Mille Miglia 2007
Eine Legende feiert 80.

375 Teams, 1000 Meilen – die historische Rallye Mille Miglia zog auch 2007 wieder Fahrer und Zuschauer in ihren Bann. Gesamtsieger wurden die Italiener Viaro/Bergamaschi in einem 1928er Alfa Romeo 6C 1500.
- Michael Mosuch
Mille Miglia – das ist die wohl legendärste Rallye Europas. Und die "alte Dame", die zum italienischen Nationalinventar zu gehören scheint, präsentiert sich rüstiger denn je: 375 Teams, mehr als je zuvor, darunter 221 aus dem Ausland, traten vom 17. bis 19. Mai zur Jubiläumsausgabe des dreitägigen Rennens über die 1000-Meilen-Strecke Brescia – Ferrara – Rom – Brescia an. Startberechtigt waren ausschließlich Fahrzeuge, deren Modellreihe im Zeitraum 1927-1957 gebaut wurde und deren Typ mindestens einmal an der Mille Miglia teilgenommen hat.
Das Starterfeld umfasste neben bekannten Marken wie Ferrari, Porsche und Jaguar Raritäten wie Bugatti T23, Stanga 750 Sport und Fiat 8V Zagato. Auch Fahrzeuge, die man eher nicht als Rennteilnehmer vermutet, waren dabei, wie etwa ein Ford A und eine BMW Isetta. So wurde die Strecke zum rollenden Museum mit Autos, die man sonst (wenn überhaupt) nur in gut bestückten Sammlungen zu sehen bekommt. Die klassische Mille Miglia galt seit ihrer Gründung 1927 bis in die ausgehenden 1950er Jahre ebenso wie die Targa Florio und die Carrera Panamericana als eines der wichtigsten Autorennen der Welt – und wurde auf öffentlichen Straßen ausgetragen. Sie gehörte zur 1953 eingeführten Sportwagen-Weltmeisterschaft, bis sie 1957 nach einem tragischen schweren Unfall als Straßenrennen verboten wurde.
Das Starterfeld umfasste neben bekannten Marken wie Ferrari, Porsche und Jaguar Raritäten wie Bugatti T23, Stanga 750 Sport und Fiat 8V Zagato. Auch Fahrzeuge, die man eher nicht als Rennteilnehmer vermutet, waren dabei, wie etwa ein Ford A und eine BMW Isetta. So wurde die Strecke zum rollenden Museum mit Autos, die man sonst (wenn überhaupt) nur in gut bestückten Sammlungen zu sehen bekommt. Die klassische Mille Miglia galt seit ihrer Gründung 1927 bis in die ausgehenden 1950er Jahre ebenso wie die Targa Florio und die Carrera Panamericana als eines der wichtigsten Autorennen der Welt – und wurde auf öffentlichen Straßen ausgetragen. Sie gehörte zur 1953 eingeführten Sportwagen-Weltmeisterschaft, bis sie 1957 nach einem tragischen schweren Unfall als Straßenrennen verboten wurde.
40 Sonderprüfungen auf 1600 Kilometern

Zum 80-jährigen Jubiläum der "Mille", wie ihre Fans sie liebevoll nennen, war selbst der Wettergott milde gestimmt: Anders als in den Vorjahren gab es pünktlich zum Start keinen Wolkenbruch, sondern äußerst frühsommerliche 28 Grad. Auf der rund 1600 Kilometer langen Strecke durch unberührte Naturreservate und historische Altstädte, die zu den schönsten in Italien gehören, hatten die "Concorrenti" 40 Sonderprüfungen in Form von Zeitfahrten zu absolvieren. Die Teilnehmer mussten zu einer bestimmten Uhrzeit eine Zeitnahme passieren oder eine vorgegebene Strecke in einer vorgegebenen Zeit fahren.
Am Ende siegen fast immer die Italiener

Im Morgengrauen des 19. Mai begann in Rom die dritte und letzte Etappe: Nach der früheren Papststadt Pienza wurden San Quirico d’Orcia und Buonconvento durchfahren. Dann kam einer der aufregendsten Momente der ganzen Mille Miglia: die Begegnung mit den Fans auf der Piazza del Campo mitten in Siena. Durch das Chianti-Gebiet und das Elsa-Tal ging es in die Altstadt von Florenz, eine der beliebtesten Städte bei den Teilnehmern, von dort zurück nach Brescia, wo die Fahrer auf der Viale Venezia gebührend gefeiert wurden.

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