1991 brachte Opel den Astra als Kadett-Nachfolger auf den Markt. Seit 2021 ist die sechste Generation des kompakten Rüsselsheimers unterwegs – 2025 gab es ein umfassendes Facelift. Das zeichnet sich vor allem durch eine frische Optik aus.
Bei den Antrieben wurde allerdings der Rotstift angesetzt: Der Basis-Benziner wurde gestrichen, der neue Einstieg ist jetzt der Astra Hybrid. Dazu kommen neben einer Diesel-Variante auch zwei Plug-in-Hybride und eine reine Elektroversion. Der Astra ist als Limousine und als Kombi (Sports Tourer) zu haben.
Der Astra L wurde in Deutschland entwickelt und wird im Opel-Stammwerk in Rüsselsheim produziert. Daran wird sich auch mit dem Facelift nichts ändern.
Den Astra bietet Opel als Fünftürer und als Kombi unter der Bezeichnung "Sports Tourer" an. Den Hatchback gibt es in der Basisausstattung "Edition" mit dem Einstiegsbenziner ab 32.990 Euro. Wer lieber einen Diesel möchte, der zahlt mindestens 34.640 Euro. Der Aufschlag für den Kombi beträgt jeweils 1500 Euro.
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Das kostet elektrische Unterstützung
Es gibt den Astra zudem als Plug-in-Hybrid und auch rein elektrisch. Der PHEV startet bei 38.460 Euro. Die Elektroversion ist ab 37.990 Euro zu haben.
Aktuelle Listenpreise
Auf einen Blick: Hier finden Sie die Preise für alle neu verfügbaren Fahrzeuge.
Optisch orientiert sich der Astra als erstes Modell der Marke am zur IAA 2025 präsentierten Corsa GSE Vision Gran Turismo. Konkret bedeutet das: Der Opel Vizor ist schlanker gestaltet, ergänzt durch eine neue Beleuchtung mit "Intelli-Lux"-HD-Technologie. Sie besteht pro Scheinwerfer aus 25.600 einzelnen LED-Pixeln.
Diese Technik soll vorausfahrende und entgegenkommende Verkehrsteilnehmer noch schneller und präziser ausblenden als das bisherige Matrix-LED-Licht. Zudem folgt das Licht in Kurvenfahrten der natürlichen Blickrichtung des Fahrers. Zusätzliche Leuchtelemente erhellen den jeweiligen Fahrbahnrand stärker, um die Übersicht zu verbessern.
Neue Design-Elemente in der Frontschürze sind angelehnt an das Konzeptfahrzeug Corsa GSe Vision Gran Turismo, mittig kommt das beleuchtete Kompass-Design zum Einsatz.
Bild: Stellantis
Nicht völlig neu bei Opel, aber erstmals auch im Astra eingesetzt, ist der beleuchtete Opel-Blitz, der bisher nur beim Grandland zum Einsatz kam. Abgerundet wird das Design durch neue Felgen im "Drei-Zonen"-Design. Größere Änderungen an Seitenlinie und Heck bleiben aus. Chrom-Zierelemente entfallen beim Facelift vollständig.
Auch bei den Abmessungen und Zuladungen bleibt im Prinzip alles beim Alten: Der Astra misst 4,37 Meter in der Länge, der Sports Tourer kommt auf 4,64 Meter. Breite, Höhe und Radstand sind ebenfalls unverändert.
Mit dem Facelift hat sich an der Motorisierung nur wenig geändert. Der bisherige Basis-Benziner fällt jedoch weg, sodass neben dem Diesel nur noch elektrifizierte Antriebe im Programm bleiben. Den Einstieg bildet ein Mildhybrid mit einem 145 PS starken 1,2-Liter-Benziner. Ergänzt wird er durch einen 21-PS-Elektromotor und ein elektrifiziertes Sechsgang-DKG. Bei niedrigen Geschwindigkeiten kann der Astra Hybrid dank 48-Volt-System sogar bis zu einem Kilometer rein elektrisch fahren.
