Subaru XT Turbo: Test
Fliegen kann der Subaru nicht

AUTO BILD-Archiv-Artikel 13/1987: Der XT Turbo ist eben doch nur ein Auto. Auch wenn vieles nach mehr aussieht: ein Cockpit wie im Flugzeug, Konstruktionsideen aus dem Flugzeugbau und aerodynamische Keilform.
Allradantrieb, Turbotechnik, Luftfederung, Super-Aerodynamik (cW = 0,29) – in ihr sportliches Spitzenmodell packten Subarus Ingenieure alles, was der moderne Fahrzeugbau hergibt. XT Turbo Allrad nennen sie das Ganze oder den "Keil aus dem Windkanal" (Subaru-Werbung). AUTO BILD ging damit auf Testfahrt. Die gute Aerodynamik und die vielfache Anlehnung an den Flugzeugbau kommen nicht von ungefähr. Der Subaru-Hersteller Fuji Heavy Industries entwickelte sich nämlich aus den Nakajima-Flugzeugwerken. Das sieht man dem XT auch an: tief heruntergezogene Motorhaube, versenkbare Scheinwerfer, weit über die Räder gezogene Kotflügel, markante Abrisskante am Heck, alles zugunsten einer besseren Aerodynamik.
Das Original: Der Artikel von 1987 zum kostenlosen Download
Auch die versenkten Türgriffe wurden direkt aus dem Flugzeugbau übernommen. Selbst das Cockpit im XT erinnert an das eines Flugzeugs. Der XT-Pilot ist umringt – und zunächst auch verwirrt – von Instrumenten und Bedienungselementen. Der Schalthebel sieht aus wie der Steuerknüppel eines Hubschraubers. Die Sitzposition ist sportlich tief. Das asymmetrische Lenkrad lässt sich in der Höhe und im Abstand zum Fahrer verstellen. Der Instrumentenblock und die seitlichen Bedienungssatelliten folgen dabei der Lenksäule. Es vergeht einige Zeit, bis alles eingerichtet ist. Dann sitzt der Wagen jedoch wie angegossen.
Überblick: Hier gehts zu AUTO BILD Klassik
Der Testflug kann beginnen. Als Triebwerk dient der flache, aus der 1800er-Modellreihe bekannte Boxermotor mit zwei obenliegenden Nockenwellen. Zusätzlich wurde er mit einer elektronischen Einspritzanlage und einem Abgasturbolader aufgemuntert. 136 PS sind das Ergebnis dieses Muskeltrainings. Schon ab 2500 Umdrehungen geht der Boxer erfreulich kraftvoll zur Sache und hält durch, bis die Nadel des Drehzahlmessers den roten Bereich erreicht hat. In 8,5 Sekunden beschleunigt er so den XT von 0 auf 100 km/h, eine respektable Leistung, an der auch die tadellose Abstimmung des Fünfganggetriebes ihren Anteil hat.
Alles lesen: Der Artikel von 1987 zum kostenlosen Download
Service-Links