Dachboxen im Test

Ausgewählte Produkte in tabellarischer Übersicht
1.
Testsieger
Thule Force XT Black Aeroskin L
599,95  EUR
1,7 (gut)
1.
Testsieger
Atera Casar L
510,50  EUR
1,7 (gut)
1.
Testsieger
Hapro Trivor 440
510,50  EUR
1,7 (gut)
4.
Kamei Husky 510
472,44  EUR
1,9 (gut)
5.
Preis-Leistungs-Sieger
Farad Koral
334,95  EUR
2,0 (gut)
6.
G3 Reef 580
319,00  EUR
3,8 (ausreichend)
Wer mit der Familie per Auto verreisen oder Sportgeräte mit in den Urlaub nehmen will, hat oft ein Problem: Der Kofferraum ist voll, doch es muss noch einiges an Gepäck mit. Eine Möglichkeit: der Transport auf dem Dach. Am besten mit einer Dachbox. Die geräumigen Dachaufbauten haben sich längst zu einem echten Trendartikel entwickelt. Doch welche Boxen bieten die besten Eigenschaften? Um diese Frage zu beantworten, hat AUTO BILD sechs Kandidaten auf Herz und Nieren getestet.

Testsieger des AUTO BILD Dachboxen-Tests 2022: Thule Force XT L

Thule Force XT Black Aeroskin L
Thule
Force XT Black Aeroskin L
Thule

1,7 (gut)

  • Hochwertige Verarbeitung
  • Verzurr-Ösen für Ladungssicherung vorhanden
  • kein Wassereintritt feststellbar
Preis 599,95 €
Gleich drei Testsieger gab es in unserem Dachboxen-Test. So konnte unter anderem die schwedische Marke Thule mit dem Modell Force XT L voll überzeugen. Die teuerste Box im Testfeld bietet 450 Liter Ladevolumen und wirkt insgesamt sehr ausgewogen und solide. Positiv fallen Verzurr-Ösen aus Metall in der Box auf. Auch die Geräuschmessung ist vorbildlich: nur 67 dB bei Tempo 100, 70 dB bei Tempo 130. Beim Bewässerungstest war kein Wassereintritt feststellbar. Die Thule Force XT L erreichte 255 von 300 Punkten und erhielt somit die Note 1,7 (gut). 

Testsieger: Atera Casar L

Atera Casar L
Casar L
Atera
Casar L

1,7 (gut)

  • hochwertige Verarbeitung
  • cleverer Öffnungsmechanismus
  • geringfügiger Wassereintritt bei Bewässerungstest
Preis 510,50 €
Die Atera Casar L überzeugte trotz ihres etwas geringeren Ladevolumens. Positiv hervorzuheben ist – neben dem guten Verarbeitungseindruck – ein durchdachter Öffner, der in Design und Handhabung stark an einen Innentürgriff erinnert. Die 18 Kilogramm schwere Box verfügt über drei Spanngurte zur Ladungssicherung sowie über sauber rastende Haubenöffner. Kleinere Abzüge gibt es für den geringen Wassereintritt an der Unterseite beim Bewässerungstest und den relativ geringen Öffnungswinkel des Boxdeckels. Bei der Geräuschmessung mit montierter Box war der Eindruck positiv: 66 dB bei Tempo 100, 72 dB bei Tempo 130. Die Atera Casar L erreichte 255 von 300 Punkten und erhielt somit die Note 1,7 (gut).

Testsieger: Hapro Trivor 440

Hapro Trivor 440
Trivor 440
Hapro
Trivor 440

1,7 (gut)

  • Kein Wassereintritt
  • hochwertige Verarbeitungsqualität
  • sauber rastende Haubenöffner
Preis 510,50 €
Die Hapro Trivor 440 bietet 20 Liter mehr Ladevolumen als das getestete Atera-Modell und ist bis auf den Box-Deckel offenkundig baugleich. Positiv fallen der leicht bessere Verarbeitungseindruck und der aufwendige Öffnungsmechanismus auf. Die Box verfügt über drei Spanngurte zur Ladungssicherung und über sauber rastende Haubenöffner. Beim Bewässerungstest ist kein Wassereintritt feststellbar. Bei der Geräuschmessung mit montierter Box war der Eindruck sehr positiv: nur 65 dB bei Tempo 100, 72 dB bei Tempo 130. Auch die Hapro Trivor 440 erreichte 255 von 300 möglichen Punkten erhielt somit die Note 1,7 (gut).

Preis-Leistungs-Sieger: Farad Koral

Farad Koral
Koral
Farad
Koral

1,8 (gut)

  • gutes Raumangebot
  • großes Ladevolumen
  • günstiger Preis
  • etwas lautere Windgeräusche
  • einfache Verarbeitungsqualität
Preis 334,95 €
Preis-Leistungs-Sieger wird die italienische Farad Koral-Box. In der Machart spürbar günstiger und ab Tempo 100 messbar lauter kann sie nicht ganz mit den Modellen der renommierten Marken mithalten. Dafür bietet sie solide 480 Liter Ladevolumen, patzt nicht beim Bewässerungstest und wirkt gemessen am Preis erfreulich ausgewogen. Die Farad Koral erreichte 246 von 300 Punkten und erhielt somit die Note 2,0 (gut).

