Rückblick Opel GT II auf US-Basis
Zweiter Opel-GT-Versuch verpuffte

Schon 2007 versuchte sich Opel an einer Neuauflage des Opel GT, damals auf Basis einer GM-Plattform. Doch der schicke Roadster blieb ein Mauerblümchen. Rückblick.
Bild: Martin Meiners
- Stephan Bähnisch

Der Opel GT II ist auf dem Weg zum Klassiker, weil extrem selten ist.
Bild: Martin Meiners
Motor zu schwach trotz 264 PS
Genutzt hat es nichts. Das lag nicht zuletzt am Anspruch des GT der zweiten Generation. Er sollte eine Art Porsche-Jäger werden, war dafür mit seinen maximal 264 PS aber zu langsam. Mehr als 229 km/h waren nicht drin, auch wenn der Spurt auf Tempo 100 in 5,7 Sekunden erstmal vielversprechend klang. Dazu kam ein komplizertes Verdeck. Elektrisch? Von wegen. Heckdeckel per Knopf im Handschuhfach entriegeln, aussteigen, Deckel öffnen, Verdeck rausholen, einsteigen, Verdeckhebel am Dachholm verriegeln, wieder aussteigen und Deckel ins Schloss werfen. Dieses Prozedere und der Kofferraum von der Größe eines Handschuhfachs fielen bei den Kunden durch. Gerade einmal drei Jahre wurde der GT verkauft, dann war es vorbei. Die Zahl der zugelassenen GT II bewegt sich in sehr übersichtlichen Dosen. Gerade das könnte ihn zum künftigen Klassiker reifen lassen.
Besser als das Original, aber ohne dessen Erfolg
Und das Original: Der GT punktet mit Kurven wie die der Monroe, ist eine Mini-Corvette mit Großserientechik und deshalb sogar erschwinglich. Mit 90 PS als GT kostete das kurvenreiche Gerät 11.880 Mark und schaffte damit immerhin 186 km/h Spitze, denn der GT war gerade mal 960 Kilo leicht und damit eine Art Porsche-Jäger. Dazu war der Unterhalt vergleichbar günstig, denn die Technik stammt aus dem Kadett und dem Rekord. Schrauben war einfach, die Ersatzteillage entspannt. Tücken hat allerdings die kurvenreiche Karosserie: Kenner loben zwar ihre Verarbeitung, aber sie ist komplett verschweißt und fordert bei Reparaturen einen sensiblen Profi.
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