13 nach-gemachte Cabrios

Cabrios

— 28.01.2011

Die Aufschneider

AUTO BILD-Archiv-Artikel 14/1986: Sie rollen als Limousinen vom Band und werden danach mit der Blechschere aufgeschnitten. Hier präsentieren sich der offene Fiat Uno und zwölf weitere Neu-Eröffnungen.

Pfiffige Kleinwagen ohne festes Dach gibt es nur wenige. Eine neue Idee dazu kommt aus Frankfurt. Andreas Prinz von Leiningen und Albrecht Hammel (L+H Automobile) gehen dem Fiat Uno ans Blech. Das Ergebnis: ein Uno-Cabrio für 18.890 Mark. Wir haben den offenen Uno ausprobiert. Der Eindruck nach den ersten Kilometern: Die L+H-Mechaniker haben gute Arbeit geleistet. Das merkt man besonders in Kurven. Dort bleibt nämlich die Karosserie trotz fehlendem Dach steif, und auch das bei Cabrios oft vernehmliche Klappern gehört beim Li+H-Uno nicht zum Handwerk.

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Doch vor der Freude am Offenfahren verlangt das Uno-Cabrio Schweiß. Insgesamt 33 Druckknöpfe sind zu lösen, dazu noch das Verdeckgestänge mittels einer Rändelschraube und schließlich noch der Spannhebel im Bereich der Frontscheibe. Jetzt erst kann mit dem Verstauen der Plane begonnen werden. Und auch dabei ist handwerkliches Geschick unumgänglich. Liegt das Faltdach erst einmal richtig auf der Hutablage, wird nur noch die Schutzabdeckung befestigt (macht noch mal 15 Druckknöpfe), bevor sich der Uno als Offen-Mobil präsentiert. Ein Wort noch zum Verdeck: Beim Zusammenlegen entstehen zahlreiche Knickstellen.

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Größte Sorgfalt ist für die Lebensdauer des Verdecks oberstes Gebot. L+H jedenfalls gewährt nur sechs Monate Garantie auf seine Konstruktion. So ganz ohne Dach kommt ein offener Uno allerdings trotzdem nicht daher. Seine Konstrukteure ließen sowohl beide Türrahmen als auch einen beträchtlichen Teil des Windschutzscheiben-Rahmens vom Trennschneider verschont. Zusammen mit dem nachträglich eingeschweißten Überrollbügel ergibt sich damit über den Vordersitzen eine rechteckige Öffnung Richtung Himmel. Und nur die Passagiere auf der Rückbank genießen die totale Cabrio-Freiheit.

Die Sache hat freilich System. Denn nur dieser Kunstgriff und zusätzliche Verstärkungen am Chassis und im Bereich der gekürzten Heckklappe verhelfen der aufgeschnittenen Karosserie zu der Steifigkeit, die auch das Fahren über Holperstrecken so angenehm macht. Aber noch etwas überrascht im L+H-Mobil. Windgeräusche, wie sie zumindest bei geschlossenem Verdeck beinahe jeden Cabrio-Fahrer malträtieren, gibt es im Uno kaum. Trotz aller Liebe zum Detail gibt es auch Kritik am Verdeck. Das Uno-Dach lässt sich nämlich nur mit Übung und einer gehörigen Portion Kraft schließen.

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