Welcher Träger nimmt die Fahrräder am besten Huckepack?
Ob Urlaubsreise oder Tagesausflug: Viele wollen auch fernab von zu Hause nicht auf ihr eigenes Fahrrad verzichten. Die praktischste Lösung sind Fahrrad-Heckträger. Doch welche sind wirklich gut? AUTO BILD hat den Test gemacht.
viele Handgriffe für die Befestigung an der AHK nötig
7.
Atera
Strada Forza M (022800)
2,0
gut
PRO & KONTRA
Funktion des Abklappmechanimus bei voller Beladung
schnell zusammengebaut
keine Erstmontage nötig
günstig wirkende Verarbeitungsqualität
Fahrrad-Befestigung sehr umständlich
7.
XLC
Almada Work-E
2,0
gut
PRO & KONTRA
festmontierte Rahmenhalter
einfache Bedienung
Qualität der Diebstahlsicherung
etwas instabil bei voller Beladung
fehlender Schutz der Befestigungsteile
Halt auf der AHK
7.
Atera
Forza L (022801)
2,0
gut
PRO & KONTRA
stabil bei voller Beladung
Befestigung vom Fahrrad umständlich
günstig wirkende Diebstahlsicherung
benötigt viel Kraft
recht schwer
11.
Bullwing
SR7 (11549ON)
2,4
gut
PRO & KONTRA
selbsterklärende Montage
feste Fixierung auf AHK
Diebstahlsicherung durch Schlüssel mit Innenbart
Störgeräusche
Fahrräder bewegen sich etwas
umständliche Befestigung von Rädern
günstige Verarbeitung
12.
Fischer die Fahrradmarke
Fischer ProlineEvo 3
3,7
ausreichend
PRO & KONTRA
inklusive Zubehör
Betätigung der Befestigung erfordert eher wenig Kraft
Abklappmechanismus arretiert
Stecker der Anhängerkupplung wirkt günstig
umständliche Funktion des Abklappmechanimus bei voller Beladung
Fixierung auf der Anhängerkupplung könnte fester sein
13.
Fischer die Fahrradmarke
Fischer ProlineEvo 126001
4,0
ausreichend
PRO & KONTRA
günstiges Preisniveau
keine Beschädigungen am Heckträger
keine Reihenfolge beim Laden
Erstmontage notwendig
Fahrrad stößt am Rahmen an
Diebstahlsicherung – keine große Hürde
Fahrräder bewegen sich etwas
Info: Bei Notengleichheit in der Bestenliste sortieren wir ab sofort nach unseren internen Testergebnissen, in denen wir auf drei Nachkommastellen genau rechnen.
Fahrradträger – vor allem der für die Anhängerkupplung – sind die bequemste Art, Fahrräder oder E-Bikes in den Urlaub zu bringen. Dachträger gelten dagegen als umständlich: schwer zu beladen, dazu drohen Dellen oder Kratzer an Auto und Rad. Heckträger hingegen sind praktischer und schonender. Wichtig sind Stabilität, Sicherheit, geringes Gewicht und ein fairer Preis. AUTO BILD empfiehlt sie auch, weil sie Fahrzeug und Rücken der Nutzer weniger belasten. Aber welches Modell ist das beste? AUTO BILD hat den Test gemacht und Fahrradträger für zwei und drei Fahrräder miteinander verglichen!
Das Wichtigste in Kürze:
Intuition: Die Befestigung auf der Anhängerkupplung und die Befestigung des Fahrrads sollten natürlich möglichst einfach und intuitiv ablaufen. Nicht bei jedem Fahrradträger ist das wirklich der Fall.
Stützlast: Gerade bei schweren E-Bikes sollte vor dem Kauf eines Fahrradträgers die Stützlast des Autos beachtet werden. Sind die Fahrräder vielleicht zu schwer?
Anbauteile: Anbauteile wie Fahrradkörbe oder Fahrradschlösser sollten vor Fahrtbeginn unbedingt abgenommen werden!
