Head-up-Displays im AUTO BILD-Test

Ausgewählte Produkte in tabellarischer Übersicht
1.
Testsieger
Cartrend Head-up-Display
gut (1,9)
2.
Kairiyard KY-01 5" HD
gut (2,1)
3.
Totmox ODB2-E350 Head Up Display
gut (2,4)
4.
iKikin Head up Display HUD-M11
befriedigend (2,5)
4.
Keenso KFZ 5,5Zoll Head Up Display
befriedigend (2,5)
6.
iKikin Head up Display OBD2+GPS M7
befriedigend (2,6)
6.
Wisamic M8 Head up Display Car
befriedigend (2,6)
6.
Younicer OBD2-X5 Head up Display
befriedigend (2,6)
Head-up-Displays haben ihren Ursprung im Flugzeugbau. Schon zur Zeit des zweiten Weltkriegs wurden mit Lösungen, die ähnlich funktionierten wie moderne Head-up-Displays, Informationen ins Sichtfeld des Piloten projiziert. Aus dem gleichen Grund begannen Automobilhersteller in den achtziger Jahren damit, Head-up-Displays in Autos zu verbauen. Das Anzeigesystem informiert über Geschwindigkeit, Drehzahl oder Motortemperatur, ohne dass der Fahrer den Blick von der Straße nehmen muss. Zumindest ist das bei original verbauten Systemen so. Doch gilt es auch für Nachrüstlösungen? AUTO BILD und COMPUTER BILD haben den Test gemacht!

Testsieger im AUTO BILD-Head-up-Display-Test: Cartrend Head-up-Display 10632

Cartrend Head-up-Display (10632)
Head-up-Display (10632)
Cartrend
Head-up-Display (10632)

gut (1,9)

  • Gute Anleitung
  • Wiederverwendbares Klebepad zur Befestigung
  • Gute Ablesbarkeit
  • Viele Features
  • Bedienung geschieht etwas umständlich über einen Dreh-Drückschalter
Preis 55,00 €
Mit der Note 1,9 (gut) konnte sich das Cartrend Head-up-Display 10632 den Testsieg sichern. Das Head-up-Display überzeugt mit einer einfachen Inbetriebnahme und einer recht leichten Installation – nur auf sehr runden Armaturenbrettern kann die Befestigung durch das Klebepad etwas kniffelig werden. Das Display zeigt sowohl die Geschwindigkeit als auch die Öl- und Kühlwassertemperatur sowie die Batteriespannung und den Benzinverbrauch an. Ebenso sind eine Lenkzeitwarnung und eine Schaltanzeige vorhanden. Die Projektion auf den aufklappbaren Reflektor ist gut, nur bei direkter Sonneneinstrahlung ist es etwas eingeschränkt. Die Helligkeit ist manuell einstellbar, regelt sich aber auch automatisch. Dank des recht günstigen Preises von 55 Euro ist das Cartrend Head-up-Display gleichzeitig auch unser Preis-Leistungs-Sieger.

So haben AUTO BILD und Computer BILD getestet

Bei einigen Head-up-Displays muss eine Folie im Sichtfeld des Fahrers angeklebt werden. Oft eine eher fummelige Angelegenheit.
Direkt nach dem Auspacken wurden erst einmal der Lieferumfang und die Anleitung bewertet. Ist sie leicht verständlich? Gibt es auch einen deutschen Teil? Dann wurde auf den Einbau geschaut: Wie lang ist das mitgelieferte Kabel? Wie wird der Projektor auf dem Armaturenbrett befestigt? Wird eine extra Folie auf die Scheibe geklebt? Muss etwas konfiguriert werden? Werden die Informationen über den OBD2-Stecker abgerufen?
Alle Head-up-Displays ziehen die projizierten Informationen über die OBD2-Buchse des Autos. Je nach Position der Buchse können so Kabel behindern.
Dann ging es an die Bedienung: Wie einfach lässt sich zwischen verschiedenen Geschwindigkeitseinheiten wechseln? Werden durchgängig alle Informationen angezeigt, oder kann man sich die wichtigsten Informationen zusammenstellen? Gibt es eine App-Steuerung? Kann man das Head-up-Display mit dem Fahrzeug synchronisieren? Dann wurde auf die Komfortfunktionen geschaut: Lassen sich Lenkzeiten anzeigen und einstellen? Gibt es eine Warnung bei Überschreiten der Geschwindigkeit oder der Drehzahl? Lassen sich Informationen wie Fahrtdauer, gefahrene Strecke oder Kraftstoffverbrauch abrufen? Kann die Beschleunigungszeit von 0 auf 100 gestoppt werden?
Bei runden oder zerklüfteten Armaturenbrettern (wie hier im Dacia Jogger) ist die Befestigung des Projektors nicht immer einfach. Klebepads halten oft nicht ausreichend.
Zum Schluss wurde die Projektion bewertet: Wie groß ist die maximale Projektionsfläche? Wie ist die Ablesbarkeit? Stellt die Symbole und Werte gut dar? Ist sie bei Gegenlicht noch hell genug? Wie wirkt es bei direkter Sonneneinstrahlung? Ist die Helligkeit manuell einstellbar, oder gibt es auch einen Automatikmodus? Oder blendet das Head-up-Display eher bei Nacht?

