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  • Knickrige Garantie
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TESTNOTE

2-
VW Golf 1.5 eTSI DSG

Der Golf ist das meistverkaufte Auto in Deutschland. Die Überarbeitung soll dafür sorgen, dass das auch so bleibt.

von

Autoren
Thomas Geiger
Katharina Berndt
Sebastian Friemel
19. Oktober 2024

Alle Infos zum Modell

VW Golf 8 GTE Facelift
Vorstellung
VW Golf 8 Variant Facelift
Preis
VW Golf 8 GTE Facelift
Design
VW Golf 1.5 eTSI
Antrieb
VW Golf VIII 1.5 TSI ACT OPF
Ausstattung
VW Golf 1.5 eTSI
Update19.10.2024
Test
VW Golf 8 GTE Facelift
Vorstellung

Kompakter Kassenschlager

Der VW Golf ist der Kassenschlager überhaupt. Mit über 35 Millionen verkauften Exemplaren seit seiner Markteinführung im Jahr 1974 gilt der Kompakte als eines der meistverkauften Automodelle weltweit. 2019 kam der Wolfsburger in der achten Generation auf den Markt und sollte an den Erfolg der Vorgänger anknüpfen. Die Zahlen geben Volkswagen recht – zumindest auf dem deutschen Markt.

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Allein 2023 gingen über 81.000 Exemplare über die Ladentheke, insgesamt wurden in Deutschland seit Markteinführung des Golf 8 rund 400.000 verkauft. Damit ist der Golf – zumindest in Deutschland – das meistverkaufte Auto auf dem Markt.

Viel Kritik für die achte Generation

Dabei hatte es der Golf 8 von Beginn an nicht leicht, technische Probleme mit dem Infotainment verzögerten die Markteinführung deutlich. Und auch in anderen Punkten musste sicher der Kompakte eine Menge Kritik gefallen lassen. Mit seinen verbesserungswürdigen Materialien und dem hakeligen Infotainment wirkte der Wolfsburger für viele noch nicht ganz ausgereift.

Anfang 2024 gab's ein Facelift

Das hat VW verstanden, verpasste dem Golf Anfang 2024 ein umfassendes Update. Optisch geht es um klassische Facelift-Maßnahmen, doch gerade in puncto Materialien und Infotainment hat sich deutlich mehr getan.

Sport-Varianten ebenfalls geliftet

Nicht nur die regulären Versionen wurden auf Stand gebracht. Auch der Golf GTI samt GTI Clubsport und der Golf R haben sich dem Facelift unterzogen.
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VW Golf 8 Variant Facelift
Preis

VW erhöht die Preise

Still und heimlich hat VW die Preise für den Golf erhöht. 1150 Euro mehr möchten die Wolfsburger nun für ihren Kompakten – damit liegt jetzt nur noch der Einstiegsbenziner wie versprochen unter der 30.000-Euro-Marke
Los geht es nun bei 28.330 Euro. Der Variant liegt mit einem Einstiegspreis von 29.430 Euro gerade noch darunter. Den Plug-in-Hybrid gibt es ab 45.390 Euro. Am teuersten ist selbstverständlich das stärkste Modell der Golf-Reihe – der Golf R. Den gibt es ab 54.945 Euro.

Die Preise auf einen Blick:

Die Preise auf einen Blick:
Benziner:
1.5 TSI OPF (116 PS)
ab 28.330 Euro
Variant: ab 29.430 Euro
ab 30.430 Euro
Variant: ab 31.530 Euro
1.5 TSI OPF (150 PS)
ab 32.680 Euro
Variant: ab 33.780 Euro
ab 35.500 Euro
Variant: ab 36.600 Euro
ab 35.450 Euro
Variant: ab 36.550 Euro
2.0 TSI OPF (265 PS)
ab 45.655 Euro
2.0 TSI OPF (300 PS)
ab 49.225 Euro
2.0 TSI OPF 4Motion (333 PS)
ab 54.945 Euro
Variant: ab 56.215 Euro
Mildhybrid:
1.5 eTSI OPF (116 PS)
ab 33.380 Euro
Variant: ab 34.480 Euro
1.5 eTSI OPF (150 PS)
ab 35.630 Euro
Variant: ab 36.730 Euro
ab 38.450 Euro
Variant: ab 39.550 Euro
ab 38.400 Euro
Variant: ab 39.500 Euro
Diesel:
2.0 TDI SCR (116 PS)
ab 31.930 Euro
Variant: ab 34.060 Euro
ab 34.030 Euro
Variant: ab 35.130 Euro
2.0 TDI SCR (150 PS)
ab 38.780 Euro
Variant: ab 39.880 Euro
ab 41.600 Euro
Variant: ab 42.700 Euro
ab 41.550 Euro
Variant: ab 42.650 Euro
Plug-in-Hybrid:
1.5 eHybrid OPF (204 PS)
ab 45.390 Euro
Variant: –
1.5 eHybrid OPF (272 PS)
ab 47.895 Euro
Variant: –
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VW Golf 8 GTE Facelift
Design