Beim Astra Facelift kommen neue Felgen im Drei-Zonen-Design zum Einsatz.
Bild: Stellantis
Der Elektromotor liefert zudem bei niedrigen Drehzahlen zusätzliches Drehmoment, was sich positiv auf die Beschleunigung auswirkt: Sowohl der Fünftürer als auch der Kombi erreichen in neun Sekunden Landstraßentempo – sieben Zehntel schneller als der vergleichbare reine Benziner.
Die Motoren-Auswahl ist gewohnt umfangreich
Neben dem Mildhybrid umfasst das Angebot des in Rüsselsheim gemeinsam mit dem Citroën C4 produzierten Astra einen 130 PS starken 1,5-Liter-Diesel sowie einen Plug-in-Hybrid. Dieser wurde erst im Sommer 2025 überarbeitet und erhielt eine größere Batterie sowie etwas mehr Leistung: Statt 12,4 kWh speichert der Akku nun 17,2 kWh, die Systemleistung steigt von 180 auf 196 PS.
Im Zuge des Facelifts setzt Opel ausschließlich auf automatisierte Schaltgetriebe; ein klassischer Handschalter entfällt. Außerdem bleibt die vollelektrische Variante im Programm: Der Astra Electric leistet 156 PS und soll mit seinem neuen 58-kWh-Akku bis zu 454 Kilometer Reichweite erzielen. Dank 100-kW-DC-Schnellladefunktion soll sich die Batterie im Idealfall in rund 30 Minuten von 10 auf 80 Prozent auffüllen lassen.
Mit dem Facelift des Astra hat sich im Innenraum nur wenig getan, Opel hat jedoch an häufig kritisierten Punkten nachgebessert. Die bislang glänzenden, schwarz-lackierten Oberflächen weichen neuen, matten Zierelementen. Das wirkt nicht nur hochwertiger, sondern verhindert auch sichtbare Fingerabdrücke und verschmierte Flächen.
Das Cockpit mit seinen zwei Zehnzoll-Displays bleibt unverändert. Keine wuchtigen Plastikrahmen, alles sauber ins Armaturenbrett integriert und leicht zum Fahrer geneigt. Und bevor Sie Kritik an der Bedienung anmelden: Klimasteuerung und Lautstärke lassen sich weiterhin ohne Ablenkung über klassische Tasten einstellen.
Der Pralltopf des Lenkrads greift die Form des Grills auf.
Bild: Stellantis
Der Astra hält an physischen Knöpfen fest. Selbst der Home-Button des Infotainments muss nicht auf dem Display angetippt werden, sondern sitzt als separate Taste unter dem Monitor. Auch das neu gestaltete Lenkrad verfügt über wertige Drucktasten. Handschuh- und Brillenfach sind zudem mit einem filzartigen Material ausgekleidet.
Die Ergonomie ist gut
Gegen Aufpreis bietet Opel weiterhin die ausgezeichneten AGR-Sitze für Fahrer und Beifahrer an – inklusive Massagefunktion, Belüftung und Heizung. Sitzposition und Ergonomie sind tadellos. Das vordere Gestühl ist etwas tiefer montiert, das Dach leicht flacher als zuvor.
Die Platzverhältnisse hinten sind beim Astra und Sports Tourer durchaus ordentlich, mit 1,90 Metern Körpergröße lässt es sich auf der Rückbank gut aushalten.
Bild: Stellantis
Im Sports Tourer wird es hinten für die Knie knapp, wenn der Vordersitz auf eine 1,90 Meter große Person eingestellt ist. Sitzt vorne jemand von durchschnittlicher Körpergröße, finden auch große Mitfahrer hinten gut Platz. Eine kleine Einschränkung bleibt: Die Sitzfläche könnte für lange Oberschenkel etwas länger sein, wodurch Hüft- und Kniewinkel relativ spitz ausfallen. Kopf- und Fußfreiheit hingegen sind ausreichend.