Testsieger des AUTO BILD Fahrradträger-Tests (2026): Thule Epos 2
Befestigungsteile durch Gummi/Schaumstoff geschützt
hochwertige Verarbeitungsqualität
sehr feste Fixierung
Schlüssel wirkt billig
Der Epos 2 der schwedischen Firma Thule ist mit einer cleveren Befestigungslösung ausgestattet. Anstatt eines herkömmlichen Bügels, der sich an der Vorderseite des Fahrradträgers befindet und an dem die Rahmenhalter befestigt werden, lassen sich die Rahmenhalter beim Epos 2 einzeln hochklappen. Für das hintere Fahrrad klappt ein Rahmenhalter zwischen den Fahrrädern hoch, für das vordere Fahrrad ist ein Rahmenhalter an der zur Heckklappe zugewandten Seite montiert. Was sich jetzt kompliziert anhört, vereinfacht das Befestigen der Fahrräder deutlich gegenüber herkömmlichen Systemen. Die Rahmenhalter lassen sich leicht positionieren und auch mit nur einer Hand einfach und intuitiv bedienen.
Auch die Befestigung auf der Anhängerkupplung funktioniert leicht und ohne Probleme. Bei der Testfahrt kam es zu keiner Beschädigung am Träger oder an den Rädern, auch die Felgenhalter sind durch Gummiauflagen geschützt. Die Verarbeitungsqualität wirkt hochwertig. Nur die Schlösser des Epos 2 sorgen für einen kleinen Punkteabzug: Die Schlüssel besitzt nur einen Außenbart anstatt eines sicheren Innenbarts – eine Kleinigkeit. Die erzielte Note 1,0 (sehr gut) ist nicht zu toppen – der Thule Epos 2 wird unser Testsieger!
Der Uebler i21S überzeugt uns in ganzer Linie. Mit 13,5 Kilogramm ist er leicht, handlich und lässt sich einfach auf der Anhängekupplung platzieren: Klaue auf den Kugelkopf setzen, den Träger zur Arretierung nach unten drücken – fertig. Der Trägerrahmen ist mit zwei Handgriffen schnell aufgestellt, die Radschienen lassen sich einfach ausklappen.
Auch das Aufsetzen des Fahrräder ist einfach, wenngleich E-Bikes vergleichsweise hoch angehoben werden müssen. Die Sicherung funktioniert ebenfalls intuitiv: Die Rahmenträger arbeiten nach dem Zangenprinzip und kommen ohne großen Kraftaufwand aus, die Räder werden per Ratschenmechanismus fixiert. An der Verarbeitungsqualität gibt es nichts zu bemängeln – alles wirkt solide, hochwertig und gut durchdacht. Das Ergebnis: Note 1,0 und ein verdienter Testsieg.
Für gerade einmal 349 Euro bietet der Eufab Premium II ein tolles Gesamtpaket: Er ist mit 16 Kilogramm nur ein Kilogramm schwerer als unser Testsieger, lässt sich aber gut tragen und, was noch wichtiger ist: Die Montage auf der Anhängerkupplung klappt spielend leicht. Abzüge hingegen bekommt er bei der Montage der Fahrräder: Die Fahrräder muss man auf den Fahrradträger heben, weil die montierten Halter auf den Schienen wie ein Keil wirken, wenn man es von der Seite draufschieben möchte. Er punktet hingegen wieder bei der Verarbeitung: Hier haben wir nichts zu bemängeln, die Verarbeitungsqualität wirkt sehr hochwertig. Auch während der Fahrt fällt uns nichts Negatives auf: Es gibt keine merkbaren Verwindungen und keine Störgeräusche; die Fahrräder überstehen den Ausflug ohne jegliche Blessur. Mit der Note 1,5 (sehr gut) und aufgrund des günstigen Preises wird der Eufab Premium II unser Preis-Leistungs-Sieger.
So hat AUTO BILD getestet
Im ersten Schritt wurde auf die Bedienungsanleitung und die Warnhinweise geschaut: Sind sie leicht zu erkennen und gut zu verstehen? Erst dann galt den Fahrradträgern die Aufmerksamkeit. So wurde geguckt, ob eine Erstmontage nötig ist und wenn ja, wie kompliziert sie ablief. Außerdem wurde das mitgelieferte Zubehör begutachtet: Welche nützlichen Goodies gehören zum Lieferumfang dazu? Nach der Erstmontage ging es an die Handhabung: Wie einfach lässt sich der Fahrradträger tragen? Wie schwer und wie groß ist er? Gibt es einen Griff oder Rollen, die das Handling des zusammengeklappten Trägers vereinfachen?
