Vorzelte gehören für viele Camper zur Grundausstattung. Sie erweitern den Platz vor Zelt, Wohnwagen oder Wohnmobil um einen geschützten Aufenthaltsraum und sorgen für mehr Bewegungsfreiheit. Neben zuverlässigem Wetterschutz bieten aktuelle Modelle clevere Lösungen wie variable Eingänge, große Fensterflächen und effektive Belüftung. AUTO BILD hat verschiedene Campingvorzelte getestet und zeigt, welche Varianten in Sachen Praxis und Komfort überzeugen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Verwendungszweck: Campingvorzelte schaffen zusätzlichen Wohnraum vor Zelt, Wohnwagen oder Camper. Sie eignen sich zum Sitzen, Kochen und Lagern und erhöhen den Komfort auf Reisen deutlich.
  • Testkriterien: Bewertet wurden Aufbauaufwand, Packmaß, Stabilität, Materialqualität, Belüftung, Lichtdurchlass, Standfestigkeit bei Wind und Alltagstauglichkeit.
  • Testerkenntnisse: Gestängezelte punkten mit geringem Packmaß und hoher Stabilität, benötigen aber mehr Aufbauzeit. Luftzelte lassen sich schneller aufbauen, sind schwerer und weniger wintertauglich.
  • Kauf-Tipp: Vor dem Kauf Einsatzdauer und Fahrzeugtyp klären. Für häufiges Umziehen sind kompakte Modelle mit schnellem Aufbau ideal, für längere Standzeiten lohnen stabile und geräumige Varianten.
  • Sicherheit: Beim Aufbau auf sicheren Stand achten, hochwertige Heringe nutzen und Stolperfallen vermeiden. Bei Wind regelmäßig Abspannungen kontrollieren und Zelte nach Regen zeitnah trocknen.

Gestängezelte – der stabile Klassiker

Diese Art ist sozusagen der Zelt-Ur-typ und doch nicht aus der Zeit gefallen. Denn der Klassiker bietet einige Vorteile gegenüber dem modernen Luftzelt. Zunächst sei hier das geringe Packmaß samt Gewicht genannt. Und gerade auf kleine Verpackungsmaße kommt es beim Verreisen mit dem Campingbus an, da nicht viel Stauraum zur Verfügung steht. Des Weiteren kann ein Gestängezelt problemlos das ganze Jahr über im Einsatz sein. Dank des stabilen Gerüsts hält es Wind und Schnee besser Stand. Den Aufbau eines Gestängezeltes erledigen auch geübte Camper besser zu zweit. Apropos Aufbau: Hier muss man keine Angst haben, denn so kompliziert wie früher ist der Aufbau meist gar nicht mehr. Viele Hersteller markieren mittlerweile die Stangen farblich, sodass die Prozedur selbsterklärend und einfach funktioniert.

Sieger des Gestängezelte-Vorzelte-Tests: Outwell Lakecrest

Test-Empfehlung

Outwell

Lakecrest

sehr gut
  • Pro IconFarbiges Gestänge
  • Pro IconKleines Packmaß
  • Contra IconKleiner Innenraum
  • Contra IconDunkler Zeltstoff
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Als kompaktes Zelt mit integrierter Bodenplane bietet das Lakecrest einen kleinen Innenraum. Die an die Hülle angenähte Anleitung kann nicht verloren gehen. Farbige Markierungen erleichtern den Aufbau. Ein Kederadapter in zwei Größen ermöglicht den Anschluss an unterschiedliche Kederleisten. Nachts sind die neonfarbenen Heringe gut sichtbar. Am Bus steht das Zelt perfekt, freistehend hapert es mit der Stabilität. Pluspunkt von kleinen Zelten: das geringe Packmaß.

Preis-Leistungs-Sieger bei den Gestängezelten: Brunner Beyond

Test-Empfehlung

Brunner Outdoor

Beyond

gut
  • Pro IconSteht perfekt frei
  • Pro IconNeonfarbene Seite
  • Contra IconKeine Bodenplane
  • Contra IconDünne Sturmseile
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Erster Eindruck nach dem Aufbau: Das Brunner Beyond ist ein helles, luftiges und großes Vorzelt. Beim Test fallen die große Innenstehhöhe, der Verschlussmechanismus des Gestänges und die neonfarbenen, aber dünnen Sturmseile auf. Bevor der Aufbau startet, muss das Zelt mit dem Fahrzeug verbunden werden, mittels der Kederleiste in zwei Größen. Die Seitenbereiche der Tür spenden mit durchsichtiger Folie viel Licht. Das Zelt punktet mit einem geringem Packmaß.

