Opel Kadett Strolch
Der Volks-Roadster

Zwischen Konstruktion und Testfahrt liegen locker 70 Jahre: Ende der 30er plante Opel eine offene Version des damaligen Kadett. Der Krieg kam dazwischen. Jetzt hat die Oldtimer-Abteilung des Herstellers den "Strolch" rekonstruiert.
Das freche Früchtchen fährt uns da direkt aus der Vergangenheit vor die Nase: Er ist knallrot, heißt Opel Kadett Strolch und zeigt einmal mehr, dass Lifestyle keine Erfindung des 21. Jahrhunderts ist. Das Projekt eines offenen Kadett wurde nämlich schon in den späten 1930ern von Opel angegangen. Die Ergebnisse der Marktforschung müssen ermutigend gewesen sein, denn bei Recherchen in einem alten Archiv tauchte vor kurzem sogar ein Prospekt auf, der damals in Erwartung der baldigen Serienproduktion des 3,62 Meter langen Roadsters gedruckt worden war. Doch was kam, war der Zweite Weltkrieg – das hieß Panzer statt Lifestyle; in den Opelwerken wie im übrigen Rest Deutschlands wurde die Produktion auf militärische Erfordernisse umgestellt. 70 Jahre später lernt der Strolch nun laufen: Während die zehnte Generation des Kadett – inzwischen in Astra umgetauft – gerade vom Band läuft, haben Experten der Oldtimer-Abteilung von Opel einen alten Vorkriegs-Kadett zum Roadster umgebaut. Die Rekonstruktion ist komplett und fahrtüchtig.
Der Opel Kadett Strolch war als Volks-Roadster geplant

Bild: Opel
Der fahrtüchtige Oldtimer wird am Nürburgring präsentiert
Der neue alte Strolch wird nun bei Oldtimerveranstaltungen, zum Beispiel auf dem AvD-Oldtimer-Grand-Prix vom 7. bis 9. August 2009 am Nürburgring, präsentiert.
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