philosophie wie die maritime Atmosphäre beim Start am 29. Juli 2010. Der findet dieses Mal in der Hamburger HafenCity statt, und zwar beim Cruise Center, dort, wo an dem Wochenende während der Hamburg Cruise Days die Kreuzfahrtschiffe anlegen. Der erste volle Rallyetag am 30. Juli führt zur Autostadt nach Wolfsburg, die Zehnjähriges feiert und sich zum Jubiläum die Hamburg-Berlin-Fahrer eingeladen hat. Zieleinlauf ist am 31. Juli am Potsdamer Platz in Berlin.