Beleuchtetes VW-Logo und IQ.Light-Matrix-LED-Scheinwerfer

Optisch wurde der Golf eher behutsam angefasst. Radikale Eingriffe ins Blech haben die Wolfsburger nicht vorgenommen, stattdessen besinnt man sich auf die bekannten Facelift-Zutaten – beginnend mit der Front, die ein neues Schürzendesign bekommt. Für die sportlichen Topmodelle wird's die "GTX"-Schürze geben, in mattem Schwarz gehalten und an die des bisherigen GTI Clubsport angelehnt.
VW Golf 8 GTE Facelift
Dezente Änderungen bei der Optik: Die Rückleuchten gibt's optional in 3D-LED-Ausführung.
Bild: Volkswagen AG
Die R-Line setzt auf große Lufteinlässe in Glanzschwarz. Doch das wohl auffälligste Detail: Zum ersten Mal bei einem VW wird das Logo vorne beleuchtet; zumindest in Europa und auch nur in Verbindung mit dem Performance-Scheinwerfer oder der Matrix-LED-Option IQ-Light, beide mit durchgehendem Leuchtenband im vorderen Kühlergrill.

Fünf neue Lackierungen für den Golf

Am Heck wird das Logo aber nicht beleuchtet, wie es zum Beispiel beim Touareg der Fall ist. Apropos Heck: Auch das veränderte Signet der Rückleuchten gehört zum Umfang der Überarbeitung. Wie an der Front wurde auch hinten die Schürze überarbeitet und mit einem neuen Diffusor versehen. Zudem gibt es neue Felgen-Designs. Und fünf der insgesamt elf Außenfarben sind neu dazugekommen.
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VW Golf 1.5 eTSI
Antrieb

Leistungen zwischen 116 und 272 PS

Motorenseitig hat sich nicht besonders viel getan, es bleibt bei den bekannten Benzinern mit 1,5 und zwei Liter Hubraum. Die Leistungsbandbreite reicht von 116 PS starken in der Basis über den GTI mit 265 PS bis zum GTI Clubsport, an dessen Vorderrädern weiterhin 300 PS reißen ­– aber nur beim Steilheck, der Variant muss auch weiterhin auf die Kürzel GTE und GTI verzichten.
Auch zwei Plug-in-Hybride mit einer Systemleistung zwischen 204 (eHybrid) und 272 PS (GTE) sind im Programm. Um auch konkurrenzfähig zu bleiben, verpasst VW den Hybriden einen größeren Akku mit 19,7 kWh. Der eHybrid soll so stolze 143 Kilometer rein elektrische Reichweite schaffen, der GTE bis zu 131 Kilometer.

Die technischen Daten im Überblick:

Die technischen Daten im Überblick:
Motor
1,5-Liter-Vierzylinderbenziner
1,5-Liter-Vierzylinderbenziner, Mildhybrid
1,5-Liter-Vierzylinderbenziner
1,5-Liter-Vierzylinderbenziner, Mildhybrid
1,5-Liter-Vierzylinderbenziner, Plug-in-Hybrid
1,5-Liter-Vierzylinderbenziner, Plug-in-Hybrid
Zweiliter-Vierzylinderdiesel
Zweiliter-Vierzylinderdiesel
Leistung
116 PS (85 kW)
116 PS (85 kW)
150 PS (110 kW)
150 PS (110 kW)
204 PS (150 kW)
272 PS (200 kW)
116 PS (85 kW)
150 PS (110 kW)
max. Drehmoment
220 Nm
220 Nm
250 Nm
250 Nm
350 Nm
400 Nm
300 Nm
360 Nm
Antrieb
Front
Front
Front
Front
Front
Front
Front
Front
Getriebe
Sechsgangschaltung
Siebengang-DSG
Sechsgangschaltung
Siebengang-DSG
Sechsgang-DSG
Sechsgang-DSG
Sechsgangschaltung
Siebengang-DSG
Höchstgeschwindigkeit
203 km/h
203 km/h
224 km/h
224 km/h
220 km/h
230 km/h
202 km/h
223 km/h
0–100 km/h
9,9 s (10,2 s**)
9,9 s (10,3 s**)
8,6 s (8,8 s**)
8,6 s
7,2 s
6,6 s
10,2 s (10,5 s**)
8 s (8,4 s**)
Batteriekapazität (netto)
19,7 kWh
19,7 kWh
elektrische Reichweite*
132–143 km
131 km
max. Ladeleistung*
40 kW
40 kW
Ladedauer mit max. Ladeleistung (10–80 %)*
26 min
26 min
Verbrauch*
5,4–5,6 l/100 km (5,4–6,1 l/100 km**)
5,1–5,7 l/100 km
(5,2–5,8 l/100 km**)
5,4–6 l/100 km
(5,5–6,1 l/100 km**)
5,2–5,8 l/100 km
(5,3–6,2 l/100 km**)
0,3–0,4 l/100 km
0,4 l/100 km
4,3–4,5 l/100 km
(4,4–4,6 l/100 km**)
4,5–5 l/100 km
(4,7–5,2 l/100 km**)

Dreizylinder und GTD werden eingestellt

Zwei Aggregate werden aber nicht mehr angeboten: der ursprüngliche Basis-Benziner mit einem Liter Hubraum und drei Zylindern sowie der Top-Diesel GTD. Etwas schade: Auch beim Facelift haben die Wolfsburger keine Haubendämpfer nachgelegt, die zugegebenermaßen recht schwere Motorhaube muss noch mit Muskelkraft angehoben werden.
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VW Golf VIII 1.5 TSI ACT OPF
Ausstattung

Innenraum: Verbesserte Materialqualität

Viel Kritik gab es bislang auch am Innenraum des VW Golf 8 – beginnend mit der Materialqualität, die die Ansprüche der Kunden einfach nicht zufriedenstellte. Hat VW dazugelernt? Ja! Man hat die Kunden ernst genommen und an den richtigen Stellen die richtigen Stellschrauben angepasst.
Heißt: Es gibt nun deutlich mehr Soft-Touch-Oberflächen auf Türtafeln und Armaturenbrett, die Verarbeitung ist allgemein besser. Klar, wer nur weit genug nach unten schaut oder auf der Rückbank Platz nimmt, der wird noch Hartplastik finden; aber im Großen und Ganzen hat der Neue schon einen Schritt nach vorn gemacht.
VW Golf 8 GTE Facelift
Neuer, größer, schneller: Das MIB4-Infotainment mit bis zu 12,9 Zoll-Monitor wandert in den Golf, ruckelt nicht und läuft sehr flüssig.
Bild: Volkswagen AG

Neues Infotainment mit größerem Zentraldisplay

Einen Schritt nach vorn geht aber auch das Infotainment, das bisher als hakelig und wenig intuitiv immer wieder für Ärger bei den Kunden sorgte.
Und hier hat sich am meisten getan. Denn mit dem MIB4 zieht die neueste Generation des Wolfsburger Infotainment-Baukastens in den Golf ein: Eine deutlich verbesserte Hardware sorgt für ein viel flüssigeres Bild, und auch die grafische Aufbereitung wirkt zunächst viel einfacher.
Und das nicht nur, weil jetzt ein mit 10,4 bis 12,9 Zoll deutlich größerer Zentralbildschirm zum Einsatz kommt (bisher waren es maximal 10,25 Zoll). Auch wichtige Funktionen wie die Klimabedienung sind jetzt nicht mehr in Untermenüs versteckt, sondern fester Bestandteil des Hauptbildschirms. Dazu sind jetzt auch die oft bemängelten Touch-Slider unterhalb des Monitors durchgehend beleuchtet, damit auch im dunklen Innenraum die richtige Funktion gefunden wird.
VW Golf 8 Variant Facelift
Viel Platz: In den Golf lassen sich bis zu 1237 Liter laden, der Variant schluckt sogar bis zu 1642 Liter im Kofferraum.
Bild: Volkswagen AG
Auch die jetzt serienmäßige kabellose Integration von Smartphones mit Apple CarPlay und Android Auto trägt zur verbesserten Bedienbarkeit bei. Wer will, kann sich per Schnellzugriff die für ihn wichtigsten Einstellungen direkt auf den Startbildschirm konfigurieren, egal ob Navi, Musik, Ambientebeleuchtung oder Fahrhilfen.

