Welcher Eiskratzer bricht das Eis und sorgt für gute Sicht?
Im Winter gehört der Eiskratzer zur Pflichtausstattung – doch welcher kratzt wirklich gründlich und schonend? AUTO BILD hat gemeinsam mit Carglass zwölf Modelle getestet. So sehr unterscheiden sich die Ergebnisse!
Info: Bei Notengleichheit in der Bestenliste sortieren wir ab sofort nach unseren internen Testergebnissen, in denen wir auf drei Nachkommastellen genau rechnen.
Wer keine Garage oder Standheizung hat, steht im Winter schnell vor vereisten Scheiben. Improvisierte Lösungen wie heißes Wasser sind keine gute Idee – gefragt sind zuverlässige Enteiser-Sprays oder klassische Eiskratzer. Doch die unscheinbaren Helfer müssen einiges leisten: Sie sollen hartnäckiges Eis gründlich entfernen, ohne die Autoscheibe zu beschädigen. Genau hier zeigen sich große Unterschiede. Der AUTO BILD-Eiskratzer-Test 2026 in Kooperation mit Carglass macht deutlich, welche Modelle effektiv und schonend arbeiten – und welche nicht überzeugen.
Das Wichtigste in Kürze
Verwendungszweck: Eiskratzer sind unverzichtbar, um Eis von Autoscheiben zu entfernen. Dabei dürfen sie die Scheibe jedoch keinesfalls zerkratzen – genau das tun jedoch viele Modelle.
Testkriterien: Geprüft wurden die Kratzleistung bei dünnem und dickem Eis, die Materialqualität von Klinge und Griff, die Handhabung, mögliche Zusatzfunktionen sowie potenzielle Scheibenbeschädigungen.
Testerkenntnisse: Einige Eiskratzer versagen bei dicken Eisschichten, andere verursachen durch minderwertige Materialien Kratzer auf der Scheibe. Nur wenige Modelle verbinden eine hohe Kratzleistung mit einer zugleich schonenden Wirkung.
Kauf-Tipp: Achten Sie auf eine durchdachte Klingenkonstruktion, beschichtete Griffe mit sicherem Halt und eine gute Ergonomie. Modelle mit Schneebesen oder langem Griff erhöhen den Komfort. Billige Materialien dringen oft schlecht durchs Eis und erhöhen das Risiko von Scheibenkratzern.
Anwendungs-Tipp: Halten Sie die Scheiben möglichst sauber, um Kratzer zu vermeiden. Üben Sie beim Kratzen nur moderaten Druck aus und ersetzen Sie beschädigte oder gebrochene Eiskratzer umgehend.
Testsieger im AUTO BILD-Eiskratzer-Test (2026): Heyner Snowstar Pro XXL
Wie der Name Snowstar Pro XXL bereits verrät, handelt es sich bei diesem Eiskratzer von Heyner nicht um ein kompaktes Modell. Ausgestattet mit Messingklinge, Eisbrecher und Schneebesen bringt er alles mit, was man bei einem verschneiten und vereisten Auto benötigt. Auch im ausgezogenen Zustand lässt sich der lange Eiskratzer gut führen – selbst bei SUV und Transportern.
Der Moosgummigriff sorgt dabei jederzeit für sicheren Halt. Das Eiskratzen gelingt sowohl mit der Messing- als auch mit der Kunststoffklinge mühelos. Besonders positiv: Der Snowstar Pro XXL arbeitet äußerst schonend auf der Scheibe. Weder Messingklinge noch Eisbrecher oder Kunststoffkante hinterlassen sichtbare Spuren.
Einziger Schwachpunkt ist minimaler Abrieb an der Kunststoffklinge. Die sperrige Größe erschwert zwar die Aufbewahrung im Fahrzeug, doch in der Praxis überzeugt der Eiskratzer auf ganzer Linie. Mit der Note 1,6 (gut) sichert sich der Snowstar Pro XXL verdient den Testsieg.