Auf dem Weg zum Einsatz: Trotz seines Gewichts lässt sich der XLC Almada Work-E dank Tragegriff und integrierter Rollen gut handhaben.
Bild: Sven Krieger / AUTO BILD
Dann ging es ans Auto. Unser Testwagen, ein Audi Q5, hat eine Stützlast von 100 Kilogramm. Somit konnten alle Fahrradträger komplett belastet werden. Doch erst einmal wurde auf die Montage auf der Anhängerkupplung geschaut: Lässt sie sich mit einer Hand bewerkstelligen und wirkt intuitiv? Oder sind mehrere Handgriffe nötig? Lässt sich der Fahrradträger abklappen – und wenn ja, wie weit? Und wie einfach funktioniert das? Wie lässt sich das Kennzeichen am Träger montieren?
Praktisch im Alltag: Auch mit montiertem Fahrradträger lässt sich der Kofferraum dank Abklappfunktion weiterhin öffnen.
Bild: Sven Krieger / AUTO BILD
Die Befestigung der Fahrräder ist ein wichtiger Teil unseres Tests. Hier wurde geschaut, wie einfach sich die Fahrräder auf den Fahrradträger heben oder rollen lassen und ob eine Reihenfolge beim Beladen beachtet werden muss. Zudem wurde geschaut, wie einfach sich Befestigungsteile wie Rahmenhalter oder Felgenhalter zu bedienen sind. Ist es intuitiv? Kann es beim Befestigen zu Schäden am Fahrrad kommen?
Sicher fixiert: Die Rahmenhalterung hält das Fahrrad fest, das integrierte Schloss schützt vor Diebstahl und Gummiauflagen verhindern Kratzer am Rahmen
Bild: Sven Krieger / AUTO BILD
Doch manchmal kommen Schäden erst während der Testfahrt zum Vorschein. So wurden die Fahrradträger nacheinander an den Audi montiert und mit zwei schweren E-Bikes beladen. Die Teststrecke bestand aus einem Schotterweg mit vielen Schlaglöchern und einem Stück Landstraße. Während der Testfahrt wurde subjektiv bewertet, wie sehr sich die Fahrräder bewegen und der Heckträger sich verwindet. Anschließend wurde die Verarbeitungsqualität der Fahrradträger begutachtet.
Härtetest: Auf schlechter Wegstrecke mussten die Fahrradträger ihre Standfestigkeit unter Beweis stellen.
Bild: Sven Krieger / AUTO BILD
Die Testergebnisse im Überblick
AUTO BILD hat zwölf Heck-Fahrradträger getestet. Alle Modelle sind für den Transport von Fahrrädern und E-Bikes zugelassen.
Bild: Sven Krieger / AUTO BILD
Im großen Vergleichstest von Fahrradträgern für die Anhängerkupplung zeigen sich deutliche Unterschiede in der Alltagstauglichkeit. Vor allem Bedienkomfort, Fahrradbefestigung, Gewicht und Handhabung trennen die Modelle. Während einige Träger durch einfache Montage und intuitive Bedienung überzeugen, erfordern andere beim Befestigen der Fahrräder spürbar mehr Zeit und Kraft.
Der Thule EasyFold 3 ist ein hochwertiger Fahrradträger für die Anhängerkupplung, ausgelegt für drei Fahrräder und E-Bikes. Mit 23,5 Kilogramm gehört er zu den schwersten Modellen im Test, was sich beim Tragen und Abnehmen bemerkbar macht. Die Montage auf der Anhängerkupplung gelingt dafür besonders komfortabel: Der Träger lässt sich mit nur einem Handgriff befestigen und sitzt anschließend sehr fest. Auch das Abklappen funktioniert sehr intuitiv und mit einem großen Öffnungswinkel von über 45 Grad, der Zugang zum Kofferraum bleibt problemlos möglich.