Gestängezelte im Vergleich

Testsieger
Preis-Leistungs-Sieger
Outwell
Lakecrest
Brunner Outdoor
Beyond
Qeedo
Quick Base
Frankana Freiko
Travel Extra
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2350/3200/ 2140 mm
2400/3400/ 2100 mm
2200/3200/3200 mm
2400/3400/2150 mm
620/310/310 mm
750/250 mm (Länge/Durchmesser)
300/300/1120 mm
790/270/200 mm
11,1 kg
12 kg
17,5 kg
15 kg
  • Farbiges Gestänge
  • Kleines Packmaß
  • Reparaturset
  • Steht perfekt frei
  • Neonfarbene Seite
  • Heller Innenraum
  • Multifunktional
  • Heringe mit Gewinde
  • Cleveres Klicksystem
  • Gestänge mit Federn
  • Gute Stehhöhe
  • Heller Zeltstoff
  • Kleiner Innenraum
  • Dunkler Zeltstoff
  • Abgerundetes Dach
  • Keine Bodenplane
  • Dünne Sturmseile
  • Scharfe Kanten
  • Großes Packmaß
  • Schleuse knifflig
  • Kaum Fenster, daher dunkel
  • Keine Anleitung
  • Dünnes Zeltmaterial
  • Verfärbungen im Stoff

Luftzelte – eine Luftnummer?

Seit Jahren schon begeistern Luftzelte die Campingfreunde. Statt Gestänge bieten aufgepumpte Luftschläuche dem Zelt die gewünschte Stabilität. Sie haben ihre Vorteile. Zum einen können Luftschläuche nicht brechen, höchstens Löcher bekommen und sind dann schnell geflickt oder einfach ersetzt. Zum anderen gestaltet sich der Aufbau deutlich einfacher, denn es sind meist nur zwei bis drei Hauptluftschläuche am Zelt und einzelne Distanzschläuche für die Zwischenräume zu befüllen. Der Nachteil des Systems ist der Abbau. Denn es braucht Übung und Geduld, die Luft wieder komplett aus den Schläuchen herauszudrücken. Durch das zusätzliche Material der Schläuche sind Luftzelte meist auch schwerer und haben größere Packmaße. Für Wintercamping und stürmische Urlaubsregionen sind diese Zelte nur sehr bedingt einsetzbar.

Sieger des Luftzelt-Tests: dwt Patron Air HQ

Test-Empfehlung

DWT-Zelte

DWT Patron Air HQ

sehr gut
  • Pro IconLuftpumpe mit dabei
  • Pro IconVerarbeitung
  • Contra IconHohes Gewicht
  • Contra IconGroßes Packmaß
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Bei dem Zelt vom deutschen Hersteller dwt gefällt, dass die Pumpe im Lieferumfang enthalten ist und der Aufbau leicht gelingt – Zuerst die Luftschläuche und dann das Zelt aufpumpen. Dieses verfügt über drei Ventile. Sechs Schläuche dienen als Distanzhalter. Praktische Details: Fliegenschutz an den Fenstern und die aufrollbare Trenntür zum Fahrzeug. Tiefe Fenster spenden Licht. Nachteil ist das große Packmaß.

Preis-Leistungs-Sieger bei den Luftzelten Quick'n Easy Air

Test-Empfehlung

StarCamp

Quick'n Easy Air 325

gut
  • Pro IconVentile mit Gewinde
  • Pro IconReparaturset inklusive
  • Contra IconEinfache Heringe
  • Contra IconUnbequemer Träger
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Zubehörgroßhändler Frankana Freiko bietet von der Dorema-Günstigmarke StarCamp ein kostengünstiges Allrounderzelt an. Gut gefallen die Aufbauanleitung, der bündige Anschluss ans Fahrzeug, die Verarbeitungsqualität und der Fliegenschutz an den Fenstern. Eine Luftpumpe liegt bei. Außergewöhnlich: Gummischlaufen für die Heringe. Für den perfekten Aufbau fehlte ein Distanzschlauch.