Wie bereits im letzten AUTO BILD-Eiskratzer-Test überzeugt das Modell von Petex erneut mit sehr guter Kratzleistung bei dünnem wie dickem Eis sowie beim Handling. Der Moosgummigriff liegt angenehm in der Hand und ermöglicht präzises Arbeiten. Selbst hartnäckiges Eis lässt sich mit vergleichsweise geringem Kraftaufwand entfernen.
Dabei bleiben die Scheiben unversehrt: Sowohl auf sauberem als auch auf verschmutztem Glas hinterlässt der Kratzer keine Spuren. Für den Einsatz am Pkw ist das Modell eine klare Empfehlung, für größere Fahrzeugklassen jedoch aufgrund der kompakten Bauform weniger geeignet. Mit starker Leistung bei gleichzeitig günstigem Preis von nur acht Euro sichert sich der Petex den zweiten Platz und wird Preis-Leistungs-Sieger.
So hat AUTO BILD getestet
Kunstfrost in der Kältekammer: Jede Autoscheibe wurde mit einer exakt dosierten Wassermenge gleichmäßig vereist. Dabei bekam sie eine dickere und eine dünnere Eisschicht verpasst.
Bild: Sven Krieger/ AUTO BILD
Den Eiskratzer-Test führte AUTO BILD gemeinsam mit Carglass in Hamburg durch. Unterstützt wurde die Redaktion von Carglass-Experte Tobias Hammerich, der mit seiner Scheiben-Expertise bei der Bewertung zur Seite stand.
Zentrales Testkriterium war die Kratzleistung. Um diese realistisch zu prüfen, wurden sowohl neue als auch gebrauchte Frontscheiben in einem auf minus 20 Grad vorkonditionierten Kühlcontainer eingefroren und anschließend mit einer dünnen sowie einer dicken Eisschicht versehen.
Die heruntergekühlten Eiskratzer müssen sich an der dicken und dünnen Eisschicht beweisen. Wir bewerten die Kratzleistung, den Kraftaufwand und die Handhabung.
Bild: Sven Krieger/ AUTO BILD
Auch die Schaber wurden vor Beginn des Praxistests auf minus 20 Grad heruntergekühlt. Anschließend musste jeder Eiskratzer ein fest definiertes Testszenario durchlaufen. Zunächst kamen die Modelle auf gebrauchten Autoscheiben zum Einsatz, wo sie sich sowohl an einer dünnen als auch an einer dicken Eisschicht beweisen mussten. Danach wurde das gleiche Verfahren auf sauberen Scheiben wiederholt.
Zusätzlich bewerteten die Tester die Handhabung beim Kratzen. Dabei standen Fragen im Fokus wie: Verfügt der Griff über eine rutschfeste oder isolierende Ummantelung? Liegt er gut in der Hand? Ist hoher Kraftaufwand nötig – oder genügt bereits leichtes Schaben für ein sauberes Ergebnis?
Auf Spurensuche: Die Tester von AUTO BILD und Carglass suchen nach dem Eiskratzen Beschädigungen in der Scheibe.
Bild: Sven Krieger/ AUTO BILD
Warum sowohl neue als auch gebrauchte Frontscheiben eingefroren wurden, zeigte sich bei der Auswertung: In der Praxis sind Autoscheiben nur selten vollkommen sauber. Deshalb bezog der Test bewusst auch verschmutzte Scheiben mit ein. Denn selbst wenn ein Eiskratzer grundsätzlich solide arbeitet, können bereits kleinste Schmutzpartikel oder Sandkörner beim Kratzen feine, aber sichtbare Kratzer auf der Scheibe verursachen.
Dank des technischen Equipments von Carglass bleibt kein Kratzer ungesehen.