Der Thule sitzt schnell und sicher auf der Anhängerkupplung.
Bild: Sven Krieger / AUTO BILD
Das Kennzeichen lässt sich einfach montieren. Bei der Fahrradbefestigung überzeugt der EasyFold 3 mit eher leichter und intuitiver Handhabung. Eine feste Reihenfolge beim Beladen ist nicht erforderlich, der nötige Kraftaufwand bleibt gering. Alle Kontaktstellen sind geschützt, Schäden an den Fahrrädern traten im Test nicht auf. Die Verarbeitungsqualität liegt auf hohem Niveau. Beleuchtung, Stecker der Anhängerkupplung sowie Rahmen- und Radsicherung wirken hochwertig.
Komfortabel gelöst: Beim Thule EasyFold 3 erleichtert die Laderampe das Aufschieben schwerer E-Bikes.
Bild: Sven Krieger / AUTO BILD
Einschränkungen gibt es bei der Diebstahlsicherung, die lediglich über ein Schloss mit Außenbart verfügt. Im Fahrbetrieb zeigt der Thule EasyFold 3 einen sehr stabilen Eindruck. Mit montierten E-Bikes treten keine Störgeräusche auf, der Träger verwindet sich subjektiv nicht und die Fahrräder bleiben sicher fixiert. Auch bei voller Beladung arbeitet der Abklappmechanismus einwandfrei. Der hohe Preis von rund 1.100 Euro relativiert zusammen mit dem hohen Gewicht den insgesamt sehr guten technischen Eindruck.
Mit den Modellen Forza M und Forza L positioniert Atera zwei technisch sehr ähnliche Fahrradträger im Mittelfeld des Testfeldes. Beide sind E-Bike-tauglich, sitzen sehr fest auf der Anhängerkupplung und überzeugen im Fahrbetrieb mit hoher Stabilität. Unterschiede zeigen sich vor allem bei Kapazität, Gewicht und Handhabung. Beide Träger lassen sich unkompliziert in Betrieb nehmen, eine Erstmontage ist nicht nötig. Die Montage auf der Anhängerkupplung gelingt sicher, der Abklappmechanismus arbeitet intuitiv und mit großem Öffnungswinkel. Auch im Fahrbetrieb bleiben die Träger unauffällig: Es treten keine Störgeräusche oder Verwindungen auf, die Fahrräder sitzen sicher, Beschädigungen wurden nicht festgestellt. Die Stabilität bei voller Beladung ist bei beiden sehr gut.
Die Fahrradbefestigung bei den Atera-Modellen ist umständlich, erfordert eine feste Reihenfolge und viel Kraft.
Bild: Sven Krieger / AUTO BILD
Die größte Schwäche beider Modelle ist die Fahrradbefestigung. Diese ist sehr umständlich, erfordert eine feste Reihenfolge beim Laden und vergleichsweise hohen Kraftaufwand. Zwar sind alle Kontaktstellen gut geschützt, der Bedienkomfort bleibt jedoch deutlich hinter den Spitzenmodellen zurück. Auch die Materialanmutung wirkt eher einfach: Beleuchtung, Rahmen- und Radsicherung sowie Diebstahlsicherung sind funktional, aber nicht hochwertig, die Schlösser besitzen nur einen Außenbart. Der Forza M ist für zwei Fahrräder ausgelegt und wiegt 18,2 kg, wodurch er sich noch relativ gut handhaben lässt. Der Forza L transportiert drei Fahrräder, bringt jedoch 21 kg auf die Waage und ist damit spürbar schwerer. Das wirkt sich vor allem beim Tragen sowie beim Auf- und Abbau aus. Zudem liegt der Forza L preislich leicht über dem M-Modell. Abgesehen davon liegen beide Träger bei Montage, Abklappfunktion, Stabilität und Fahrverhalten nahezu gleichauf.