Der Verbrenner legt beim Kofferraum deutlich zu
Besonders wichtig beim Kombi: der Stauraum. Und hier legt der neue Astra Sports Tourer bei den reinen Verbrennern spürbar zu. Statt 540 bis 1630 Litern wie beim Vorgänger fasst er nun 597 bis 1634 Liter – ein spürbares Plus an Alltagstauglichkeit.
Niedrige Ladekante und doppelter Boden
Die niedrige Ladekante (60 cm) liegt auf angenehmer Oberschenkelhöhe, was das Beladen erleichtert. Alle Verbrenner-Versionen besitzen zudem einen doppelten Ladeboden, unter dem sich auch das Kofferraumrollo verstauen lässt.
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Opel Astra
Positiv wirkt sich der im Vergleich zum Vorgänger vergrößerte Radstand (plus sieben Zentimeter) auf den Innenraum aus. So sitzen auch größere Passagiere in der zweiten Reihe komfortabel – mit gefühlt etwas mehr Luft über dem Kopf als im Fünftürer.
Hightech-Features für den Astra
Auch der Luxus soll nicht zu kurz kommen: Opel bietet auf Wunsch zahlreiche moderne Assistenz- und Komfortsysteme an. Digitale Instrumente sowie Apple CarPlay und Android Auto sind serienmäßig, während Extras wie Head-up-Display oder die "Intelli-Lux"-LED-Scheinwerfer optional bleiben.
Auch beim Thema Sicherheit geht Opel keine Kompromisse ein: Die Kamera in der Frontscheibe wird um vier weitere Kameras und fünf Radarsensoren ergänzt. Auf dieser Basis arbeitet auch der Geschwindigkeitsassistent, der den Abstand zum Vordermann hält und bei Automatikmodellen dank "Stop & Go"-Funktion selbstständig wieder anrollt.
Der aktuelle Opel Astra bietet die bislang größte Antriebsvielfalt. Dazu kommen zwei Karosserievarianten und verschiedenste Ausstattungen. Welchen also nehmen? Das hat AUTO BILD in der großen Kaufberatung des Vorfaceliftmodells gecheckt.
Diese Extras sind ein Muss: Den AGR-Fahrersitz ("Aktion Gesunder Rücken") sollte man sich unbedingt gönnen. Ab Linie GS zählt er ohnehin zum Serienumfang. Für die zwei unteren Linien Edition und Electric lässt er sich gemeinsam mit Sitz- und Lenkradheizung, getönten Scheiben und einer Mittelarmlehne ordern – würden wir jedem empfehlen.
Absolut empfehlenswertes Extra: der bequeme und gut stützende AGR-Sitz.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Für jedes Fahrprofil der Richtige
Für Wenigfahrer: Der kleine Einstiegsbenziner sollte Wenigfahrern absolut ausreichen. Die Wege der Sechs-Gang-Box fallen lang aus.
Für Vielfahrer: Mit 4,4 Litern Testverbrauch unterbietet der 1.5er-Diesel seine Werksangabe von fünf Litern auf 100 Kilometern deutlich. Auch ansonsten wirkt der Antrieb geschliffen, wenn auch etwas nagelig – gerade, wenn er noch kalt ist. Mit 130 PS ist der Diesel kein Kraftpaket, aber geschliffen im Umgang.
Für Sportfahrer: Der schwächere Plug-in-Hybrid mit 180 PS Systemleistung ist gefühlt kaum bis gar nicht schwächer als der 225 PS starke Antrieb des GSe. Auch mit leer gefahrenem Akku fährt der Astra so noch gelegentlich rein elektrisch. Die E-Reichweite haben wir mit 52 Kilometern statt der angegebenen 65 Kilometer gemessen.