Bild: Sven Krieger/ AUTO BILD
An den sauberen Scheiben überprüften wir anschließend, ob Kratzer durch verbliebene Schmutzreste oder unsaubere Klingen entstanden waren. Die dabei entstandenen Spuren begutachtete Carglass-Experte Tobias Hammerich mithilfe einer speziellen Lupe und bewertete, ob sie auspolierbar sind oder bereits eine sichtbare Schleierbildung verursachen.
Zum Abschluss nahm AUTO BILD die Eiskratzer selbst unter die Lupe: Zeigten sich nach dem Einsatz Beschädigungen an den Klingen? Wie umfangreich ist das Zubehör? Und welchen Eindruck hinterlässt die allgemeine Verarbeitungsqualität?
Die Testergebnisse im Überblick
Wenn AUTO BILD und Carglass Eiskratzer testen, wird's richtig kalt: Im Tiefkühlcontainer auf dem winterlichen Carglass-Gelände wurden zwölf Eiskratzer getestet.
Bild: Sven Krieger/ AUTO BILD
Zwölf Eiskratzer traten zum Test an. Ihre wichtigste Aufgabe: Eis mühelos entfernen, ohne dabei die Scheibe zu beschädigen. Doch nicht jedem Modell gelang dieser Spagat.
Auprotec zeigt dem Eis die Zähne. Nach dem Test fanden wir auf der Scheibe Spuren des Eisbrechers.
Bild: Sven Krieger/ AUTO BILD
Der Auprotec 2K Eisschaber entspricht dem klassischen Bild eines Eiskratzers: kompakt, stabil gebaut und problemlos im Handschuhfach zu verstauen. Der gummierte Griff bietet guten Halt und etwas Isolierung gegen Kälte, der integrierte Eisbrecher mit scharf ausgeformten Zähnen wirkt auf den ersten Blick vielversprechend.
Im AUTO BILD-Test zeigte sich jedoch ein anderes Bild: Die Kratzleistung blieb insgesamt mäßig, vor allem bei stärkerer Vereisung kam der kleine Schaber schnell an seine Grenzen. Um überhaupt Fortschritte zu erzielen, war deutlich mehr Druck nötig – und damit stieg auch das Risiko sichtbarer Spuren im Glas. Genau diese traten im Test auch auf.
Nachhaltig: Die Wechselklingen von Fiskars bestehen aus einer scharfen Kante und einer Gummilippe. Als Ersatzteil erhältlich, spart das so den Austausch des gesamten Eisschabers.
Bild: Sven Krieger/ AUTO BILD
Die drei Millimeter starke Hohlschliff-Klinge des Fiskars Solid arbeitete im AUTO BILD-Test sauber und effektiv und entfernte selbst hartnäckiges Eis zuverlässig von der Scheibe. Praktisch: Dreht man die Klinge um, kommt eine integrierte Gummilippe zum Vorschein, mit der sich Tauwasser oder Schneereste bequem abziehen lassen.
Die Kratzleistung überzeugte, Beschädigungen oder Spuren im Glas traten nicht auf. Abzüge gab es beim Griff, der glatt ausgeführt ist und bei kalten oder feuchten Händen weniger Halt bietet. Mit einem Moosgummigriff hätte das Modell beste Chancen auf einen Platz ganz vorne. Positiv fällt zudem auf, dass der Hersteller Ersatzklingen anbietet. Unterm Strich ist der Fiskars Solid ein solider, funktionaler Eiskratzer für den Einsatz am Pkw.
Der Eiskratzer von Frostschutz sorgt mit seiner Messingklinge für Durchblick – hinterlässt aber leider auch Spuren im Glas.
Bild: Sven Krieger/ AUTO BILD
Fast baugleich mit dem Kratzer von Auprotec schickte Frostwunder einen sehr ähnlichen Eiskratzer ins Rennen, ergänzt um eine Messingklinge. Diese arbeitete sich im AUTO BILD-Test zwar effektiv durch das Eis und zeigte eine ordentliche Kratzleistung, der Vorgang blieb jedoch nicht ohne Folgen: Nach dem Einsatz waren auf der Scheibe sichtbare Spuren erkennbar, was den Gesamteindruck deutlich schmälerte.