Die Yakima JustClick 2 und JustClick 3 gehören zu den Trägern mit besonders einfacher AHK-Montage. Beide Modelle sind E-Bike-tauglich, unterscheiden sich jedoch bei Anzahl der transportierbaren Fahrräder, Gewicht und Verhalten im Fahrbetrieb. Die Montage auf der Anhängerkupplung zählt zu den größten Stärken beider Modelle. Die Befestigung gelingt mit nur einem Handgriff, der Träger sitzt anschließend fest und sicher. Auch das Abklappen funktioniert bei beiden sehr intuitiv und mit einem Öffnungswinkel von über 45 Grad, sodass der Zugang zum Kofferraum auch mit montierten Fahrrädern möglich bleibt. Die Inbetriebnahme ist unkompliziert, eine Erstmontage ist nicht erforderlich. Im Fahrbetrieb zeigen sich beide Träger stabil.
Unterschied im Fahrbetrieb: Beim Yakima JustClick 2 traten während der Fahrt Störgeräusche auf, der JustClick 3 bleibt trotz höherem Gewicht ruhiger und unauffällig.
Bild: Sven Krieger / AUTO BILD
Die Fahrräder bleiben sicher fixiert, subjektive Verwindungen wurden nicht festgestellt, Beschädigungen an Träger oder Fahrrädern traten im Test nicht auf. Die Verarbeitungsqualität wirkt insgesamt hochwertig, insbesondere bei Beleuchtung, Steckverbindung sowie Rahmen- und Radsicherung. Positiv fällt zudem die Diebstahlsicherung mit Innenbart-Schlüssel auf. Schwächen zeigen beide Modelle bei der Fahrradbefestigung. Das Fixieren der Räder ist eher umständlich, nicht immer passen die Rahmenhalter optimal. Zwar ist der benötigte Kraftaufwand gering, der Bedienkomfort bleibt jedoch nur durchschnittlich.
Beim Platzbedarf im zusammengeklappten Zustand zeigen beide Yakima-Modelle Nachteile. Sowohl der JustClick 2 als auch der JustClick 3 benötigen etwas mehr Stauraum als viele andere Träger im Test. Der JustClick 2 ist für zwei Fahrräder ausgelegt und mit 15 Kilogramm vergleichsweise leicht, was das Tragen und Handling erleichtert. Im Fahrbetrieb traten jedoch Störgeräusche auf, die den Fahreindruck etwas schmälern. Der JustClick 3 transportiert drei Fahrräder, wiegt 19 Kilogramm und ist damit schwerer, bleibt aber noch gut handhabbar. Dafür zeigt er sich im Fahrbetrieb unauffälliger, Störgeräusche traten hier nicht auf.
Der XLC Almada Work-E richtet sich klar an Nutzer, die einen robusten Fahrradträger für E-Bikes suchen und dabei Wert auf einen stabilen Auftritt im Fahrbetrieb legen. Der für zwei Fahrräder ausgelegte Träger bringt 20 Kilogramm auf die Waage und gehört damit zu den schwereren Modellen im Test, lässt sich dank Griff aber noch gut handhaben. Die Inbetriebnahme ist unkompliziert, eine Erstmontage ist nicht nötig. Die Montage auf der Anhängerkupplung gelingt insgesamt sicher, der Träger sitzt fest, benötigt jedoch mehrere Handgriffe und hält nicht selbstständig auf der AHK.
Der XLC Almada Work-E sitzt fest auf der Anhängerkupplung, ist relativ schwer und erfordert bei der Fahrradbefestigung mehrere Handgriffe.
Bild: Sven Krieger / AUTO BILD
Das Abklappen funktioniert sehr intuitiv und mit großem Öffnungswinkel von über 45 Grad, der Zugang zum Kofferraum bleibt möglich. Schwächen zeigt der Almada Work-E bei der Fahrradbefestigung. Diese ist eher umständlich, erfordert vergleichsweise hohen Kraftaufwand, und die Befestigungselemente sind nur teilweise mit Gummi bzw. Schaumstoff versehen, sodass nicht alle Kontaktpunkte zwischen Träger, Fahrradrahmen und Felgen vollständig geschützt sind. Zwar kommt es zu keinen Schäden an den Fahrrädern, der Bedienkomfort bleibt jedoch unterdurchschnittlich. Positiv fällt auf, dass der Abklappmechanismus auch bei voller Beladung einwandfrei funktioniert. Die Verarbeitungsqualität wirkt überwiegend eher günstig, insbesondere bei Rahmen- und Radsicherung. Positiv hebt sich die Diebstahlsicherung mit Innenbart-Schlüssel ab. Im Fahrbetrieb zeigt sich der Träger stabil, allerdings traten Störgeräusche auf. Die Fahrräder bleiben dennoch sicher befestigt, Verwindungen wurden nicht festgestellt.
