VW Bullis mit Mega-Power

VW T3: Sechs Power-Bullis im Vergleich

Die wildesten VW T3 der Welt

Die T3-Society modifiziert alte T3 und baut diese mit ungefilterten Audi-Triebwerken zu brachialen Kraftmaschinen um. Sechs VW Bullis mit 174 bis 420 PS.
In diesen eckigen Schachteln detonieren saftige Audi-V6-, V8-, W12-Triebwerke und feuern ihre bis zu 500 PS trocken aus Klappenauspuffen. Die Geschichte beginnt im Jahr 2004: Kay, Patrick, Benny und Ronald beklagen beim VW-Bus-Treffen im niedersächsischen Wietzendorf die bedauernswerten Fahrleistungen ihrer T3 und beschließen, ihren kastigen Gefährten neues Leben einzuhauchen. Die Motoren: groß, unkaputtbar, standfest und bezahlbar, zum Beispiel der V8 aus dem Audi A8. Ein Blick auf sechs ultrastarke Bullis der T3-Society: vom Multivan Vanagon V6 mit 174 PS bis zum Carat W12 mit 420 PS.

T3 Caravelle wird zum Carat W12

Carat W12 (T3 Caravelle): Dezenter Minimalismus im Cockpit – Lenkrad und Armaturen von Audi.

Der König aller T3 gehört Ronald Krüger aus Hamburg. Er wählte das dickste Ding im Audi-Baukasten, den Sechsliter-W12. Ein Spenderauto für den Umbau war rasch gefunden, 3500 Euro und 170.000 Kilometer runter. Nur die Fünfgang-Tiptronic-Schaltung war ein Problem. Wegen der weiten Wege der Übertragungsmechanismen musste sich Ronald eine elegante Lösung ausdenken: Zwei Stellmotoren erledigen die Gangwechsel, elektrisch von den Schaltwippen am Lenkrad angesteuert, wahlweise per Knöpfchen im Aschenbecher! Unterm Auto stecken Vorder- und Hinterachse vom A8, mit Koni-Dämpfern und 20-Zoll-BBS-Felgen. Weitere Verfeinerungen: großer Südafrikagrill, griffiges Lenkrad vom Golf 7, edle Carat-Innenausstattung und eleganter Alcantara-Himmel sowie W12-Tacho und Tisch und Bett. Resultat der Bemühungen: 470 PS. Wenn Ronald Gas gibt, verdreht sich die ganze Karosse. Die Fenster springen zwar nicht raus, aber die Schiebetür nach voller Beschleunigung nicht mehr auf. Verbrauch: 16 bis 18 Liter.

Kasten T3 wird zum ultraleichten WBX-Racer

WBX-Racer (Kasten T3): ein minimalistischer Monoposto mit 181 PS starkem Wasserboxer.

Das Gegenstück zur Vollfettstufe ist ein weißer Kasten namens WBX-Racer. Der ist ein minimalistischer Monoposto. Den 1984er T3 hatte Matthias "Matze" Schütz von einem Freund für 100 Mark bekommen. Damit was vorwärts geht, hat Matze einen 112-PS-Wasserboxer installiert, den stärksten der VW-Preisliste. Die Drosselmaschine ließ Spielraum für Verfeinerungen: Vom Einspritzer auf Vergaser umgerüstet, andere Nockenwelle, Kolben, Ansaugbrücken und eine neue Abgasanlage. Macht insgesamt 181 PS.

Steigerung des Leistungsgewichts durch Hungerkur

Armaturenbrett, Heizung, Beifahrersitz, Sitzkonsolen – alles musste raus. Der Fahrerschalensitz ist aus Carbon, die rechte Tür wurde erleichtert und mit einer Plexiglasscheibe versehen, die Blechstoßstangen mussten Carbon weichen und alle Dämmung kam raus aus dem Auto. Dann ließ Matze das Blechdach durch ein Teil aus Kohlenstofffaser ersetzen, schließlich wurde auch die Schiebetür aus Carbon nachgefertigt. So trainierte er dem T3 400 Kilo Gewicht ab. Matze wählte zudem eine kurze Übersetzung, magerte das Schwungrad ab, dreht den Motor bis 8000 Touren und verzichtet auf die Lichtmaschine. "Ich fahre nur auf Batterie! Das geht 500 bis 600 Kilometer weit."

Doppelkabine wird zum Doka T3 RS

Doka T3 RS: mit Audi V8 und 340 PS. Höchstgeschwindigkeit: 235 km/h.

Ihren Ursprung fand die T3-Hybrid-Bewegung aus Bulli und Audi A8 in der T3 Doka von Patrick Jung. Er besaß seine Doppelkabine bereits länger und verwandelte sie von einem mausgrauen Bundesbahndienstwagen-Schlichtmodell farblich in Richtung Enzian. Dann Stereo, Sportsitze, Leder, Hosenträgergurte, die übliche Individualisierung. Was fehlte, war Saft. Der 4,2-Liter-V8 stammt aus einem gebrauchten Audi A8. Der spendete auch die Automatik inklusive Schaltwippen, sowie Bremsen und Armaturen. Eine A8-Bremse braucht mächtige Räder, daher kamen 20-Zöller drauf.

Ab 200 km/h bilden sich Spalte an den Türen

Der Pritschenboden bekam als Clou ein Glasfenster, damit der PS-Voyeur die ganze Schönheit des Audi-Maschinenbaus sehen kann. Der Deckel der Pritsche besteht aus Kohlefaser, ebenso wie Interieurteile und Stoßstangen. Der Verbrauch unterscheidet sich nicht vom Niveau des asthmatischen Wasserboxers, heißt: 14 Liter. Irgendwann fand Patrick die 300 PS des A8 zu fad. Deswegen suchte er was Muntereres und fand einen S8-Motor. Der hat 340 PS und dreht bis 7000 Touren. Zusätzlich tauchten in den Tiefen der Motronic-Chips weitere Reserven auf. Nun fährt der sein T3 235 km/h Spitze. Mehr zu den krassen Umbauten der T3-Society gibt es in der Galerie. Dort finden Sie auch Multivan Vanagon V6, einem Carat S8-K und Whitestar RS 4.

VW Bullis mit Mega-Power

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