"Nach mehrfachem Kratzen braucht man da eine neue Frontscheibe", so Carglass-Experte Tobias Hammerich. In Kombination mit der kompakten Bauform eignet sich der Eiskratzer grundsätzlich für den Einsatz am Pkw, beim sensiblen Materialkontakt muss man jedoch klare Abstriche machen.
Goodyear müht sich durchs Eis – auf dicker Schicht gleitet er eindruckslos dahin.
Bild: Sven Krieger/ AUTO BILD
Solide verarbeitet und mit angenehm beschichtetem Soft-Touch-Griff ausgestattet, trat der Goodyear Artic Max XL im Test an. Auf den ersten Blick machte der Eiskratzer einen wertigen Eindruck, in der Praxis zeigte er jedoch deutliche Schwächen. Bei dicker Eisschicht stieß das Modell schnell an seine Grenzen und kam nur mühsam voran.
Der sehr dünn ausgeführte Griff erschwerte die Kraftübertragung spürbar, wodurch deutlich mehr Druck nötig wurde. Drang die Klinge schließlich durchs Eis, blieben zudem leichte Spuren im Glas zurück. Damit eignet sich der Artic Max XL höchstens für den gelegentlichen Einsatz am Pkw bei leichter Vereisung.
Testresultat: Erste Abnutzungserscheinungen am Eiskratzer von Hoamz.
Bild: Sven Krieger/ AUTO BILD
Sehr angenehmes Handling dank Moosgummigriff zeichnet den Hoamz IS 01 aus, auch wenn der Griff im Test auf dem Stiel leicht rutschte. Dadurch fühlte sich der Eiskratzer zwar komfortabel an, wirkte aber nicht so kontrolliert wie erhofft.
Die Kratzleistung blieb insgesamt nur mäßig: Stärkere Eisschichten ließen sich nur mit hohem Kraftaufwand oder gar nicht entfernen. Positiv fiel hingegen der schonende Umgang mit der Scheibe auf – sichtbare Spuren traten nicht auf. Für leichte Vereisung am Pkw ist der Hoamz geeignet, bei hartem Eis oder winterlichen Extrembedingungen jedoch schnell überfordert.
Ambitionen aufs Siegerpodest: Kungs bietet eine Wechselklinge mit Dreifachfunktion und Feger. Die Möglichkeit zur zweihändigen Nutzung kann jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Griff etwas zu dünn geraten ist.
Bild: Sven Krieger/ AUTO BILD
Kungs befindet sich seit dem letzten AUTO BILD-Test klar auf dem Weg Richtung Treppchen. Der Eiskratzer überzeugte mit guter Kratzleistung, gleichmäßigem Eisabtrag und ohne sichtbaren Glasverschleiß. Selbst bei fester Vereisung ließ sich das Eis kontrolliert entfernen, ohne Spuren zu hinterlassen.
Die großzügige Länge ermöglichte sowohl Einhand- als auch Zweihandbetrieb und erleichterte die Arbeit auch an größeren Fahrzeugen wie SUV oder Kleintransportern. Einziger Schwachpunkt blieb der dünn ausgeführte, nicht isolierte Griff, der bei Kälte weniger Komfort bot als bei anderen Modellen im Test.
Der lange Eiskratzer von Licargo bietet ein ausgewogenes Verhältnis aus guter Führung und effektivem Krafteinsatz – und fegen kann er auch noch.
Bild: Sven Krieger/ AUTO BILD
Der Licargos 2-in-1-Eiskratzer überzeugte im Test mit guter Kratzleistung und sehr gutem Handling. Dank Moosgummigriff und der Möglichkeit zur Zweihandbedienung ließ sich das Eis mit spürbar geringerem Kraftaufwand entfernen – ein klarer Pluspunkt, insbesondere bei größeren Scheiben.