Der Westfalia Bikelander richtet sich an Nutzer, die eine schlichte Transportlösung für zwei Fahrräder, inklusive E-Bikes, suchen. Mit 15 Kilogramm gehört er zu den leichteren Trägern im Vergleich, was sich beim Tragen grundsätzlich positiv bemerkbar macht. Insgesamt legt er den Fokus auf sicheren Transport, nicht auf einfache Handhabung. Bei der Montage auf der Anhängerkupplung sind mehrere Handgriffe nötig, zudem hält der Träger nicht selbstständig auf der AHK. Das Abklappen ist möglich und lässt sich grundsätzlich intuitiv bedienen, zeigt bei voller Beladung jedoch leichte Einschränkungen. Auch bei der Fahrradbefestigung bleibt der Westfalia hinter vielen Konkurrenten zurück.
Beim Westfalia zeigt der Klapp-Mechanismus unter voller Beladung Schwächen.
Bild: Sven Krieger / AUTO BILD
Es gibt keine durchgehende Schiene, die Befestigung ist eher umständlich, und die Gummi- bzw. Schaumstoffauflagen schützen nur einen Teil der Kontaktstellen, andere Bereiche von Rahmen und Rädern liegen ohne durchgehende Polsterung am Träger an. Positiv: Beschädigungen an den Fahrrädern traten im Test nicht auf. Die Verarbeitungsqualität wirkt insgesamt eher günstig, insbesondere bei Rahmen- und Radsicherung. Auch die Diebstahlsicherung ist einfach ausgeführt und arbeitet mit einem Schlüssel mit Außenbart. Im Fahrbetrieb bleibt der Träger ruhig, es traten keine Störgeräusche oder Verwindungen auf, die Fahrräder sitzen sicher.
Der Bullwing SR7 (11549ON) ist ein E-Bike-geeigneter Fahrradträger für zwei Fahrräder, der die grundlegenden Anforderungen an den Fahrradtransport erfüllt. Mit einem Gewicht von 17 Kilogramm liegt er im mittleren Bereich und lässt sich dank vorhandenem Griff recht einfach tragen. Im zusammengeklappten Zustand bleibt der Platzbedarf kompakt. Die Inbetriebnahme ist unkompliziert: Eine Erstmontage ist nicht nötig, der Aufbau ist in bis zu 15 Minuten erledigt, Zubehör liegt bei. Abstriche gibt es bei der Betriebsanleitung, die nicht auf Deutsch übersetzt und etwas unübersichtlich ist. Bei der Montage auf der Anhängerkupplung zeigt der Bullwing klare Stärken. Der Träger sitzt sehr fest und lässt sich mit nur einem Handgriff befestigen. Auch das Abklappen funktioniert sehr intuitiv, mit einem Öffnungswinkel von über 45 Grad. Das Kennzeichen lässt sich sehr einfach montieren, der Abklappmechanismus ist arretiert.
Der Bullwing sitzt fest auf der Anhängerkupplung und lässt sich einfach montieren, die Fahrradbefestigung ist jedoch eher umständlich und wenig komfortabel.
Bild: Sven Krieger / AUTO BILD
Beim Auf- und Zuklappen des Trägers selbst ist allerdings etwas Geduld nötig, da dieser Vorgang etwas umständlich und fummelig ausfällt. Die Fahrradbefestigung ist eher umständlich, eine feste Reihenfolge beim Laden muss eingehalten werden. Die Gummi- bzw. Schaumstoffauflagen schützen die Kontaktstellen nur teilweise, der benötigte Kraftaufwand bleibt jedoch gering. Schäden an den Fahrrädern traten im Test nicht auf. Bei der Verarbeitungsqualität zeigt sich ein uneinheitliches Bild: Während Stecker der Anhängerkupplung und Diebstahlsicherung hochwertig wirken und letztere mit einem Innenbart-Schlüssel ausgestattet ist, erscheinen Beleuchtung sowie Rahmen- und Rädersicherung eher günstig. Der Abklappmechanismus funktioniert einwandfrei, die Stabilität bei voller Beladung zeigt jedoch leichte Schwächen. Im Fahrbetrieb blieb der Bullwing nicht völlig unauffällig. Es traten Störgeräusche auf, zudem bewegten sich die Fahrräder leicht. Eine subjektiv starke Verwindung des Trägers wurde jedoch nicht festgestellt, Beschädigungen am Heckträger traten nicht auf.
