Porsche 959 gegen Ferrari F40

Porsche 959 S gegen Ferrari F40 im Vergleich

Wer gewinnt das Duell 959 S gegen F40?

Ferrari F40 und Porsche 959 S wetteiferten Ende der 80er um den Titel des schnellsten Serienautos. Ein Vergleich zweier Konkurrenten der spÀten 80er!
Ferrari F40 und Porsche 959 S wurden im Supercar-Boom der 80er auf ihre Höchstgeschwindigkeit von 324 km/h (F40) und 339 km/h (Porsche 959 S) reduziert. Doch das greift zu kurz. Denn der F40 war nicht Ferraris Gegner fĂŒr den Super-Porsche, sondern eher eine Entgegnung. Hier die GrĂŒnde dafĂŒr.
AUTO BILD-Testsieger bei Amazon

Dashcam: Nextbase 422 GW

Testsieger

Preis: 189,00 Euro

DrehmomentschlĂŒssel: Hazet 5122-3 CT

Testsieger

Preis: 135,12 Euro

DAB-Adapter: Albrecht DR 56+

Test- und Preis-Leistungs-Sieger

Preis: 82,57 Euro

Felgenreiniger: Dr. Wack P21S High End

Testsieger

Preis: 20,40 Euro

Poliermaschine: Kunzer 7PM05

Testsieger

Preis: 139,95 Euro

Hier geht's zu allen Testsiegern 2019

Der F40 fÀhrt so extrem wie er aussieht

Der F40 war Enzos VermÀchtnis und der letzte zu Lebzeiten des Commendatore vorgestellte neue Ferrari.

Der F40 ist ein Paradebeispiel technischer Ästhetik. Nichts ist an ihm formaler Selbstzweck, alles folgt einer Funktion. Von den KlĂŒften in der Kunststoffhaut bis zum ĂŒberdimensionalen Heckspoiler dient jedes Detail dem Ziel: der Schnellste zu sein. Der F40 mit 478 PS fĂ€hrt so, wie er aussieht: extrem. Schon beim Einstieg zeigt er dir, was dich erwartet. Hast du mit geschickter Gelenk-Akrobatik die hohe TĂŒrschwelle ĂŒberwunden und deine Beine in den schmalen Fußraumschacht gefĂ€delt, nehmen dich die engen, notdĂŒrftig gepolsterten Schalensitze wie ein Schraubstock in die Zange. Mit kaltem Klick rasten die Vierpunktgurte ein. Die Kupplung steht stramm wie eine Beinpresse im Fitnessstudio, die A-SĂ€ule so dicht vor der Stirn, dass bei jedem scharfen Bremsen eine Platzwunde droht. Servolenkung oder BremskraftverstĂ€rker? Gibt es nicht.

Ein Biturbo-V8 im Ferrari stemmt 478 PS

Karg: spartanisches Cockpit mit Schalensitzen, offener Schaltkulisse, Seilzug-TĂŒröffnern und Fiat-Knöpfen.

Mit metallischer PrĂ€zision klackt der Schaltknauf durch die offene Kulisse, die Lenkung filetiert Kurven mit der SchĂ€rfe eines Florentiner Steakmessers. Sind Motoröl und Mut auf Temperatur, traust du dich irgendwann Vollgas. Der Bruchteil der Gedenksekunde, den dir die beiden Turbos lassen, bevor sie dem 478 PS starken V8 mit 1,1 Bar den Marsch blasen, reicht gerade noch, um sich zu fragen, ob das eine gute Idee war. Der F40 saugt sich förmlich an der Straße fest, Kurven vollstreckt er ohne jede Seitenneigung. Ein extremes Auto. Heute ĂŒbt der Ferrari auf Sammler eine starke Anziehungskraft aus. Angebote fĂŒr weniger als eine Million sind die Ausnahme. Obwohl die meisten Autos keine 30.000 Kilometer runter haben, spielen Laufleistung und Zahl der Besitzer fĂŒr die Preisfindung eine untergeordnete Rolle. Entscheidender ist eine transparente Vorgeschichte. Auch ein Zertifikat von Ferrari Classiche, das die OriginalitĂ€t bescheinigt, wirkt wertsteigernd.

Porsche mit zwei Turboladern: Der 959 S fÀhrt 339 km/h

In 3,7 Sekunden stĂŒrmt der Porsche 959 S aus dem Stand auf 100 km/h.

Umsteigen in den Porsche. Der Einstieg ist ein Kinderspiel. Drinnen sieht es aus wie im 964, den es 1987 noch nicht gab. Nur ein paar Details irritieren: ein Wasserthermometer (nur Kurbeltrieb, Motorblock und Zylinder sind im 959 luftgekĂŒhlt!), die Reifendruck-Warnanzeige sowie Kontrollleuchten fĂŒr die vier Traktionsprogramme des Allradantriebs. Auf den SchlĂŒsseldreh springt der 2,9-Liter-Sechszylinder spontan an wie ein KĂ€fer. Bassiges Brummen, das vertraute Porsche- Rasseln nur gedĂ€mpft im Hintergrund. Im legalen Tempobereich kommst du dir vor wie in einem normalen Carrera und bist fast ein wenig enttĂ€uscht. Aber wehe, du trittst drauf und weckst bei 4300 U/min den zweiten Turbo! Eine unsichtbare Riesenfaust haut dir mit einer Urgewalt ins Kreuz, die noch brutaler wirkt als im F40. Und der Schub scheint niemals aufzuhören.

Der Porsche lÀsst sich fast aus dem Handgelenk dirigieren

Goldener KĂ€fig: Der 2,9-Liter-Boxer ist bei allen 959, unabhĂ€ngig von der Außenfarbe, glĂ€nzend eingerahmt.

Dank Allradantrieb kommt die Kraft verlustfrei auf der Straße an, dadurch ist der Porsche bis 100 km/h tatsĂ€chlich im Vorteil. Erst auf dem Weg Richtung 200 macht der F40 wieder Boden gut. Viel zu schnell kommt die erste Kurve. Runter vom Gas, die Abblaseventile Ă€chzen. Der 959 lĂ€sst sich fast aus dem Handgelenk dirigieren. Lenken und Bremsen sind kein Kraftakt wie im Ferrari, er federt bekömmlich, untersteuert aber spĂŒrbar. Ansonsten merkst du nur an der trutschigen Lenkung, dass der Porsche schon "Ü30" ist – bei modernen Supersportlern reagiert sie spielfreier und schĂ€rfer. Der Spoiler auf dem Breitbau-Heck verhindert das Abheben.
Fazit von Martin G. Puthz: Im 959 in einem Rutsch von Hamburg nach MĂŒnchen? Kein Problem. Im F40 wĂ€rst du danach reif fĂŒr den Chiropraktiker und hĂ€ttest wohl auch bleibende GehörschĂ€den. Keine Zweifel: Hier begegnen sich zwei grundverschiedene Charaktere. Wer der Schnellere von beiden ist, verkommt da fast zur Nebensache. Und doch: Das Fotoauto, eine auf 515 PS getunte Sportversion, die heute im Werksmuseum steht, erreichte 1988 bei Hochgeschwindigkeitstests 339 km/h – in Nardo, auf italienischem Boden. Zumindest wer der Schnellere ist, wĂ€re also geklĂ€rt.
Anzeige

Automarkt

Bei autohaus24.de Neuwagen gĂŒnstig kaufen und Geld sparen.

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.