AUTO BILD hat die Vorgänger-Generation, den Astra K, im Gebrauchtwagen-Test genau unter die Lupe genommen. Mit einfach verständlichem Bediensystem, relativ komfortabel und stets sicher präsentiert sich der Kompakte. Große Motoren sind passé, stattdessen bemühen sich die stetig downgesizten dreizylindrigen Benziner und Diesel um Wirtschaftlichkeit. Vielfahrer setzten auf den zuverlässigen und wirtschaftlichen 1,5-Liter-SCR-Kat-Diesel mit 105 und 122 PS.
Motorenunabhängig treten leider Displayausfälle des Infotainments häufiger auf. Überdurchschnittlich oft moniert der TÜV bei der Hauptuntersuchung das Thema Ölverlust.
Facelift: Der elektrische Kombi fährt sich handlich und harmonisch
Außen bringt das Facelift vor allem eine neu gestaltete Front. Mit beleuchtetem Opel-Blitz, eingefasst von horizontalen und vertikalen Lichtelementen. Auch das Cockpit wurde (leicht) überarbeitet, es gibt keinen Hochglanzlack mehr auf der Mittelkonsole, sondern eine matte Oberfläche – und eine veränderte Benutzeroberfläche fürs Multimedia. Sehr zu empfehlen sind die großen, gut ausgeformten AGR-Sitze ("Aktion Gesunder Rücken e. V.") mit viel Seitenhalt und straffer Polsterung. Diese gehören ab der GS-Variante zur Serienausstattung.
AUTO BILD ist den Sports Tourer Electric mit 156 PS gefahren. Der Akku ist jetzt 58 kWh groß, bisher waren es 54 kWh. Erreicht wurde das mit einer veränderten Zellchemie. Das System arbeitet nach wie vor mit 400 Volt, geladen werden kann mit 11 kW an der Wechsel- und mit maximal 100 kW an der Gleichstrom-Säule. Die Reichweite für den Sports Tourer Electric liegt jetzt nach WLTP bei 445 Kilometern.
Das E-System funktioniert reibungslos und routiniert, aber nicht übermäßig lebhaft. Neu ist jetzt die dreistufig verstellbare Rekuperation – das geschieht mit den Schaltwippen am Lenkrad, angenehm. Bestens hinbekommen hat Opel die Abstimmung von Fahrwerk und Lenkung. Der knapp 1,8 Tonnen schwere Sports Tourer fährt sich handlich und unaufgeregt, federt verbindlich – das Facelift hinterlässt einen allgemein harmonischen Eindruck.
Vorfacelift: Der Sports Tourer Electric funktioniert einwandfrei
Bei der ersten Fahrt mit dem Kombi-Ableger Sports Tourer als Electric setzt sich das Auto eher seicht und angenehm unspektakulär aus dem Stand heraus in Bewegung, linear zieht er dann in Richtung Obergrenze – die liegt bei 170 km/h.
Der Schwerpunkt liegt angenehm tief
Mit unter 1800 Kilogramm Leergewicht ist der Opel (für einen elektrischen Kompakten) relativ schlank, der Schwerpunkt liegt tief, entsprechend mühelos fühlt er sich auch beim Verzögern oder Einlenken an. In schnell gefahrenen Kurven wird das Gewicht dann aber doch spürbar, frühes Untersteuern – erinnert an die Kupferpfunde unter dem Blech. Klasse: Der elektronische Schleuderschutz regelt tadellos, auch das Anfahrverhalten auf feuchter Straße hat die Regelelektronik nahezu schlupffrei im Griff.
Fazit von Jan Horn: Der Opel Astra Sports Tourer Electric funktioniert einwandfrei – auch ohne Sprint-Spektakel. Das universelle Können ist hier die Stütze.
Perfekte Zusammenarbeit beim PHEV
Den Sports Tourer sind wir auch als 180 PS starken Plug-in-Hybrid gefahren. Das Hybridsystem nervt nicht durch unnötiges Ruckeln, wenn sich der Verbrenner zuschaltet. Im Astra haben sie die beiden Antriebe so gut miteinander verschliffen, dass man schon hinhören muss, um zu erkennen, ob da gerade Kraftstoff verbrannt oder Strom verbraucht wird.