Praktisch im Alltag sind zudem die Zerlegbarkeit sowie die mitgelieferte Transporthülle, in der sich die Einzelteile ordentlich und platzsparend im Fahrzeug verstauen lassen. Abzüge gab es bei der Materialhaltbarkeit: Die Klinge zeigte im Test sichtbare Abnutzungserscheinungen. Insgesamt bleibt der Eiskratzer dennoch eine zweckmäßige und komfortable Lösung für Pkw, SUV und kleinere Transporter.
Die spurlos auf dem Glas arbeitende Messingklinge von L & P Car Design entfernt das Eis zuverlässig, während der etwas zu kleine Griff die Handmuskulatur fordert.
Bild: Sven Krieger/ AUTO BILD
Der Murska von L & P Car Design trat im AUTO BILD/Carglass-Test als extrem kompaktes und besonders platzsparendes Modell an und passt problemlos ins Handschuhfach. Trotz der geringen Abmessungen arbeitete die Messingklinge effektiv und entfernte das Eis zügig von der Scheibe.
Allerdings blieb der Materialkontakt nicht folgenlos: Im Test zeigten sich feine, lange Spuren im Glas. Ein weiterer deutlicher Schwachpunkt ist der sehr kurze Griff, der sich nur schwer greifen ließ und sowohl Komfort als auch Kontrolle spürbar einschränkte. Für den gelegentlichen Einsatz als Mini-Notlösung am Pkw geeignet, für regelmäßiges und komfortables Eiskratzen jedoch keine Empfehlung.
Lyvanas: Einziger Testkandidat mit Handschuh – für warme Hände und guten Halt.
Bild: Sven Krieger/ AUTO BILD
Hohen Komfort bei Kälte bot der Lyvanas Eiskratzer dank angenehmem Moosgummigriff in einem Handschuh. Selbst bei eisigen Temperaturen blieb die Hand gut geschützt, das Handling angenehm.
Im AUTO BILD-Test konnte das Modell bei der Kratzleistung jedoch nicht überzeugen. Vor allem bei dicker Eisschicht fehlte es an Durchsetzungskraft, das Eis ließ sich nur unzureichend entfernen. Kritisch: Dabei entstanden kurze, teils tiefe Kratzer auf der Scheibe, die Carglass-Experte Tobias Hammerich feststellen konnte. Damit punktet der Lyvanas zwar beim Komfort, leistet sich jedoch deutliche Schwächen bei seiner eigentlichen Kernaufgabe.
Tanz auf dem Eis: Der mit Auprotec baugleiche Eiskratzer von Nigrin tut sich auf dickem Eis genauso schwer.
Bild: Sven Krieger/ AUTO BILD
Kompakt, stabil und gummiert wirkte der Nigrin Eisschaber auf den ersten Blick nahezu identisch mit dem Modell von Auprotec. Im direkten AUTO BILD-Vergleich zeigte er jedoch eine etwas bessere Kratzleistung – vermutlich bedingt durch die höherwertige Kunststoffqualität der Klinge.
Dennoch blieb auch dieser Schaber hinter den Erwartungen zurück. Besonders bei dickerer Eisschicht gelang der Eisabtrag nur mühsam, zudem waren feine Spuren im Glas sichtbar. Unterm Strich eignet sich der Nigrin Eiskratzer als platzsparende Notlösung fürs Handschuhfach, für den regelmäßigen Wintereinsatz bietet er jedoch zu wenig Leistung.