Luftzelte im Vergleich

Testsieger
Preis-Leistungs-Sieger
DWT-Zelte
DWT Patron Air HQ
StarCamp
Quick'n Easy Air 325
Gentletent
GT Home Van
Dometic Outdoor
Dometic HUB 2.0
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2400/3400/ 2240mm
2400/2650/2100 mm
2060/2730/3920 mm
2300/2300/ 2350 mm
950/350/490 mm
800/330/340 mm
700/400/300 mm
830/310/310 mm
24 kg
13 kg
21,5 kg
13,8 kg
  • Luftpumpe mit dabei
  • Verarbeitung
  • Viele Fenster
  • Ventile mit Gewinde
  • Reparaturset inklusive
  • Hochwertiges Material
  • Auffälliges Design
  • Tiefe Fenster
  • Freiluft-Gefühl
  • Beste Tragetasche
  • Nur zwei Ventile
  • Stabile Verschlüsse
  • Hohes Gewicht
  • Großes Packmaß
  • Zu allgemeine Anleitung
  • Einfache Heringe
  • Unbequemer Träger
  • Niedrige Stehhöhe
  • Verarbeitungsqualität
  • Keine Anleitung
  • Keine Pumpe & Heringe
  • Grundfläche klein
  • Partypavillon-Charakter
  • Viel Verpackungsmüll

So haben wir getestet

Zuerst erfolgte die Begutachtung der Dachzelte in ihrer zusammengepackten Form: Dabei spielten neben dem Gewicht auch die Maße des verstauten Zelts eine Rolle und wie sich diese transportieren lassen. Zudem haben wir einen Blick in die Aufbauanleitung geworfen und geschaut, wie verständlich sie formuliert ist und, ob Sicherheitshinweise aufgelistet sind.
Ein Kofferaum in dem das zusammengepackte Dachzelt liegt
Eines unserer Testkriterien: Wieviel Platz nehmen die Vorzelte zusammengepackt ein?
Bild: AUTO BILD, Sven Krieger
Erst dann ging es an den Aufbau und die Beurteilung des Aufwands mit Hilfe der benötigten Zeit und des subjektiv empfundenen Schwierigkeitsgrads durch die Tester. Das Hauptaugenmerk lag darauf, wie einfach sich das Zelt am VW Bus befestigen ließ und wie die Aufbauart von der Hand ging - natürlich abhängig von der Bauform des Vorzeltes. Bei Klappzelten ging es um die Funktionsweise des Mechanismus, bei Steckzelten um die Passform der Zangen und das Überziehen des Stoffes. Bei Zelten zum Aufblasen wurde ebenfalls der zeitliche und körperliche Aufwand bewertet. Während des Aufbaus lag der Fokus außerdem auf mögliche Verletzungsgefahren und die Verarbeitungsqualität einzelner Komponenten. Besonders in windigen Regionen ist die Qualität der Heringe sehr wichtig. Einige verbogen sich schon sehr schnell auf dem harten Marschboden, auf denen die Vorzelte getestet wurden.
Die AUTO BILD Tester montieren eine Zeltplane inkl. Gestänke der Vorzelte
Der Aufbau sollte idealerweise mühelos und simpel sein.
Bild: AUTO BILD, Sven Krieger
Nach dem Aufbau konnten sowohl die Außen- als auch die Innenmaße bewertet werden. Weitere Kriterien waren, ob das Zelt mit einem Boden sowie Fenstern, Fliegengittern und Haken für eine Lampe ausgerüstet sind. Dann folgte die Beurteilung der Standfestigkeit und die Suche nach Verarbeitungs- und Qualitätsmängeln. Ebenfalls nicht ganz unwichtig waren diese Fragen: Riecht es stark nach Plastik oder Gummi? Verfliegt der Geruch nach einiger Zeit? Abschließend ging es um das Zusammenpacken: Lassen sich die Zelte einfach zerlegen oder auseinanderfalten? Wie einfach lassen sich die Zelte wieder in ihren Taschen verstauen?
Testerteam beim Aufbau der Dachzelte
Jedes Zelt wurde aufgebaut von innen und außen bemessen.
Bild: AUTO BILD, Sven Krieger

Fazit zum Bus-Vorzelte-Test

Was für ein aufwendiger Test! Zwölf Stunden haben meine Kollegen Lars Golly und Matthias Prinz mit mir (Helene Schmidt) Zelte auf- und abgebaut. Am Ende kamen wir zu überraschenden Erkenntnissen: Teuer muss nicht automatisch gut sein und günstig nicht schlecht. Und noch ein Tipp: Achten Sie genau darauf, was alles in der Originalverpackung sein soll, und zählen Sie die Teile nach dem Kauf gleich durch.

Wissenswertes über Bus-Vorzelte

Vorzelttypen und Kosten

Welches Vorzelt für einen das richtige ist, hängt vor allem von den individuellen Campinggewohnheiten ab. Wer eher in den Sommermonaten verreist, dem reicht meist ein Sonnendach. Wer hingegen viel im Norden Europas unterwegs ist, sollte ein Modell wählen, das stärkere Winde und viel Regenwasser abhält. So haben wetterfeste Vorzelte speziell überklebte Nähte, damit kein Wasser durch die Nahtlöcher dringt. Auch die Dauer des Aufenthalts ist ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl.

