
Wenn ich meinen Eltern glauben darf, war mein erstes Wort "Auto" – und schon als Dreijähriger habe ich fröhlich auf der Rückbank ihres VW Passat gesessen und ihnen stolz jedes Automodell genannt, das uns gerade entgegenkam. Wenn ich das nicht gemacht habe, habe ich mit meinen Spielzeugautos gespielt und laut die Motorengeräusche nachgemacht. Schon früh waren Autos mein Lebensmittelpunkt – und sie sind es bis heute. Besonders alte Autos haben es mir angetan.
Vielleicht habe ich auch ein paar Motorengeräusche gesummt, als ich mir meinen ersten Oldtimer gekauft habe und schon mal am Steuer Probe saß. Fahren war damals noch nicht drin. Ich war erst 17, noch Schüler – und der 1957er Buckelvolvo, den ich gekauft hatte, war mehr als schrottreif. Drei Jahre habe ich mir selbst beigebracht, wie die Technik, ein Schweißgerät und eine Flex funktionieren und habe den Wagen von Grund auf neu aufgebaut. Parallel dazu entdeckte ich auch meine Leidenschaft fürs Schreiben: Über die Restaurierung habe ich damals im Jahr 2013 angefangen, einen Blog namens "Watt'n Schrauber" zu führen.
Nach einem Ingenieursstudium konnte ich 2019 meine Leidenschaften bei AUTO BILD zum Beruf machen. Nachdem ich erst zwei Jahre als freier Mitarbeiter im Ratgeber-Ressort tätig war, konnte ich 2021 als fester Mitarbeiter in das Ressort Produkttest wechseln, das ich inzwischen für AUTO BILD leite. Seitdem fuchse ich mich in die Technik verschiedenster Produkte rund um das Thema Auto ein, entwickle Testabläufe und habe beim eigentlichen Testen immer unheimlich viel Spaß. Kein Tag in diesem Beruf ist wie der andere. Mein spannendster Einsatz war bisher der Feuerlöscher-Test, bei dem leider ein alter Kombi Raub der Flammen werden musste.
Das tat mir ein bisschen weh, denn mein Mitleid mit schrottreifen Autos ist bis heute immer noch groß. Sieben Autos umfasst mein kleines Heim für ungeliebte Kisten inzwischen – und den Blog über all die Schraubereien an ihnen betreibe ich bis heute.





