Im Vergleich zum Vorgänger wirkt das Cockpit hochmodern. Trotzdem behält der Astra auch Knöpfe und Tasten.
Bild: Stellantis
In den Kurven lenkt der Sports Tourer agil und exakt ein, das Fahrwerk schafft eine gute Mischung aus Sport und Komfort. Nichts klappert, vibrieren tut höchstens der Sitz, wenn die Massagefunktion (kostet Aufpreis) eingeschaltet wird. Dass Opel eine derartige Ruhe in den Astra bekommen hat, verdient Respekt.
Fazit von Andreas May: So muss ein Opel sein! Viel Platz, viele Innovationen im Kombi-Heck, viel Fahrspaß dank gelungener Mischung aus Komfort und Sport. Abzüge gibt's für den engen Fond, Applaus für den fairen Preis. Fürs Geld gibt's echt viel Opel!
Die 225-Version ist wach und fahraktiv
Auch die stärkere Version mit 225 PS haben wir getestet. Hier fällt uns ebenfalls auf, wie unauffällig und harmonisch Benziner und Elektromotor zusammenarbeiten.
Ja, im Schiebebetrieb beim Heranrollen an die Ampel kann es aus dem Antriebsstrang auch mal ruckeln, das trübt den guten Gesamteindruck aber kaum. Schlimmer finden wir, dass die Rekuperation sich per Knopfdruck zwar verstärken lässt, trotzdem aber sehr gering bleibt. Hier würden wir uns eine bessere "Motorbremse" wünschen, um dem Akku zwischendurch genügend Saft zurückzugeben. Dann wären womöglich mehr als die von uns ermittelten 50 Kilometer E-Reichweite drin.
Passend zum lebendigen Antrieb wurden beim von uns gefahrenen GSe Fahrwerk und Lenkung etwas nachgeschärft. Die Karosserie liegt zehn Millimeter tiefer, spezielle Koni-Stoßdämpfer passen sich der Fahrsituation automatisch an, die Lenkung bietet bessere Rückmeldung – daraus ergibt sich dann ein wunderbar agiles, aber immer noch komfortables Fahrerlebnis.
Fazit von Gerald Czajka: Als Plug-in-Hybrid mit 225 PS macht der Astra Sports Tourer einen wachen und fahraktiven Eindruck. Die GSe-Ausstattung müsste gar nicht sein, dafür würden wir uns eine bessere "Motorbremse" wünschen.
Test im Vorfacelift: Sports Tourer 1.2 Turbo überzeugt
Wir haben den Astra Sports Tourer mit Dreizylinder-Turbobenziner getestet. Hinten im Kofferraum überzeugt der Sports Tourer mit viel Platz, auch die Fahrwerksabstimmung gefällt uns gut. Beim Antrieb raten wir zur Automatik, wenn der Geldbeutel das hergibt. Der Verbrauch geht in Ordnung. Bei den Preisen bleibt Opel wie gewohnt absolut fair.
Test im Vorfacelift: Opel Astra Sports Tourer 1.2 Turbo Hybrid
Als Mildhybrid kann der Astra Sports Tourer unseren Erwartungen nicht ganz standhalten. 5,7 Liter Verbrauch haben wir im Test ermittelt – 0,6 Liter mehr als die WLTP-Angabe. Die Laufkultur ist mäßig, dafür ist der Kompakte gut im Zwischenspurt. Am meisten Abzüge gab es jedoch bei den Kosten: Der Anschaffungspreis ist vergleichsweise hoch, der Wertverlust hoch, die Garantie lediglich normal.