So hat AUTO BILD getestet

Bei Dachboxen kommt es nicht nur auf das Ladevolumen an. AUTO BILD testete daher diverse für den Alltagsgebrauch relevanten Eigenschaften. Direkt nach dem Auspacken checken wir die Betriebsanleitungen. Sind diese Teil des Lieferumfangs und gut verständlich? Sicherheitshinweise sollten ebenfalls gut erkennbar sein. Beim Thema Erstmontage haben wir bewertet, ob Verletzungsgefahren bestehen, wie groß der Zeitaufwand ist und wie umfassend der Hersteller vormontiert hat. Auch das Vorhandensein von nützlichem Zubehör wie Zurrgurten wird berücksichtigt.
Im Kapitel Handhabung geht es um die Handling-Eigenschaften im Alltag. Wie schwer ist die Dachbox? Lässt sie sich leicht tragen? Gibt es ein oder beidseitig Scharniere zum Öffnen der Box? Besteht Verletzungsgefahr bei der Handhabung? Und gibt der Hersteller sinnvolle Beladungstipps?
Eine der wichtigsten Testkriterien ist die Montage auf den Dachträgern: Wie leicht lassen sich die Dachboxen befestigen? Kann man dabei leicht etwas falsch machen?

Im Kapitel Dachmontage bewerten wir, ob der Dachträger alleine aufgesetzt werden kann, ob Vorbereitungen vor dem Aufsetzen oder Werkzeuge für die Montage nötig sind, wie aufwendig die Montage auf den Trägern ist, wie fest die Dachbox auf den Trägern wirkt, ob Verletzungsgefahr bei der Montage besteht und ob die Dachbox-Befestigungen gegen unbefugten Zugriff geschützt sind.
Ebenfalls geprüft wurde das Thema Beladung. Wichtig war, ob es Ladungssicherungen gibt, Netze oder Taschen für Kleinteile vorhanden sind, die Dachbox leicht zu öffnen ist, es eine Ladekante gibt und wie das subjektive Raumangebot ausfällt.
Beim Bewässerungstest wurde Regen simuliert. Hält die Dachbox dicht oder wird das Gepäck nass?

Detailliert wurde die Qualität der Dachbox beurteilt: Wie steht es um die Verarbeitungsqualität, wie ist die Qualität der Diebstahlsicherung und der Dachträger-Aufnahmen, wie gut ist die Box gegen Regenwasser abgedichtet, ist die Wandstärke am Schloss solide, wie ist der allgemeine Stabilitätseindruck, und wie ist die Qualität der Ladungssicherung?
Im Handling-Parcours mussten die Dachboxen zeigen, wie gut die Ladungssicherung funktioniert und ob das Fahrverhalten beeinträchtigt wird.

Last but not least mussten sich alle Boxen im Handlingparcours auf unserem Testgelände in Parchim bewähren. Bewertet wurden die Effektivität der Ladungssicherung und die Geräuschentwicklung (Testwagen: BMW 320d Touring) bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Die Stabilität im Ausweichparcours und der Einfluss auf den subjektiven Fahreindruck flossen ebenfalls in die Bewertung ein.

Die Testergebnisse im Überblick

Sechs Dachboxen zwischen 320 und 600 Euro traten zum AUTO BILD Dachboxen-Test an.

Sechs Dachboxen haben wir intensiv getestet. Unser Testfeld reichte von günstigen Modellen von Farad (334,95 Euro) und G3 (319 Euro), über etablierte Klassiker wie der Kamei Husky 510 (472,44 Euro), bis hin zu noblen und entsprechend teuren Modellen von Hapro (510,50 Euro), Atera (510,50 Euro) und Thule (599,95 Euro). Was eint und unterscheidet die Boxen im Detail? Alle bieten in etwa das Stauvolumen eines Kofferraums im Kompaktklasse-Format. In Litern bedeutet das: Atera 420 l, Hapro 440 l, Thule 450 Liter, G3 460 Liter, Farad 480 Liter und Kamei 510 Liter (Volumenangaben laut Hersteller). 
Die Kamei Husky 510 verhält sich beim Fahrtest unaufällig. Auch Wassereintritt ist nicht zu verzeichnen.

