Mercedes 190 E 2.5-16 Evo I

— 03.05.2011

Boris Becker über das Auto seines Lebens

Deutschlands größter Sportler der 80er Jahre hatte auch auf der Straße eine Vorliebe fürs schnelle Spiel: Tennis-Legende Boris Becker über den Mercedes 190 E 2.5-16 Evo I.



Als Boris Becker noch unser Bobbele war, trug der Tennishimmel Schwarz-Rot-Gold. Eine ganze Nation lag dem Rotschopf aus Leimen zu Füßen – und der fuhr das Auto, von dem damals alle Sportfreunde träumten. Einen 190er 2.3-16V. Die 16 stand für Sechzehnventiler, ganz was Modernes. Natürlich war er schwarz, tiefergelegt und mit Coupé-Grill inklusive riesigem Stern im Kühler. Der erste sportliche Baby-Benz. 1985 ein Megahammergerät. Und das von einer so seriösen Firma wie Mercedes. BMW ließ sich nicht lange bitten und retournierte postwendend mit dem M3.

Überblick: News und Tests zum Mercedes 190

Wie eine Zeitmaschine: "Echt krass – das Leder, genau wie damals", erinnert sich Becker.

"Der 190er war mein erstes Auto. Selbst ausgesucht, selbst bezahlt, den habe ich geliebt." Sagt Becker noch heute, grinst und erinnert sich. Zum Beispiel an Ion Tiriac, seinen bärbeißigen Manager, der nie zu ihm einsteigen wollte. "Der hat immer gegrantelt: Nee, lass mal, ich fahre lieber selber." Der brave Günther Bosch hatte weniger Probleme mit Beckers – nennen wir es mal – offensiver Spieltaktik am Steuer. "Günzi nahm das erstaunlich locker", erzählt Becker über seinen ehemaligen Trainer, "man muss dazu wissen, dass ich schon immer recht sportlich unterwegs war." Meistens von Monte Carlo, Beckers damaligem Wohnsitz, nach München und zurück. Aber auch viele Turniere in Südeuropa steuerte er im Baby-Benz an. "Ich fahre noch heute am liebsten selbst", sagt er. Seit November übrigens einen SLS. Sein knappes Testurteil: "Beckers Bester."

Sportlimousinen der 80er: Vergleich 190 E 2.5-16/M3/Sierra RS Cosworth

195 quicklebendige PS: Der 2,5-Liter-Vierzylinder ist eine legale Renndroge.

Zum gemeinsamen Fototermin steigen wir in einen seltenen 190 E 2.5 16V Evo I. Eine auf 500 Exemplare limitierte Sportkanone, die Becker auch mal in der Garage hatte. Sofort sind seine Erinnerungen wieder da: "Der Geruch, das Leder, das große Lenkrad – alles wie damals." Damals: 1989. Bum-Bum-Becker war mittlerweile dreifacher Wimbledon-Sieger, auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Genau wie der Baby-Benz, der als Evo I mittlerweile jegliche Zurückhaltung über Bord geworfen hatte. "Gnadenlos auf Sieg getrimmt", urteilte AUTO BILD noch untertreibend über den Sport- 190er. Über dieses typische 80er-Jahre-Auto, das alles sein wollte, bloß nicht dezent. Krawallig war es, überschminkt mit Monster-Heckflügel und dicker Spoilerlippe. "Der war das Sportauto für junge Männer", erinnert sich Boris. Das Auto für den großen Aufschlag auch bei einer bestimmten Sorte Frauen. Jeder hat eben seinen Typ. Boris Becker ist sich da stets treu geblieben. "Meine Marke? Klaro: Mercedes."

Autor: Tomas Hirschberger

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