Die Testergebnisse im Überblick

Die Inbetriebnahme aller acht Head-up-Displays gestaltet sich durchaus simpel: Kabel an die OBD-Schnittstelle anschließen, entlang der A-Säule verstecken und Gerät anschalten, ohne umfangreiche Konfigurationen vornehmen zu müssen. Erste Unterschiede zeigen sich allerdings bei den Bedienungsanleitungen. Verfügt der Testsieger von Cartrend über eine ausführliche Anleitung in deutscher Sprache, liegen bei den Geräten von iKikin nur deutsche Kurzanleitungen bei. Bei den anderen fünf Displays liegt nur eine englische Version bei.
AUTO BILD und COMPUTER BILD haben acht Nachrüst-Head-up-Displays zwischen 35 und 60 Euro getestet.

Die Befestigung am Armaturenbrett erfolgt meist über wiederverwendbare Klebe- bzw. Gummipads, auf denen die Head-up-Displays festgehalten werden. Lediglich das Produkt von Kairiyard kommt mit doppelseitigen Klebebandstreifen, die nur ein Mal benutzt werden können – sie halten das KY-01 aber auch an Ort und Stelle. Probleme gibt es allerdings bei den Geräten mit etwas größerer Auflagefläche von Cartrend, Totmox und Keenso. Besonders bei geschwungenen Armaturenbrettern ist die Kontaktfläche sehr klein.
Das Head-up-Display von Kairiyard verfügt nicht nur über eine detaillierte Drehzahlanzeige – es hilft mit einer mehrfarbigen LED-Schaltempfehlung auch beim ökologischen Fahren.

In unserem Test haben sich zwei verschiedene Techniken beweisen müssen: Während die Head-up-Displays von Cartrend und Kairiyard über eine integrierte Projektionsfläche verfügen, werfen die restlichen sechs Geräte die Anzeigen direkt auf eine Reflektorfolie, die an der Windschutzscheibe angebracht werden muss. Das ist in den meisten Fällen jedoch sehr umständlich, und auch die Qualität der Anzeige überzeugt nicht. Oftmals wirkt die Darstellung verschwommen und unklar.

Fazit zum Head-up-Display-Test

Wer in seinem Auto über kein werksseitig verbautes Head-up-Display verfügt, kann es ganz einfach und kostengünstig nachrüsten. Allerdings sollte die Wahl des Geräts auch abhängig von der Geometrie des Armaturenbretts getroffen werden. Der Testsieger von Cartrend überzeugt zwar in vielen Bereichen, jedoch kann die kleine Kontaktfläche bei geschwungenen Armaturenbrettern zu Problemen führen. Unser Test hat auch gezeigt, dass Geräte mit integrierter Projektionsfläche deutlich benutzerfreundlicher sind als Geräte, bei denen die Anzeigen auf eine Reflektorfolie an der Windschutzscheibe geworfen werden.

Nützliches Wissen rund um Head-up-Displays

Welches ist das beste Head-up-Display?

Pfeil
Im großen AUTO BILD-Head-up-Display-Test konnte sich das Cartrend Head-up-Display den Testsieg sichern. Das Head-up-Display überzeugt mit einer einfachen Inbetriebnahme und einer recht leichten Installation – nur auf sehr runden Armaturenbrettern kann die Befestigung durch das Klebepad etwas kniffelig werden. Es zeigt sowohl die Geschwindigkeit, als auch die Öl- und Kühlwassertemperatur sowie die Batteriespannung und den Benzinverbrauch an. Ebenso sind eine Lenkzeitwarnung und eine Schaltanzeige vorhanden. Die Projektion auf den aufklappbaren Reflektor funktioniert gut, nur bei direkter Sonneneinstrahlung ist sie etwas eingeschränkt. Die Helligkeit ist manuell einstellbar, regelt sich aber auch automatisch.

Was kostet ein gutes Head-up-Display?

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Der Testsieger im AUTO BILD Head-up-Display-Test, das Cartrend Head-up-Display, ist zu einem Preis von 55 Euro erhältlich. Dadurch erringt das Gerät auch gleichzeitig den Preis-Leistungs-Sieg.

Welche Arten von Head-up-Displays gibt es?

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Beim klassischen Head-up-Display werden alle relevanten Informationen direkt auf die Windschutzscheibe projiziert. Bei Nachrüstlösungen wird dafür meist eine Reflektorfolie an der Frontscheibe angebracht. Außerdem gibt es noch das Combiner Head-up-Display, bei dem die Infos auf eine kleine spezielle Kunststoffscheibe direkt am Gerät geworfen werden.

Welche Informationen werden über ein Head-up-Display angezeigt?

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Werksseitig verbaute Head-up-Displays zeigen in den meisten Fällen die aktuelle Geschwindigkeit, Navigationshinweise, Warnmeldungen oder den Drehzahlmesser an. Bei umfangreichen Systemen kann auch das Radio oder die Freisprecheinrichtung darüber bedient werden. Die meisten nachgerüsteten Head-up-Displays können Informationen zu Geschwindigkeit, Drehzahl, Öltemperatur, Kühlwassertemperatur, Batteriespannung und Spritverbrauch liefern.

Von

Lars Golly
Matthias Prinz