VW SP2 (1971 - 1976): Bilder

VW SP2 (1971 - 1976): Bilder

VW SP2 (1971 - 1976): Test, Preis, Motor, Brasilien

Klassiker des Tages: Volkswagen SP2

Mit dem SP2 schuf VW ein Sportcoupé, das ausschließlich für den brasilianischen Markt konzipiert war. AUTO BILD ist ihn gefahren!
Der VW SP2 sieht sportlich aus. Und wie es sich für einen Sportler gehört, ist er auch exotisch. Denn das flache Coupé mit dem Heckmotor wurde von 1971 bis 1976 von Volkswagen do Brasil für den brasilianischen Markt gebaut. Gut 10.000 Exemplare wurden gefertigt. Eines davon steht in der Autostadt in Wolfsburg – und AUTO BILD durfte es fahren

VWs Flunder mit gelungenen Proportionen

Umgerechnet 16.000 DM kostete der SP2 in den 70er Jahren.

Flache Haube, gestreckte Silhouette, rundes Heck mit Kühlluftrippen – gelungene Proportionen hat der SP2. Knapp überm Asphalt sitzen die Doppelscheinwerfer in der Haifischnase, die vermeintliche Motorhaube wölbt sich flach darüber, an den Seiten trägt das brasilianische Coupé rote Zierleisten mit feinen Chromeinfassungen. Im Blech der C-Säule schnorcheln je zehn Kiemen nach Luft, denn der Motor sitzt im Heck und ist luftgekühlt. Klingt irgendwie verdächtig nach einer brasilianischen Form des 911. Dafür fehlen allerdings zwei Zylinder – denn hier arbeitet ein Vierzylinderboxer mit 1,7 Liter Hubraum

Innenraum bringt die 70er zurück

Zeitreise in die 70er: Das braune Hartplastik verstärkt den Flair vergangener Tage.

Rein in die Flunder. Erste Erkenntnis: Mit 1,95 Meter ein 1,16 Meter hohes Fahrzeug zu entern, gestaltet sich recht schwierig. Der SP2 kommt großen Menschen aber auch wirklich nicht entgegen. Zwischen Sitz und Lenkrad gibt es nur einen schmalen Spalt – der Einstieg will gelernt sein. Kaum in der Liegeposition angekommen, bietet sich als Entschädigung ein toller Blick auf dieses Sport-Cockpit im Stil der glorreichen 70er. Chromumrandete Rundinstrumente eingefasst in braunes Plastik. Kombiniert mit einem zeitgenössischen Radio. Außenspiegel nur für den Fahrer und drei stehende Pedale sind außerdem Teil des 70er-Sportpakets. Gurt anlegen. Okay, er sitzt dank des für dieses Fahrzeug anatomisch unpassenden Redakteurs überm Bauch. Was soll's, wir wollen fahren.

Sportlich schalten im SP2

Dank Heckmotor hat der SP2 zwei Kofferräume. Vorne 140 Liter, hinten 205 Liter.

Der Motor hält sich unter der Abdeckung im Heckbereich akustisch unerwartet zurück. Erster Gang. Die Kupplung schließt sofort. Los geht’s. Flink dreht der Motor hoch. Zwei, drei, vier – unglaublich, wie kurz die Schaltwege des Vierganggetriebes sind. Wahrhaft supersportlich. Auch die Lenkung ist direkter als vermutet. Das geschüsselte Lenkrad hat genau die richtige Größe. Das Fahrwerk gestattet wesentlich mehr Seitenneigung, um es vom heutigen Standpunkt aus sportlich zu nennen. So war es wohl in den 70ern.

Leider fehlt's an Leistung

Tolle Optik, biedere Fahrleistungen: Bei 161 km/h ist finito.

Das Manko des SP2 wird aber schnell deutlich. Das Fotofahrzeug, ein Touareg, beschleunigt wahrscheinlich nicht mal mit Viertelgas, der Fotograf bedeutet mir aufzuschließen, aber wie ich mich auch anstrenge: Dem SP2 fehlt es an Bumms. Die 65 PS mühen sich mit den 890 Kilogramm Leergewicht ab. In Anbetracht der verhaltenen Bremsanlage vielleicht auch besser so. Die spöttische Deutung des "SP" als portugiesische Abkürzung für "Keine Leistung" (Sem potencia) scheint letzten Endes doch verständlich. Aber der ganz große Auftritt ist dem SP2 trotzdem sicher. Zum einen, weil sich die Stückzahl in Europa auf einige wenige Exemplare beschränkt, zum anderen, weil er eben aussieht wie ein Sportwagen – von VW.

VW SP2 (1971 - 1976): Bilder


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