Wiking Auto zum Rekordpreis versteigert

Wiking-Mdoell 1:87: Teuerstes Wiking-Auto der Welt

Was macht dieses Mini-Auto so megateuer?

Dieser Thyssen-Tankwagen ist die "Blaue Mauritius" unter den Wiking-Autos. Er wurde für 12.371 Euro versteigert – Weltrekord! Aber was macht das Wiking-Modellauto so wertvoll?
Würden Sie sich ein Modellauto für mehr als 12.000 Euro zulegen? Vollkommen verrückt, oder? Ein Privatsammler aus Niedersachsen hat genau das getan: Er ersteigerte Anfang Dezember 2019 beim Auktionshaus Saure in Köln-Mülheim einen Thyssen-Tanksattelzug Mercedes 5000 für exakt 12.371,49 Euro. Damit ist die giftgrüne Kunststoff-Rarität nach Angaben des Auktionshauses das teuerste Wiking-Auto, das jemals öffentlich verkauft wurde. Zum Vergleich: Einen echten VW Up gibt's schon ab 12.960 Euro, für etwas mehr Geld bekommt man sogar zwei Dacia Sandero in der Basisversion (ab 6990 Euro).

Höhere Provision sorgt für Rekordpreis

Einen VW Up bekommt man schon ab 12.960 Euro – nur wenig mehr als der Auktions-Gesamtpreis.

Das zwölf Zentimeter lange Modellauto im Maßstab 1:90 stammt aus dem Jahr 1961, ist ein Werbemodell für die Firma Thyssen und wurde nur als Werbegeschenk verwendet. Anzahl bekannter Exemplare: ca. 20 Stück. Die Versteigerung des legendären Thyssen-Tankwagens startete bei 4100 Euro, nach einem spannenden Bietergefecht bekam schließlich ein Telefonbieter unter tosendem Applaus der Anwesenden vor Ort für 10.100 Euro den Zuschlag. Exakt das gleiche Ergebnis wurde bereits für ein ähnliches Exemplar im Juni 2006 erzielt, doch machte das inzwischen höhere Aufgeld (u. a. Provision fürs Auktionshaus) den Rekordpreis perfekt.

Das Modell war von Anfang an sehr begehrt

Das Ergebnis für den Wiking-Tanklaster lag 600 Euro über dem Schätzpreis.

Aber was macht diesen Mini-Tanker so wertvoll? "Das Auto war gleich nach dem ersten Erscheinen in einer Werbeanzeige sehr begehrt", erklärt Auktionator Carsten Saure gegenüber AUTO BILD. "Mit der Zeit hat sich ein gewisser Hype entwickelt, ähnlich wie bei der 'Blauen Mauritius', die ja auch nicht die seltenste, aber die berühmteste Briefmarke der Welt ist. Jeder Sammler wollte es irgendwie haben." Auch die Farbe mag eine Rolle gespielt haben. Saure: "Es gab auch einen Shell- und Aral-Tankwagen. Aber in Grün ist dieses Auto ein gewisser Blickfang." Über das Kaufmotiv mag der erfahrene Auktionator nur spekulieren: "Vermutlich steckt Sammlerleidenschaft dahinter. Aber in Zeiten von Negativzinsen kann so ein Modellauto durchaus auch als Geldanlage dienen."
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