Die ersten Maiglöckchen sprießen. Die ersten Cabrios öffnen sich – jetzt muss wirklich Frühling sein. Eine neue Oben-ohne-Schönheit der Saison ’86 wurde von Toyota entblättert – das Celica-Cabrio. Das offenherzige Auto kommt sogar ohne Überrollbügel aus – also ein echtes Cabrio ohne wenn und Henkel. Auto Bild hat die ersten warmen Sonnenstrahlen genutzt, um das 150 PS starke Cabriolet ausgiebig zu testen. Dass der offene Celica nicht in Japan vom Band läuft, sondern in Würzburg vom Cabrio-Spezialisten Schwan des festen Daches entledigt wird, merkt man nicht. Die Verarbeitungsqualität ist ohne Tadel.
Schwan setzte die Blechschere übrigens nicht an der in Deutschland erhältlichen Liftback-Version, sondern an der Stufenheck-Variante des Celica an, die es vorerst nur in Japan gibt. Doch die beste Optik nützt nichts, wenn die Karosserie nicht anständig versteift wird. Und hier zeigt sich, dass das Celica-Cabriolet bestimmt nicht Schwans Erstlingswerk ist. Schon wenige Kilometer offenbaren: Sowohl im geschlossenem als auch im offenen Zustand sind Verwindungen der gekappten Karosse kaum spürbar. Das ist besonders auf schlechten Straßen zu bemerken. Selbst Kopfsteinpflaster bringt die deutschjapanische Co-Produktion nicht aus der Ruhe.
Souverän und ohne Schwierigkeiten schluckt sie auch tiefere Schlaglöcher, cabriotypische Klappergeräusche gibt's bei dem Celica-Umbau nicht. Bei der Verdeckkonstruktion haben die Techniker von Schwan etwas ganz Besonderes ausgetüftelt. Gibt's bei herkömmlichen Cabrios nur die Entscheidung zwischen ganz offen oder ganz geschlossen, kann der Celica auch als Targa gefahren werden. Dazu muss nur das mittlere Festdach mit einem Vierkant-Schlüssel entriegelt werden (Im geräumigen Kofferraum ist genügend Platz, um es dort zu verstauen). Für eher veränderliche Sommertage ist diese Lösung genau das Richtige.