Kaengsaeng 88: Mercedes 190-Nachbau

Kaengsaeng 88: Mercedes 190-Nachbau aus Nordkorea

Mercedes 190-Fake aus Nordkorea

Ende der 1980er-Jahre soll es in Nordkorea eine dreiste Kopie des Mercedes 190 E gegeben haben. Der Name: Kaengsaeng 88!
Dieses Auto ist ein Mysterium! Haben Sie schon mal vom Kaengsaeng 88 geh├Ârt? Oder vielleicht vom Pyongyang 4.10? Angeblich soll es sich dabei um einen Nordkoreanischen Nachbau des Mercedes 190 E (W 201) handeln, von dem zwischen 1987 und 1988 einige wenige Exemplare entstanden sein sollen. Aber gab es dieses Auto wirklich?
Der Mercedes 190 war ein absoluter Bestseller! Zwischen 1982 und 1993 wurden insgesamt ├╝ber 1,8 Millionen W 201 gebaut, womit der im Volksmund oft Baby-Benz genannte 190er zu den erfolgreichsten Mercedes-Modellen ├╝berhaupt geh├Ârt. Ger├╝chten zufolge soll die Nordkoreanische Marke Pyongsang Auto Works zwischen 1987 und 1988 eine dreiste Kopie des 190er gebaut haben.

Ein Auto, drei Namen

Bis heute gibt es kaum Informationen zum Kaengsaeng 88, der auch unter dem Namen Pyongyang 4.10 oder Paektusan bekannt ist. Es gibt wenige Fotos von verschiedenfarbigen Modellen ÔÇô der gelb-orange Nachbau soll im Jahr 1989 fotografiert wurden sein und auf dem Heck den Schriftzug Pyongyang 4.10 tragen. Auf den ersten Blick ist die Kopie nur durch den ver├Ąnderten K├╝hlergrill ohne Mercedes-Stern vom Original zu unterscheiden.

Zum Kaengsaeng 88 gibt es kaum Infos

So sieht das Original aus, das zwischen 1982 und 1993 ├╝ber 1,8 Millionen Mal gebaut wurde.

Es ist fast schon ├╝berfl├╝ssig zu erw├Ąhnen, dass es sich beim Kaengsaeng 88 um einen nicht lizensierten Nachbau des Mercedes W 201 handelt. Nicht best├Ątige Insider-Infos besagen, dass in den 80er-Jahren ein originaler Mercedes 190 E importiert und anschlie├čend von Technikern zerlegt wurde. Anhand der Originalteile begann Pyongsang Auto Works eigene Teile zu fertigen. V├Âllig ohne Einverst├Ąndnis oder Lizenz von Mercedes. Der einzige Unterschied zum W 201 ist der K├╝hlergrill ohne vertikale Strebe und Mercedes-Stern. Wenig Infos gibt es auch zum Motor: Angeblich soll es sich dabei um einen Vierzylinder-Benziner gehandelt haben. Ob dieser selbst konstruiert war oder einem anderen Auto entliehen wurde, ist genauso wenig bekannt wie etwaige Leistungsdaten. Hinzu kommt, dass die Fahrzeuge sehr schlecht verarbeitet sein sollen.

Gab es tats├Ąchlich drei Prototypen?

Auch wie viele Fahrzeuge letztendlich wirklich gebaut wurden, ist nicht bekannt. Die Rede ist von wenigen Prototypen. Es existieren Bilder von einem gelb-orangen, einem roten und einem dunkelblauen Nachbau, wobei spekuliert wird, dass der rote und der blaue Kaengsaeng ein und dasselbe Fahrzeug sein k├Ânnten. Bilder vom Innenraum oder Motor gibt es nicht.
Fakt ist: Mit Ausnahme der Bilder gibt es bis heute keine endg├╝ltigen Beweise, ob der Kaengsaeng 88, Pyongyang 4.10, Paektusan oder wie auch immer die 190er-Kopie letztendlich hei├čt, wirklich existiert. Aufgrund der mangelhaften Informationen besteht auch weiterhin die M├Âglichkeit, dass es sich bei den gezeigten Autos um originale Mercedes 190 E mit neuem K├╝hlergrill handelt.

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