Vergleichstest: So schlägt sich der Astra gegen den VW Golf
Der Zweikampf, VW Golf gegen Opel Astra geht in die nächste Runde. In der Vergangenheit wackelte der VW zwar hin und wieder, fiel aber nicht. Das soll sich mit dem Astra L nun ändern. Ausdrucksstarkes Design, technische Verwandtschaft zu den Stellantis-Brüdern (Peugeot 308, Citroën C4, DS 4) und erstmals als Plug-in-Hybrid – aber reicht das aus, um den Golf zu schlagen?
Der Astra ist in der aktuellen Generation zum echten Hingucker geworden. Zu seinen Stärken zählen insbesondere die prima Sitze, das moderne Infotainment und das gute Licht.
Die sechste Generation des Astra hat mir von Anfang an gut gefallen. Mit der Modellpflege haben die Rüsselsheimer den Kompakten jetzt aber noch ein bisschen schicker gemacht – Kompliment! Und dass sie dem Stromer mehr Reichweite spendiert haben, kann sicherlich auch nicht schaden.
Technische Daten im Überblick
Listenpreis
22.465 – 42.410 €
Leistung
110 – 136 PS
Höchstgeschwindigkeit
199 – 210 km/h
Hubraum
1.199 – 1.498 cm3
Verbrauch (kombiniert)
4,3 – 5,9 l/100 km
0 – 100 km/h
9 – 11 s
Kofferraumvolumen
422 – 1.635 l
Anhängelast
600 – 1.550 kg
Technische Daten & Varianten
Opel Astra L, Fließheck
Bauzeitraum: seit 10/2021
4 Kraftstoffarten
Benzin
Fahrzeug-Variante
Leistung
0–100 km/h
Verbrauch
Listenpreis
Astra 1.2 Turbo 10/2021 – 04/2022
110 PS
10,5 s
5,4 l/100km
22.465 €
Astra 1.2 Turbo, Business Edition 10/2021 – 04/2022
110 PS
10,5 s
5,4 l/100km
23.350 €
Astra 1.2 Turbo, Business Edition 10/2021 – 04/2022
130 PS
9,7 s
5,4 l/100km
24.650 €
27 weitere Varianten anzeigen
Benzin/Elektro-PlugIn
Fahrzeug-Variante
Leistung
0–100 km/h
Verbrauch
Listenpreis
Astra Plug-In-Hybrid, Business Edition 10/2021 – 04/2022
150 PS
7,6 s
1 l/100km
35.800 €
Astra Plug-In-Hybrid, Business Elegance 10/2021 – 04/2023
Die Teilnahme an der Reise wurde unterstützt von der Stellantis. Unsere Standards der Transparenz und journalistischen Unabhängigkeit finden Sie unter www.axelspringer.de/unabhaengigkeit
Opel Astra
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Der Opel Astra fährt in die sechste Runde! Um gegen die Dauer-Konkurrenten VW Golf 8 und Ford Focus zu bestehen, hat Opel beim neuen Astra richtig aufgefahren und ihm jede Menge Technik spendiert.
Bild: Opel Automobile GmbH
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Endlich gibt es den Astra in der neuen Generation auch als Plug-in-Hybrid und als Elektroversion! Im Vergleich zum 2015 eingeführten Vorgänger Astra K ist der Neue kaum wiederzuerkennen.
Bild: Opel Automobile GmbH
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Er wirkt modern, sportlich und dennoch nicht überzeichnet. Nach den SUVs Mokka, Crossland und Grandland bekommt auch der Astra das Markengesicht mit dem charakteristischen "Opel Vizor"-Design verpasst.
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Das Heck ist klar gezeichnet, schmale, zweigeteilte LED-Rückleuchten sind Serie, die dritte Bremsleuchte ist vertikal angeordnet.
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Natürlich gibt es auch die neue Generation wieder als Sports Tourer. Das Design ist wie gewohnt bis zur B-Säule identisch, danach beginnt die Kombi-Form. Das Dach fällt beim Neuen optisch leicht ab, das verleiht ihm einen sportlicheren Auftritt, und mündet in einen größeren Spoiler.
