Oldtimer-Weltreise: Heidi Hetzer setzt Reise fort
E-Mail von Heidi

Heidi Hetzer ist nach der Krebs-OP wieder auf dem Weg nach Lima. In einer E-Mail an die AUTO BILD-Leser berichtet sie von ihrer aktuellen Situation.
- Matthias Brügge
- Maike Schade
Heidi Hetzer setzt ihre Weltumrundung mit Oldtimer Hudo nach ihrer Krebs-OP tatsächlich fort: Sie ist wieder auf dem Weg nach Lima. Kurz vor ihrer Abreise schickte sie AUTO BILD eine E-Mail, in dem sie für die Genesungswünsche dankt und ihre aktuelle Situation darstellt:
"Liebe Leser der AUTO BILD, nach genau einem Monat befinde ich mich gerade wieder auf dem Rückflug von Amsterdam nach Lima, Peru. Ich hatte eine Krebs-Operation in Essen zu überstehen. Dieses Mal war nicht Hudo schuld an diesem Boxenstopp, sondern ich brauchte einen neuen TÜV. Hudo wartet inzwischen im Nicolini Museum, die neue Beifahrerin für Südamerika ist entfleucht. Viele glauben, ich habe aufgegeben, aber meine Freunde wissen, dass ich mich nicht so schnell geschlagen gebe. Es geht jetzt nach Nazca und dann versuche ich genau dieselbe Strecke zu fahren, auf der Clärenore Stinnes die meisten Probleme hatte. Mal sehen, wie es mir ergeht. Danke, dass Sie so viel Interesse zeigen, da fühle ich mich nicht so alleine. Ich werde berichten. Gruß Heidi Hetzer."
Bei der 78-Jährigen war vor einigen Wochen Krebs festgestellt worden. Hetzer musste daraufhin ihre Weltumrundung mit dem Hudson "Great Eight" Coach in Südamerika unterbrechen und sich in Deutschland behandeln lassen. Der Hautkrebs und acht Lymphknoten wurden entfernt. "Nun ist alles gut", erklärte die Berlinerin nach der Operation auf Nachfrage von AUTO BILD und fügte hinzu: "Aber ich war, wie üblich, zu ungeduldig". Zwei Wochen später musste sie nochmals unters Messer, jetzt sei der Krebs aber tatsächlich besiegt.
August 2014: Heidi startet zur Weltumrundung
"Ich hätte nicht abhauen sollen"

Der Hudson "Great Eight" von 1930 hat bereits mehrere größere Motorschäden hinter sich.
Bild: dpa
Heidi Hetzers aktueller Standort
Das fällt der Vollgas-Frau aber nicht leicht. Vier Wochen musste sie in Deutschland bleiben – worauf sie überhaupt keine Lust hatte. Aus folgenden Gründen, wie sie gegenüber AUTO BILD erklärte: "Erstens ist das Wetter ja nicht gerade angenehm (wenn man aus 33 Grad kommt), zweitens bin ich erschüttert, wie unfreundlich die Menschen auf der Straße so sind, drittens warten Lili und Hudo auf mich. Und generell fühle ich mich hier wie in einem verkehrten Film, in einem bösen Traum, ich gehöre nicht hierher." Die Reise abzubrechen, komme überhaupt nicht infrage. Den AUTO BILD-Lesern dankte die umtriebige Berlinerin für die vielen Genesungswünsche über Facebook: "Ich freue mich über soviel Anteilnahme (...) ich danke allen für den Zuspruch."
September 2015: Finger abgerissen

Im September 2015 verlor Heidi Hetzer den kleinen Finger, als ihre Hand in den Motor geriet.
Auf ihrer Reise will die ehemalige Opel-Händlerin fünf Kontinente durchqueren. Sie reist auf den Spuren der Rennfahrerin Clärenore Stinnes, die in den 20er-Jahren als erste Frau die Welt mit einem Auto umrundete. Die Reise begann im August 2014, Hetzer hatte immer wieder mit Motorproblemen, Raubüberfällen und Mitfahrer-Wechseln zu kämpfen. Im Sommer 2016 wollte die 78-Jährige nach zwei Jahren on tour wieder in Berlin ankommen.
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