Eiskratzer im Vergleich
Heyner
Eiskratzer mit Besen
PETEX
Eiskratzer (4502)
LICARGO
2-in-1-Eiskratzer
Fiskars
Solid Auto-Eiskratzer
FROSTWUNDER
Eiskratzer (FW-EK1000-01)
L&P Car Design
Murska Eiskratzer
HOAMZ
Eiskratzer
LYVANAS
Lyvanas Scheibenkratzer
Nigrin
Auto Eiskratzer
Goodyear
Artic Max XL Eiskratzer
AUPROTEC
Eiskratzer
Kratzleistung
Kratzleistung
sehr gut
sehr gut
gut
gut
gut
gut
ausreichend
ausreichend
ausreichend
ausreichend
mangelhaft
Scheibenschonung
Scheibenschonung
sehr gut
sehr gut
sehr gut
sehr gut
ausreichend
gut
sehr gut
befriedigend
gut
gut
ausreichend
Eisbrecher mit Zacken oder Rippen
Eisbrecher mit Zacken oder Rippen
Stabilität der Konstruktion
Stabilität der Konstruktion
gut, viele Teile
sehr gut
sehr gut
sehr gut
sehr gut
sehr gut
Moosgummi rutscht etwas auf dem Stiehl
gut, Handschuh nicht fest verbunden
sehr gut
gut
sehr gut
Ergonomie des Griffs
Ergonomie des Griffs
sehr gut
sehr gut
sehr gut
gut
hohl, lässt sich etwas komisch greifen
ausreichend, sehr klein
sehr gut
sehr gut
hohl, lässt sich etwas komisch greifen
etwas dünn
hohl, lässt sich etwas komisch greifen
Weitere Spezifikationen
Gummierung, Soft Touch oder Moosgummi
Moosgummi
Moosgummi
Moosgummi
Gummierung
Moosgummi
Moosgummi
Gummierung
Soft Touch
Gummierung
Kraftaufwand beim Kratzen
wenig Kraft, Zweihand
leichter Kraftaufwand
gering bis mittel, Zweihand
mittel, spürbar
mittel
leicht bis mittel
hoch
hoch
hoch
hoch
hoch
Sicherer Halt, Kontrolle und Führung
sehr gut, Zweihand
gut, Zweihand möglich
gut, Zweihand
längerer Griff, Zweihand möglich
kurzer Griff
schlecht, zu kurzer Griff
kurzer Griff
kurzer Griff
kurzer Griff
dünner Griff, Zweihand möglich
kurzer Griff
Klinge austauschbar
auswechsel-/ drehbar aber keine Ersatzklingen erhältlich
Geeignet für verschiedene Fahrzeugtypen
für alle Fahrzeugklassen geeignet
PKW, für große Fahrzeugklassen ungeeignet
PKW, SUV und Kleintransporter
PKW, für große Fahrzeugklassen ungeeignet
PKW, für große Fahrzeugklassen ungeeignet
PKW, für große Fahrzeugklassen ungeeignet
PKW, für große Fahrzeugklassen ungeeignet
PKW, für große Fahrzeugklassen ungeeignet
PKW, für große Fahrzeugklassen ungeeignet
PKW, für große Fahrzeugklassen ungeeignet
PKW, für große Fahrzeugklassen ungeeignet
Aufbewahrung und Platzbedarf im Fahrzeug
sperrig, Kofferraum
handlich, Türablage
sperrig, Kofferraum
kompakt, passt ins Handschuhfach
gering, sehr kompakt paßt ins Handschuhfach
klein, passt ins Handschuhfach
etwas sperrig, Türablage
etwas sperrig, Kofferraum
gering, sehr kompakt, passt ins Handschuhfach
handlich, Türablage
gering, sehr kompakt, passt ins Handschuhfach
Pro
Pro
Messingklinge mit sehr guter Kratzleistung
sehr gutes Handling
Moosgummigriff
für alle Fahrzeugklassen geeignet
sehr gute Kratzleistung
gutes Handling
hinterlässt keine Spuren im Glas
Moosgummigriff
gute Kratzleistung
zerlegbar
Transporthülle
Moosgummigriff
gute Kratzleistung