Vorzeltgröße ermitteln

Wer sein Vorzelt am Wohnmobil anbringen möchte, kann dies zum Beispiel mit Hilfe einer sogenannten Kederschiene tun. An einem Wohnwagen ist diese meist schon angebracht, beim Wohnmobil muss sie manchmal nachgerüstet werden. Die Kederschiene befindet sich an der Dachkante der Türseite. Sie hilft bei der Aufnahme des Keders, der am Vorzelt angenäht ist und verbindet diese fest mit dem Fahrzeug. Die Länge dieser Kederschiene bestimmt das Umlaufmaß, das wiederum die Größe des Vorzeltes bestimmt. Wichtig: Das Vorzelt sollte die richtige Größe haben, da es ansonsten Falten wirft oder in der Luft schwebt.

Diese Dinge sollten Sie beim Erstkauf außerdem beachten

Beim Erstkauf eines Bus-Vorzelts gibt es einige wichtige Dinge zu beachten. Zuerst sollten Sie das Zelt sofort nach dem Kauf auf Vollständigkeit der mitgelieferten Teile überprüfen. Bevor Sie auf Reisen gehen, empfiehlt es sich, den Auf- und Abbau des Zeltes im Garten oder auf einer Wiese zu üben, um Stress und Zeit im Urlaub zu sparen. Wenn Sie sich für ein Luftzelt entscheiden, achten Sie darauf, ob eine Luftpumpe mitgeliefert wird. Falls nicht, sollten Sie eine Pumpe mit Bar-Anzeige und Doppelhub besorgen. Beim Einpacken des Zeltes ist es ratsam, es möglichst trocken zu halten. Wenn es beim Abbau regnen sollte, warten Sie nicht länger als 14 Stunden mit der Trocknung. Zur zusätzlichen Sicherheit und zum Schutz des Zeltbodens sollten Sie eine stabile Bodenplane besorgen. Verwenden Sie neonfarbene Sturmleinen und hochwertige Zeltheringe für mehr Sicherheit, insbesondere im Dunkeln. Oft enthalten die Originalverpackungen günstige Zeltheringe, die schnell brechen können. Es ist daher ratsam, hochwertige Heringe für den entsprechenden Untergrund im Campingfachhandel zu kaufen.

Häufige Fragen zu Vorzelten

Was sind Bus-Vorzelte und wofür werden sie verwendet?

Bus-Vorzelte sind speziell entworfene Zeltstrukturen, die an Busse oder Wohnmobile angebracht werden können. Sie dienen als Erweiterung des Wohnraums und bieten zusätzlichen Platz im Freien, oft zum Entspannen, Kochen oder Essen.

Welche Arten von Bus-Vorzelten sind verfügbar?

Es gibt verschiedene Arten von Bus-Vorzelten, darunter freistehende Vorzelte, die unabhängig vom Fahrzeug aufgestellt werden können, sowie anbaubare Vorzelte, die fest mit dem Bus verbunden sind. Sie variieren auch in Größe, Form und Materialien.

Wie werden Bus-Vorzelte am Fahrzeug befestigt?

Die Befestigungsmethode hängt vom spezifischen Vorzelt und Fahrzeugtyp ab. Einige Vorzelte verwenden Klemmen oder Gurte, um am Bus befestigt zu werden, während andere möglicherweise eine spezielle Schiene oder Montagepunkte erfordern. Es ist wichtig, die Anweisungen des Herstellers sorgfältig zu befolgen, um eine sichere Befestigung zu gewährleisten.

Welche Funktionen bieten Bus-Vorzelte?

Bus-Vorzelte bieten oft zusätzlichen Stauraum für Campingausrüstung, Fenster und Belüftung für eine angenehme Atmosphäre sowie Optionen für zusätzliche Schlafbereiche. Einige fortschrittlichere Modelle können sogar mit Erweiterungen wie integrierten Bodenplanen, Sonnendächern und optionalen Zusatzwänden ausgestattet sein.

Wie pflegt man ein Bus-Vorzelt?

Die Pflege eines Bus-Vorzelts beinhaltet regelmäßige Reinigung, insbesondere nach dem Gebrauch in staubigen oder schlammigen Bedingungen, um Schmutzansammlungen zu vermeiden. Es ist wichtig, alle Anweisungen des Herstellers zur Reinigung und Lagerung zu befolgen, um die Lebensdauer des Vorzelts zu maximieren. Darüber hinaus sollten potenzielle Schäden wie Risse oder undichte Nähte regelmäßig überprüft und bei Bedarf repariert werden.