Die fünf wichtigsten Lamborghini

Lamborghini: Stars mit Stier

Die wichtigsten Lambos aller Zeiten

Alles, nur nicht leise. AUTO BILD KLASSIK fuhr die fünf wichtigsten Lambos aller Zeiten: 350 GT, Miura SV, Countach, Gallardo Spyder und Aventador Roadster.
Lamborghini 350 GT, Miura SV, Countach LP 400, Gallardo Spyder und Aventador LP 700-4 Roadster stellen jeder für sich einen besonderen Meilenstein in der Geschichte ihrer Marke dar. Aller Lamborghini Anfang trifft auf den ersten Supersportler unter den Autos mit dem Stier, die Welt-Sensation, den wirtschaftlichen Erfolg und den Extrem-Lambo.

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Alles begann mit dem Lamborghini GT 350

Der Lamborghini 350 GT entstand, weil Ferruccio Lamborghini an allen anderen GTs etwas nicht gefiel.

Ganz am Anfang der Sportwagenschmiede Lamborghini stand ihr Gründer Ferruccio Lamborghini, der einfach einen perfekten GT bauen wollte, weil er an allen Gran Turismo der 60er etwas auszusetzen hatte. Zunächst belächelt, weil er als Traktorenhersteller nicht geeignet schien, bewies der Lamborghini 350 GT, dass man mit dem willensstarken Alphatier Lamborghini zu rechnen hatte. Auch heute noch bereitet es großes Vergnügen, den Oldie zu fahren. Sein sämiger V12 ist ein Genuss, das Fahrwerk mit Einzelradaufhängung eine komfortable Angelegenheit. Ein GT zum Wohlfühlen, mit der Lizenz, seinen 270 und ein paar PS Auslauf zu lassen, ohne das Fahrwerk im Mindesten zu überfordern.

Der Miura röhrte sich in die Herzen

Der Miura gab die Richtung vor, die bis heute in Sant'Agata vorherrscht: laut, wild und spektakulär.

Die Richtung, die bis heute in Sant’Agata gilt, gab der gelbe Miura vor. Er brach nicht nur mit allen Konventionen. Er erhielt eine so hinreißende Karosserie, dass er sich auf Anhieb in die Herzen der Reichen und Schönen röhrte. Ist der Miura der wichtigste Lamborghini? Bei der Suche nach einer Sportwagenform, auf die sich eine maximale Menge von Menschen einigen kann, läge er vermutlich auf Platz eins. Und die Magie hält an, wenn man drinsitzt, auf den Tacho oder auf den Drehzahlmesser schaut. Wenn der Miura sich mit Nachdruck in Marsch setzt. Er lässt sich dank der leichten Vorderpartie und der direkten Lenkung agil bewegen – das ist großes Autokino! Doch der Genuss blieb seinerzeit nicht ohne Reue. Miuras wurden bei hohen Tempi vorn leicht und flogen ab. Dieses Fahrverhalten des Italieners mit dem mittig quer eingebauten V12 ließ etliche Fahrer ihren Miura nicht überleben.

Welt-Sensation Lamborghini Countach  

Der Lamborghini Countach war nichts weniger als eine Sensation, als er 1971 vorgestellt wurde.

1971 knisterte die Luft am Genfer Lamborghini-Stand: ein Keil, futuristisch und extrem, mit einem Fünfliter-V12-Monster und 440 PS zwischen den Schultern, gut für 300 Spitze. Der Countach prägte sich für mehr als eine Dekade als Archetyp des Supersportlers in die Hirne. Auch heute sieht der Countach noch so aus, als wolle er schon im Stand einen Angriff auf die Schallmauer starten. Das relativiert sich, wenn man den ewig lang übersetzten ersten Gang einlegt und vorsichtig anfährt. Die Sitzposition ist furchtbar, der Fußraum eng, die Lenkung schweißtreibend und die Übersicht gleich null. Kaum ein anderes Auto gibt seinem Missfallen an geringer Geschwindigkeit so massiv Ausdruck wie der Countach. Erst bei höheren Drehzahlen versteht man, dass ein Countach eine extrem kompromisslose Fahrmaschine ist, die erst unter Druck bereitwillig der Einladung zum Tanz über kurvige Landstraßen folgt. Vorausgesetzt, man gewöhnt sich an die hohen Bedienkräfte und gibt der Fünfgang-Kulissenschaltung eine kräftige Hand. Der Glamour umgab diesen Lambo und machte ihn zum am längsten gebauten Typ in der Geschichte der Supersportlerschmiede.

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Der Gallardo brachte den Erfolg

Er brachte den Erfolg: Knapp die Hälfte aller bis 2013 gebauten Lamborghini waren Gallardo.

Die Aura des Erfolgreichen umgibt den nächsten Meilenstein in der Geschichte von Lamborghini. In den vergangenen 55 Jahren wurden mehr als 30.000 Lamborghini gebaut – zirka die Hälfte davon entfällt auf den Gallardo. Deshalb sehen die Italiener das 560 PS starke Geschoss auch als Wendepunkt. Doch welcher ist der Lamborghini schlechthin? Der Aventador treibt nach eigener Aussage die Grundtugenden der Marke ins Extreme: technische Innovationen, etwa das selbst entwickelte und gebaute Kohlefaser-Monocoque, das in 50 Millisekunden schaltende Getriebe, das Design oder das aus dem Rennsport abgeleitete Fahrwerk sind geeignet, den Mythos Lamborghini voranzutreiben.

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Autoren: Ralf Kund,

Fotos: R. Sassen

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