"Der Teilnehmer ist im Augenblick nicht erreichbar ...", tönt die Mailbox des unbekannten Lada-Anbieters zum wiederholten Mal. Das geht jetzt schon seit Stunden so. Dabei ist doch laut Ebay-Inserat eine Besichtigung erwünscht – bloß wie, ohne Kontakt und Adresse? Wir fahren auf Risiko los. Immerhin die Ortschaft ist angegeben, Jürgenstorf unweit der schönen Müritz. Dort angekommen, folgen wir unserer Intuition – und dem Wegweiser zum Zweiradmuseum. Immer noch geht unser Inserent nicht ans Telefon. Das nervt gewaltig. Doch ein Einheimischer weiß sofort Bescheid, zückt sein Handy, telefoniert tatsächlich mit dem mysteriösen Lada-Versteigerer – und fährt uns zu einer freien Werkstatt.
Lada 1500
Bild: Frank Stange
Hier steht er, der ockergelbe 1500er, eine kultige, klar gezeichnete Kiste, inmitten von fünf weiteren Artgenossen. "Die gehören uns vom Zweirad-Museumsverein, mit dem Verkauf wollen wir die Kasse aufbessern", sagt der "Auto-Scout". Die Schlüssel sind wie der Anbieter gerade nicht verfügbar, der Blick von außen reicht: Der Lada rostet da, wo er laut Ebay-Inserat rosten soll. Immerhin: Der Sofortkaufpreis beträgt faire 1000 Euro, Ersatzteile und sogar eine Instandsetzung durch den Anbieter schließt unser Scout nicht aus: "Rufen Sie ihn doch ruhig mal an!" Sehr witzig!