Vergleich Opel Omega, BMW 520i, Mercedes 200
Opel Omega – so gut wie Benz und BMW?

AUTO BILD Archiv 51/1986: Mit dem Omega ist Opel ein großer Wurf gelungen. Reicht das sogar, um am Ruf von BMW und Mercedes zu kratzen? Im Test tritt der beste Omega gegen BMW 520i und Mercedes 200 an.
- Jürgen von Gosen
Opels Werbetexter nehmen daher den Mund ganz schön voll. "Nur das Beste war uns gut genug", tönen sie in riesigen Omega -Anzeigen. Und: "Wir wollen ein Auto bauen, bei dem die Autofahrer und die Konkurrenz glänzende Augen bekommen." Immerhin hat der Omega einen Ruf zu verteidigen; denn sein Vorgänger, der Rekord, hat es in seiner 33jährigen Geschichte wirklich zu etwas gebracht. 7,62 Millionen Rekord fanden seit seinem Erscheinen auf der IAA im Frühjahr 1953 ihre Liebhaber. Und das ist ein totaler Rekord. Kein anderes Auto dieser Klasse wurde häufiger verkauft. Nun tritt der Omega in die Rekord-Fußstapfen. Er ist auf Anhieb viel erwachsener als sein Vorbild. Größer, geräumiger, technisch anspruchsvoller und komplett ausgestattet.
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Damit auch eine ernst zu nehmende Alternative für die kargen Grundmodelle BMW 520i und Mercedes 200? In sieben Wertungskapiteln überprüfte Auto Bild den hohen Anspruch. Starten wir die Motoren. Nach der ersten Schlüsseldrehung leises Surren im BMW und im Mercedes, vernehmliches Knurren im Opel. Erstaunlich: Der Mercedes-Vierzylindermotor ist fast genauso leise wie der Sechszylinder im BMW. Das haben die Stuttgarter prima hingekriegt. Im Omega bleiben die zwei Zylinder weniger als im 520i nie ein Geheimnis. Erst knurrt der Motor, mit höherer Drehzahl wird daraus lautes Brummen. Aber das ist auch seine einzige gravierende Schwäche. Geht's um die Arbeitswilligkeit, ist er der Musterknabe.
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Begierig legt er sich schon voll ins Zeug, wenn die anderen beiden erst überredet werden wollen. Er nimmt begeistert die Gaspedalkommandos auf, wuchtet schon bei nur 2600 Kurbelwellenumdrehungen seine ganze Kraft an die Hinterräder. Das ist gut für schaltfaules Fahren, auch kleine Steigungen können so im großen Gang erledigt werden. Auch der Mercedes zieht kräftig von unten, aber sein Motor harmoniert nicht so gut mit dem Vergaser. Alles geht träger, und beim Gaswegnehmen schiebt er ein wenig nach. Das Auto ruckelt. Der BMW-Sechszylinder ist auf den ersten Blick ein müder Geselle. Nur zögernd wird das Auto schneller, um dann aber ab 4000 Touren noch mal ordentlich nachzulegen.
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