Bild: Opel Automobile GmbH
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In den hat Opel auch beim Sports Tourer die vertikale dritte Bremsleuchte als kleinen Hingucker integriert. Die schmalen Rückleuchten des Fünftürers wurden ebenfalls übernommen, genau wie die insgesamt klarere Gestaltung der Karosserie, das Cockpit mit den beiden nebeneinander angeordneten Zehnzoll-Displays und die Motorenpalette.
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Klappe auf! Die gibt den Blick elektrisch surrend frei auf eine quadratische Ladefläche mit 103 cm Tiefe und Breite. Die Höhe des Kofferraums gibt Opel mit 69 cm an. Klappt man die im Verhältnis 40:20:40 teilbare Rücksitzlehne um, können bis zu 1,85 Meter lange Gegenstände verstaut werden.
Bild: Opel Automobile GmbH
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Die recht niedrige Ladekante (60 cm) ist auf Oberschenkelhöhe – gut für einen bequemen Ladevorgang ohne Hieven. Dazu haben alle Verbrenner-Astra einen doppelten Ladeboden, unter dem sich auch eine Verstaumöglichkeit fürs Kofferraumrollo versteckt.
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Positiv wirkt sich der im Vergleich zum Vorgänger vergrößerte Radstand (plus sieben Zentimeter) auf den Innenraum aus.
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Und so finden auch Große in der zweiten Reihe gute Platzverhältnisse vor – mit gefühlt einem My mehr Luft überm Haaransatz im Vergleich zum Fünftürer-Astra.
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Wir steigen nach vorne und staunen. Das Cockpit mit seinen zwei 10-Zoll-Displays sieht elegant und modern aus. Keine fetten Plastikrahmen, alles stimmig im Armaturenbrett positioniert, leicht zum Fahrer geneigt. Moment!
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Bevor Sie jetzt voreilig zur Kritik ansetzen – Klimabedienung und Lautstärke bleiben ablenkungsfrei justierbar. Der Astra hat Knöpfe. Sogar der Home-Button des Infotainments muss nicht krampfig auf dem Display getoucht werden, sondern hat eine eigene Taste unterm Monitor.
Bild: Opel Automobile GmbH
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Auch das neu gestaltete Lenkrad, dessen Hupknopf die Form des Grills zitiert, ist mit Knöpfen bestückt, die sich satt drücken lassen. An Sitzposition und Ergonomie gibt es beim Probesitzen nichts auszusetzen. Das vordere Gestühl ist etwas tiefer montiert als bisher, das Dach ist etwas flacher.
Bild: Opel Automobile GmbH
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Hinten wird es für die Knie eng, wenn der Vordersitz auf einen 1,95-Meter-Menschen eingestellt bleibt. Befindet sich vorne eine durchschnittlich große Person, dann sitzt es sich im Fond auch für Große gut.
Bild: Opel Automobile GmbH
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Mit einer kleinen Einschränkung allerdings, denn die Sitzfläche im Fond ist für lange Oberschenkel etwas zu kurz, Hüft- und Kniewinkel sind dadurch recht spitz. Jedoch: Kopf- und Fußfreiheit sind gut, sodass sogar Redakteur Peter R. Fischer hinten quasi formschlüssig Platz findet.
Bild: Opel Automobile GmbH
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Das Kofferraumvolumen gibt Opel mit 422 Liter, respektive 1339 Litern an. Das gilt jedoch nur für die Verbrenner-Versionen des Astra. Der hier abgebildete Plug-in-Hybrid nimmt weniger Gepäck auf: 352 bis 1268 Liter.
Bild: Opel Automobile GmbH
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Im Sports Tourer wächst das Kofferraumvolumen bei den reinen Verbrennern auf 597 bis 1634 Liter (Vorgänger: 540 bis 1630 Liter). Der Plug-in-Hybrid kann auch hier weniger laden: 516 Liter bis 1553 Liter passen in den elektrifizierten Kombi.