Der Fischer ProLine Evo 3 zählt zu den günstigeren Fahrradträgern im Test und ist für den Transport von drei Fahrrädern, inklusive E-Bikes, ausgelegt. Mit 20,5 Kilogramm gehört er zu den schwereren Modellen, bleibt im zusammengeklappten Zustand jedoch noch kompakt. Bereits bei der Inbetriebnahme zeigen sich klare Schwächen. Die Erstmontage ist sehr umständlich, es besteht Verletzungsgefahr, und der Aufbau dauert mit knapp 30 Minuten vergleichsweise lange. Zubehör liegt bei, die Anleitung ist vorhanden. Auch die Montage auf der Anhängerkupplung überzeugt nicht. Der Träger sitzt nicht ganz fest und lässt sich nicht gerade montieren. Das Abklappen ist möglich, erfolgt jedoch nicht intuitiv, der Öffnungswinkel fällt mit 30 bis 45 Grad begrenzt aus. Positiv: Das Kennzeichen lässt sich einfach montieren, der Mechanismus arretiert.
Die Befestigung der Fahrräder gelang beim Fischer ProLine Evo 3 einfach, während der Fahrt traten jedoch Geräusche auf und es zeigte sich eine leichte Instabilität.
Bild: Sven Krieger / AUTO BILD
Bei der Fahrradbefestigung schneidet der Fischer besser ab. Die Räder lassen sich eher leicht und intuitiv fixieren, ohne feste Reihenfolge und mit geringem Kraftaufwand. Allerdings stoßen die Fahrräder am Rahmen an, was im Test zu Beschädigungen an den Fahrrädern führte. Die Verarbeitungsqualität wirkt insgesamt sehr günstig. Rahmen- und Radsicherung, Beleuchtung sowie Steckverbindung hinterlassen einen einfachen Eindruck, die Diebstahlsicherung mit Außenbart-Schlüssel stellt keine große Hürde dar. Der Abklappmechanismus arbeitet umständlich, die Stabilität bei voller Beladung zeigt leichte Schwächen. Im Fahrbetrieb traten Störgeräusche auf, zudem bewegten sich die Fahrräder leicht, auch wenn es zu keinen Schäden am Träger selbst kam.
Der Fischer ProLine Evo 126001 bildet im Testfeld das Schlusslicht und zeigt in vielen Disziplinen deutliche Schwächen. Der für zwei Fahrräder ausgelegte, E-Bike-geeignete Träger wiegt 16 Kilogramm und ist damit vergleichsweise leicht. Die Inbetriebnahme gestaltet sich jedoch problematisch: Die Erstmontage ist sehr umständlich, es besteht Verletzungsgefahr, der Aufbau dauert deutlich länger, und Zubehör fehlt. Auch die Montage auf der Anhängerkupplung fällt negativ auf. Der Träger sitzt nicht richtig fest und muss mit einem Inbusschlüssel nachgespannt werden. Eine richtige Fixierung ist kaum möglich. Zwar ist das Abklappen möglich, die Bedienung erfolgt jedoch zu leicht und ohne definierten Widerstand, was wenig Vertrauen schafft.
Der Fischer ProLine Evo sitzt nicht richtig auf der Anhängerkupplung fest und muss mit dem Inbusschlüssel nachjustiert werden.