Auf einen guten vierten Platz kommt die Kamei Husky 510, eine gute Alternative zu den Testsiegern. Die Verarbeitung wirkt routiniert, und auch das ausgeklügelte Befestigungssystem überzeugt. Leichte Schwächen zeigt die Deckelmechanik: Der Deckel verspannt teils beim Schließen. Unser Bewässerungstest zeigt keinerlei Nässeprobleme durch ungewollten Wassereintritt. Die Geräuschmessung ist okay: 68 dB messen wir bei Tempo 100, 73 dB bei Tempo 130. Mit 249 von 300 Punkten erhält die Dachbox die Note 1,9 (gut).
Deutlich schwächer schneidet die G3 Reef 580 ab. Die 460 Liter große Box ist qualitativ eher rustikal: Sowohl bei der Stabilität als auch bei der Ladungssicherung sind alle anderen Kandidaten besser. Die Außenhaut wirkt zudem kratzempfindlich, die beiliegenden Dokumente sind äußerst spärlich. Immerhin ist die Box auf dem Dach montiert relativ leise: Die Werte bei der Geräuschmessung sind gut: 67 dB messen wir bei Tempo 100, 72 dB bei Tempo 130. Im Test erreichte die G3 Reef 580 173 von 300 Punkten und erhielt somit die Note 3,8 (ausreichend).

Fazit zum Dachboxen-Test

Im großen Dachboxen-Produkttest gibt es drei strahlende Sieger. Die Modelle von Atera, Hapro und Thule geben unterm Strich eine gute Vorstellung ab und landen punktgleich auf Platz eins. Alle drei Boxen sehen nicht nur gut aus, sondern sind überzeugend verarbeitet und punkten mit angenehmen Handlingeigenschaften. Wer hier zuschlägt, dürfte für viele Jahre glücklich sein.
Geringfügig schlechter verarbeitet, aber unterm Strich ebenfalls gut ist die Box von Kamei. Sie punktet dafür mit einem besonders soliden Dachmontagesystem. Preis-Leistungs-Sieger ist die Dachbox von Farad. Sie ist geräumig, kommt aber qualitativ nicht an die Premiumhersteller heran. Zudem wirkt sie ab Tempo 100 spürbar lauter. Top sind dafür bis zu 90 Kilogramm Zuladung, insofern die Dachlast mitspielt.
Lediglich ausreichend ist die G3 Reef 580. Ihre Bezeichnung ist verwirrend, denn tatsächlich hat die Box 460 Liter Volumen. Stabilität und Ladungssicherungskonzept zeigen deutlich Luft nach oben, die Verarbeitung war die schlechteste im Testfeld. Hauptargumente für die G3-Box sind das gelungene Design und der sehr niedrige Preis.

Darauf kommt es bei Dachboxenkauf und -Nutzung an

● Beachten Sie stets die zulässige Dachlast!
● Bei der möglichen nutzbaren Dachlast sind Trägersysteme und Dachbox-Gewicht abzuziehen
● Lassen Sie die Dachbox nicht unnötig montiert. Der Mehrverbrauch liegt bei rund 0,9 bis 1,3 Liter!
● Durchdachte Montagesysteme erleichtern die korrekte Montage
● Sichern Sie die Ladung in der Dachbox stets gegen Verrutschen!
● Bedenken Sie bei der Nutzung stets die erhöhte Seitenwind-Empfindlichkeit und die möglicherweise schlechteren Handling-Eigenschaften
● Richten Sie sich beim Beladen stets nach den Herstellervorgaben
● Boxen mit defekten Halte- oder Verrschlusssystemen sollten keinesfalls weiter genutzt werden
● Montieren Sie die Box stets sorgfältig und für eine ideale Gewichtsverteilung auf der Dachmitte
● Markenboxen haben gebraucht einen wesentlich höheren Wiederverkaufswert als No-Name-Boxen
Weitere Tipps zum Dachboxenkauf und zur richtigen Beladung finden Sie in unserem Dachboxen-Ratgeber.

Nützliches Wissen rund um Dachboxen

Welches sind die besten Dachboxen?

Pfeil
Im AUTO BILD Dachboxen-Test 2022 gab es gleich drei Testsieger: Sowohl die Hapro Trivor 440, als auch die Atera Casar L und die Thule Force XT L landeten mit 255 von 300 Punkten auf dem ersten Platz und erhielten die Note 1,7 (gut). Alle Dachboxen überzeugen mit einer guten Verarbeitungsqualität, gutem Handling bei der Montage und verhalten sich bei der Testfahrt unauffällig.

Was ist eine günstige Dachbox?

Pfeil
Der Preis-Leistungs-Sieger im AUTO BILD Dachboxen-Test ist die Farad Koral. Zwar ist die Verarbeitung nicht so gut wie bei den Testsiegern und sie sorgt für etwas lautere Windgeräusche, dafür bietet sie ein gutes Ladevolumen und bleibt beim Bewässerungstest trocken. Die UVP liegt bei 334,95 Euro.

Wie schnell darf man mit einer Thule Dachbox fahren?

Pfeil
Da es in Deutschland kein Gesetz gibt, das eine maximale Höchstgeschwindigkeit bei montierter Dachbox vorschreibt, gelten nur Empfehlungen. Thule empfiehlt mit einer montierten Dachbox nicht schneller als 130 km/h zu fahren. Das gilt auch für die Thule Force XT L, einer der drei Testsieger im AUTO BILD Dachboxen-Test.