Sondermodell "Edition 50"

Das Sondermodell "Edition 50" ist vor allem durch abgedunkelte Fondscheiben, eine beleuchtete Kühlergrill-Querspange, das illuminierte VW-Logo sowie die 3D-Plakette "50" auf den B-Säulen zu erkennen. Die Logos werden auch im Innenraum aufgegriffen. Dazu gibt's 18-Zoll-Felgen.
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VW Golf 1.5 eTSI
Test

Fahren: Der Golf bietet ein rundes Gesamtpaket (Update!)

AUTO BILD ist den gelifteten Golf bereits gefahren. Mit seinem 1.5er eTSI-Mildhybrid ist der Kompakte zwar nicht die unterste Motorenvariante, aber in puncto Leistung liegt er mit dem nicht elektrifizierten Benziner gleichauf. Aber: Für die unterste Ausstattungslinie ist dieser Antrieb nicht verfügbar, da muss man schon mindestens zur Ausstattung "Life" greifen.
VW Golf 8
Als 150 PS starker Mildhybrid geht der Golf ordentlich vorwärts, erreicht bis zu 224 km/h Höchstgeschwindigkeit.
Bild: Volkswagen AG
Unser Testwagen war sogar mit der größeren Leistungsstufe mit 150 PS ausgestattet, was einem auf der Autobahn direkt positiv auffällt. Zwar wird der Wolfsburger damit nicht zur Rakete, kommt aber ordentlich vorwärts. Seiner Sport-Optik der R-Line wird der aber nicht ganz gerecht.
Dafür kann der Golf mit seinem Komfort und einer ausgewogenen Lenkung punkten. Aber damit noch nicht genug, denn beim vielfach kritisierten Infotainment haben die Wolfsburger den Kunden zugehört und nachgebessert, das System läuft ruckelfrei, die Bedienung erfolgt deutlich intuitiver.

Sparsamer Fahrspaß auch im GTE

Vom Mildhybrid geht's zum stärksten unter den Plug-in-Hybriden: dem GTE. Der bietet dank seiner Systemleistung von 272 PS ordentliche Fahrleistungen und ein spritziges Kurvenfahrverhalten – und das trotz eines Leergewichts von knapp 1,7 Tonnen. Maximal rennt der GTE bis zu 230 km/h, beschleunigt in 6,6 Sekunden auf Tempo 100.
Der GTE kombiniert das beste aus zwei Welten, ist nicht nur sparsam, sondern bietet auch ordentlich Fahrspaß.
Im rein elektrischen Modus sollen bis zu 131 Kilometer nach WLTP drin sein. Ein Wert, den ich dem GTE sogar abnehme, denn nach über 70 Autobahn-Kilometern im Sport-Modus – der Modus, wo der E-Motor immer mitarbeitet, und Leistung abgibt – waren laut Bordcomputer immer noch 27 Prozent Restladung in der 19,7 kWh-Batterie. Hut ab!

Test: VW hat die Schwächen behoben

Im Test hat AUTO BILD den VW Golf genau unter die Lupe genommen. Am Ende können wir bestätigen, dass VW sich die Kritik zu Herzen genommen und die Schwächen bei Bedienung und Infotainment konsequent behoben hat. Der Klassenprimus ist in allen Belangen geschliffen und ausgewogen. Er hat unserer Meinung nach nur einen Fehler; den hohen Preis.

TESTNOTE

2-
VW Golf 1.5 eTSI DSG

Vergleichstest: Golf schlägt Corolla

Zum Vergleichstest tritt VWs Kompakter gegen den Toyota Corolla an. Der Golf präsentiert sich als talentierter Allrounder, der quer durch die Wertung Punkte sammeln kann. Federung und Lenkung sind ausgewogen, die Bremsen überlegen, er bietet mehr Platz auf der Rückbank und den größeren Kofferraum. Nur in einer Kategorie kann er nicht überzeugen: Beim Preis. Er ist teurer, die Garantie knickrig.
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  • Ausstattung
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Neues Infotainment, bessere Materialien und eine frische Optik: VW hat die Kritik der Kunden ernst genommen und beim Update des VW Golf 8 an den richtigen Stellschrauben gedreht. Ob die ganzen Veränderungen wirklich alles besser gemacht haben, wird sich im Test zeigen!
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