Techno Classica 2016: Bezahlbare Klassiker in Essen

Pro & Kontra: Vielfalt der Klassiker-Messen

Brauchen wir so viele Oldie-Messen?

Immer mehr Klassiker-Messen konkurrieren ums Publikum. Zwei Redakteure streiten über das Für und Wieder der großen Messen-Vielfalt.

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Sind so viele Oldie-Messen sinnvoll?

Klassik-Umfrage: Brauchen wir so viele Oldie-Messen?
Im Dezember zur Klassiker-Messe nach Nürnberg, im Januar nach Erfurt, im Februar nach Bremen, im März nach Stuttgart, Kassel, Hockenheim – die Vielfalt an Events kann in Stress ausarten. Zeit für eine Pause? Nein, für April ist Essen gebucht, für Mai Ulm und Friedrichshafen, für Juni Paaren/Glien. Der Sommer gehört Festivals unter freiem Himmel, aber im September geht’s mit Hildesheim und Fürstenfeldbruck weiter. Neu im Oktober sind Berlin und Hamburg, und für November 2017 tragen wir Köln in den Terminkalender ein. Allein in Deutschland finden nun mehr als ein Dutzend große Oldtimermessen pro Jahr statt, davon sind seit 2015 die Motorworld Classics Berlin, die Retro Classics Bavaria, die Hamburg Motor Classics und die Retro Classics Cologne hinzugekommen. Zwei Redakteure diskutieren das Für und Wider.

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"Fast jeder hat was davon - vor allem die Besucher"

Ja, bitte: Frank B. Meyer freut sich für die Messegäste.

Das Wort "Inflation" kitzelt so schön an der deutschen Urangst vor einer Geldentwertung, deshalb benutzen es manche Zeitgenossen gern. Was ist jetzt wieder inflationär? Aha, die Anzahl der Klassikermessen. Ich sehe ja ein, dass mittlere und große Betriebe, die jede große Messe beschicken wollen, das nun nicht mehr schaffen. Ich erwarte aber, dass kleinere Unternehmen von dem wachsenden Angebot an Ausstellungsflächen profitieren: Wenn mehr Messen konkurrieren, dürften auch die Quadratmeterpreise nachgeben. Clubs und IGs klagen noch, dass sie von Messen verdrängt werden – jetzt dürften sie feiern: Je mehr Termine stattfinden, desto mehr Clubs kommen zum Zuge. Am wichtigsten sind die Besucher. Sie bekommen mehr Auswahl und können sich über eine kurze Anreise freuen. Wer nicht in der Branche arbeitet, muss ja nicht zu jeder Ausstellung. Insgesamt, glaube ich, wird die Anzahl der Gäste steigen. Wenn dann mehr Menschen sich mit klassischen Fahrzeugen befassen, kann das dem Rückhalt für automobiles Kulturgut nur helfen. Also: mehr davon!

Techno Classica 2016: Bezahlbare Klassiker in Essen

"Die Akteure können nicht auf allen Hochzeiten tanzen"

Nein, danke: Martin Puthz findet die Messe-Flut inflationär.

Messen find ich super. Aber langsam haben wir davon zu viele. Die Oldie-Szene boomt zwar. Jedoch wird der Kuchen nicht im gleichen Maße größer, wie durch eine Messe-Inflation die Stücke kleiner werden. Weder Besucher noch Akteure wie Händler, Hersteller und Clubs können auf sämtlichen Hochzeiten tanzen, das ist eine Zeit- und eine Kostenfrage. Weniger ist daher mehr. Für jeden. Der Wunsch nach Dezentralisierung ist für mich kein Argument. Gibt es ihn überhaupt? Ich meine, nein. Die Szene ist mobil und agiert längst international. Lieber reise ich ein paar hundert Kilometer zu einer hochkarätigen Großveranstaltung als auf kurzem Weg zu einem kleinen Regional-Event. Noch mehr Messen? Nein! Der Zwang, Prioritäten zu setzen, steigert die Gefahr, etwas zu verpassen. Außerdem wächst das Risiko von Terminkollisionen. Situationen wie 2018, wenn die Zugpferde Retro Classics und Techno-Classica aufs selbe Wochenende fallen, wird es dann wohl öfter geben. Was nur einen Vorteil hat: dass man die unverkauften, überteuerten Autos von der letzten Messe nicht auf der nächsten wiedersieht. Soweit die Meinung der beiden Redakteure. Was meinen Sie? Stimmen Sie gern oben ab!

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