kompakt
Wechselklinge als Ersatzteil erhältlich
stabile Konstruktion
gute Kratzleistung
gummierter Griff
kompakt
stabile Konstruktion
gute Kratzleistung
kompakt
Moosgummigriff
hinterlässt keine Spuren im Glas
Handschuh
Moosgummigriff
stabile Konstruktion
kompakt
gummierter Griff
stabile Konstruktion
Griff mit Softtouch
stabile Konstruktion
gummierter Griff
kompakt
Kontra
Kontra
höherer Platzbedarf
hoher Anschaffungspreis
für große Fahrzeugklassen ungeeignet
nicht besonders abriebfest
glatter, nicht isolierter Griff
für große Fahrzeugklassen ungeeignet
verursacht Spuren im Glass
für große Fahrzeugklassen ungeeignet
hinterläßt Spuren im Glas
schlecht greifbarer Mini-Griff
für große Fahrzeugklassen ungeeignet
nur mäßige Eisentfernung
nicht besonders abriebfest
hinterläßt Spuren im Glas
nur ungenügende Kratzleistung bei dickem Eis
für große Fahrzeugklassen ungeeignet
sehr mäßige Kratzleistung
für große Fahrzeugklassen ungeeignet
dünner Griff
für große Fahrzeugklassen ungeeignet
schwach bei dicker Eisschicht
sehr mäßige Kratzleistung
für große Fahrzeugklassen ungeeignet
Info: Bei Notengleichheit in der Bestenliste sortieren wir ab sofort nach unseren internen Testergebnissen, in denen wir auf drei Nachkommastellen genau rechnen.
Fazit zum AUTO BILD Eiskratzer-Test (2026)
Im Test überzeugten erneut die Modelle von Heyner und Petex. Sie entfernten das Eis besonders effektiv und gingen dabei am schonendsten mit der Scheibe um. Der Petex Eiskratzer zeigte einmal mehr, dass gute Leistung nicht teuer sein muss: Mit einem Preis von 7,75 Euro bietet er ein sehr gutes Verhältnis von Leistung und Kosten.
Bei dünnem Eis schlugen sich die meisten Eisschaber ordentlich. Mit zunehmender Eisschichtdicke zeigten sich jedoch schnell Schwächen. Die Sichtprüfung nach dem Test offenbarte zudem bei einigen Modellen deutliche Kratzer und Beschädigungen. Positiv fiel auf, dass mehrere Hersteller seit dem letzten Test im Jahr 2021 spürbar nachgebessert haben.
Eiskratzer-Alternativen: Wie gut schlagen sich CD-Hülle und Plastikkarte?
Wer keinen Eiskratzer im Auto hat, greift im Notfall gern zu Alternativen. Besonders beliebt sind CD-Hüllen oder Plastikkarten aus dem Portemonnaie. Doch beide Lösungen haben ihre Tücken: Eine CD-Hülle versagt oft schon bei dünner Eisschicht. Der spröde Kunststoff kann splittern – das ist nicht nur gefährlich, sondern führt auch schnell zu tiefen Kratzern auf der Scheibe. Im schlimmsten Fall werden dabei sogar die Wischerblätter beschädigt.
Etwas besser schneidet die Plastikkarte ab. Das Ergebnis ist grundsätzlich brauchbar, das Freikratzen dauert jedoch sehr lange – bei dicker Eisschicht geht gar nichts mehr. Immerhin bleibt die Scheibe weitgehend unbeschädigt, sichtbare Kratzer sind kaum festzustellen.
Fazit: Beide Varianten taugen allenfalls als Notlösung. Einen guten Eiskratzer können sie in keiner Disziplin ersetzen.
