Mazda 626 LX: Test
Japans Aufsteiger Nummer 1

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AUTO BILD Archiv-Artikel 7/1987: Solide Technik, komplette Ausstattung und ein niedriger Preis – damit wurde der Mazda 626 zum erfolgreichsten Japaner. Aber ist er deswegen auch ein gutes Auto?
Vor mir steht der Mazda 626 LX mit Schrägheck (Preis: 19.100 Mark). Ihn mögen die Deutschen besonders, noch mehr als das billigere Stufenheck (ab 18.100 Mark) oder das Coupé. Insgesamt 38.000 Deutsche kauften sich vergangenes Jahr einen 626. Damit ist der Mazda bei uns der meistgekaufte Japaner in der Mittelklasse. Seine fernöstlichen Landsleute Nissan, Mitsubishi, Toyota und Honda können über den Erfolg nur staunen. Keiner der Mitstreiter schaffte mit einer vergleichbaren Modellreihe auch nur die Hälfte. Woher kommt der Erfolg? Claus Reuter vorn Mazda-Autohaus Klein in Hamburg: "Wer sich für einen 626 interessiert, folgt meistens der Empfehlung eines Mazda-Fahrers.''
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Lutz Gammen vom Autohaus Urban bestätigt: "Die Mund-zu-Mund-Propaganda ist entscheidend. Hinzu kommt das gute Abschneiden des Mazda in der ADAC-Pannenstatistik." Ich habe es mir inzwischen hinter dem in der Höhe verstellbaren Lenkrad bequem gemacht. Schnell und problemlos finde ich meine ideale Sitzposition. In die Rückenlehne des Fahrersessels ist sogar eine Lendenwirbelstütze eingebaut. Nur in den Genuss einer Sitzhöhenverstellung komme ich nicht, die gibt es erst ab der GLX-Version. Deshalb sitze ich etwas tief, fast wie im Coupé. Die Fahrt kann beginnen. Links am Armaturenbrett befindet sich der Choke.
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Ich muss den Hebel ziehen, denn wir haben mieses Winterwetter, minus neun Grad, und der Wagen stand die ganze Nacht draußen. Vom Frost scheinbar unberührt, springt der 1,6-Liter-Motor sofort an. Doch der bereitwillige Start ist nur Tarnung: Auf den ersten Kilometern durch die Stadt beweist sich die Maschine als kaltblütiger Ackergaul, unwillig, das Gas anzunehmen. Das Zusammenspiel zwischen Gaspedal und Choke (Luftklappenregelung im Vergaser) ist nicht das Wahre. Im Stand beim Ampelstopp brüllt der Motor mit hoher Drehzahl. Ich schiebe den Choke ein Stückchen zurück, drossele damit die Drehzahl und erlebe prompt die Pleite beim Losfahren.
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