Testsieger im großen AUTO BILD-Eiskratzer-Test 2026 ist der Heyner Snowstar Pro XXL. Das Modell überzeugt mit herausragender Kratzleistung und trennt sowohl dünnes als auch dickes Eis souverän von der Scheibe. Auch bei harter Vereisung arbeitet der Schaber effizient und sauber, ohne sichtbare Spuren im Glas zu hinterlassen. Die variable Länge sorgt in Kombination mit dem integrierten Schneebesen für hohe Alltagstauglichkeit und macht den Eiskratzer besonders geeignet für große Fahrzeuge wie SUV und Transporter. Trotz seiner Größe bleibt das Handling ausgewogen und kontrolliert. Einziger Nachteil ist der Platzbedarf, denn in den Türfächern vieler Autos lässt sich der großformatige Schaber nicht unterbringen.
Wie viel sollte ein guter Eiskratzer kosten?
Der Testsieger im AUTO BILD Eiskratzer Test, der Heyner Snowstar Pro XXL, ist zu einem Preis von 34,95 Euro erhältlich und bietet dafür herausragende Leistung sowie hohe Alltagstauglichkeit. Deutlich günstiger positioniert sich der Preis-Leistungs-Sieger im Feld: Der Petex Eiskratzer kostet laut UVP nur 7,75 Euro. Damit ist er die klare Empfehlung für alle, die eine solide Kratzleistung zum kleinen Preis suchen.
Was sollte man beim Eiskratzen beachten?
Um die Scheiben möglichst schonend von Eis zu befreien, empfiehlt AUTO BILD die Kombination aus Scheibenenteiser und Eiskratzer. Der Enteiser löst die Eisschicht an, der Schaber entfernt anschließend die Reste mit deutlich weniger Kraftaufwand. Wer Kratzer vermeiden möchte, sollte bereits am Vorabend vorsorgen und die Scheiben von Straßendreck befreien, denn saubere Scheiben vereisen weniger stark und reduzieren zugleich die Gefahr von Glasbeschädigungen. Sand und Schmutzpartikel wirken beim Kratzen wie Schleifmittel und können selbst bei vorsichtigem Arbeiten feine Kratzer verursachen. Dafür genügt es, vor dem Abstellen kurz die Scheibenwischanlage mit Winter Scheibenreiniger zu betätigen.
Zusätzlichen Schutz bietet eine Thermoschutzfolie, die an der Frontscheibe angebracht und in Fahrer und Beifahrertür eingeklemmt wird. So lässt sich ein Zufrieren auch ohne Garage zuverlässig verhindern. Wer das Fahrzeug möglichst nah an einer Hauswand und mit der Front in Richtung Gebäude abstellt, kann das Risiko vereister Scheiben ebenfalls spürbar reduzieren.
Sind CD-Hülle und Plastikkarte Alternativen zum Eiskratzer?
Wer noch keinen Eisschaber im Auto hat, greift im Notfall oft zu vermeintlichen Alternativen. Besonders beliebt sind die CD Hülle oder die Plastikkarte aus dem Portemonnaie. Die CD Hülle versagt jedoch bereits bei dünner Eisschicht gleich mehrfach. Zum einen ist die Kratzleistung gering, zum anderen splittert der dünne Kunststoff sehr schnell. Dabei brechen scharfkantige Teile ab, die nicht nur die Scheibe stark beschädigen, sondern auch ein erhebliches Verletzungsrisiko für den Nutzer darstellen. Schnittverletzungen an Händen oder Fingern sind keine Seltenheit. Zusätzlich bleiben Plastiksplitter auf der Scheibe zurück, die zahlreiche tiefe Kratzer verursachen und auch die Scheibenwischer beschädigen können.
Etwas besser schlägt sich die Plastikkarte. Sie entfernt dünnes Eis vergleichsweise schonend, Kratzer sind kaum zu erkennen. Allerdings ist der Zeitaufwand hoch, bis die gesamte Scheibe eisfrei ist. Bei dicker Eisschicht versagt auch diese Lösung vollständig. Einen guten Eiskratzer können weder CD Hülle noch Plastikkarte ersetzen. Es handelt sich dabei ausschließlich um kurzfristige Notfalllösungen.