Bild: Sven Krieger / AUTO BILD
Bei der Fahrradbefestigung zeigt der Fischer weitere Schwächen. Das Fixieren gelingt zwar eher leicht, jedoch stoßen die Fahrräder am Rahmen an, die Schutzpolster decken nur einen Teil der Kontaktstellen ab, und es kommt zu Beschädigungen an den Fahrrädern. Die Fahrräder bewegen sich während der Fahrt, was den Fahreindruck zusätzlich verschlechtert. Die Verarbeitungsqualität wirkt durchweg sehr günstig. Rahmen- und Radsicherung, Beleuchtung und Steckverbindung hinterlassen keinen hochwertigen Eindruck. Auch die Diebstahlsicherung stellt keine nennenswerte Hürde dar. Im Fahrbetrieb zeigt der Träger deutliche Defizite: Es treten Störgeräusche auf, der Träger verwindet sich, und die Fahrräder sitzen nicht stabil.
Fahrradträger im Vegrleich
Uebler
i21 S
Thule
Epos 978
Thule
EasyFold 3 für 3 Fahrräder (945100)
Eufab
Premium II
Yakima
JustClick 2
Yakima
JustClick 3
Westfalia Automotive
Bikelander
Atera
Strada Forza M (022800)
XLC
Almada Work-E
Atera
Forza L (022801)
Bullwing
SR7 (11549ON)
Fischer die Fahrradmarke
Fischer ProlineEvo 3
Fischer die Fahrradmarke
Fischer ProlineEvo 126001
Maße zusammengeklappt
Maße zusammengeklappt
-
69 x 72,5 x 27 cm
77 x 72 x 31 cm
59 x 30 x 71,5 cm
32 x 110 x 77 cm
77 x 101 x 32 cm
19,5 x 58 x 69,5 cm
75 x 53 x 25 cm
50,5 x 23 x 86,5 cm
96 x 53 x 25 cm
55,5 x 30 x 68 cm
94 x 61 x 32 cm
68 x 61 x 20 cm
Gewicht
Gewicht
13,5
15 kg
23,5 kg
16 kg
15 kg
19 kg
15 kg
18,2 kg
20 kg
21 kg
17 kg
20,5 kg
16 kg
Anzahl Fahrräder
Anzahl Fahrräder
2
2
3
2
2
3
2
2
2
3
2
3
2
Erstmontage
Erstmontage
nicht nötig
nicht nötig
nicht nötig
nicht nötig
nicht nötig
nicht nötig
nicht nötig
nicht nötig
nicht nötig
nicht nötig
nicht nötig
sehr umständlich
Zeitaufwand beim Zusammenbau
Zeitaufwand beim Zusammenbau
bis 15 Minuten
bis 15 Minuten
bis 15 Minuten
bis 15 Minuten
bis 15 Minuten
bis 15 Minuten
bis 15 Minuten
bis 15 Minuten
bis 15 Minuten
bis 15 Minuten
bis 15 Minuten
15–30 Minuten
15–30 Minuten
Weitere Spezifikationen
Wie einfach ist die Befestigung auf der AHK?
sehr leicht, ein Handgriff
sehr leicht, ein Handgriff
sehr leicht, ein Handgriff
sehr leicht, ein Handgriff
sehr leicht, ein Handgriff
sehr leicht, ein Handgriff
umständlich, viele Handgriffe
leicht, mehrere Handgriffe
hält nicht alleine auf der AHK
leicht, mehrere Handgriffe
sehr leicht, ein Handgriff
lässt sich nicht gerade montieren
lässt sich nicht gerade fixieren
Wie einfach lässt sich das Fahrrad befestigen?
eher leicht
eher leicht
eher leicht/ intuitiv
etwas umständlicher durch drehbare Rahmenhalter, über Rückleuchten heben und Griffe. Nicht befahrbar, weil Schiene im Weg
eher umständlich
eher umständlich
keine durchgehende Schiene für Fahrradbefestigung
sehr umständlich
eher umständlich
sehr umständlich
eher umständlich
eher leicht/ intuitiv
eher leicht
Allgemeine Verarbeitungsqualität
wirkt sehr hochwertig
wirkt sehr hochwertig
wirkt sehr hochwertig
wirkt hochwertig
wirkt hochwertig
wirkt hochwertig
wirkt eher günstig
wirkt eher günstig
wirkt eher günstig
wirkt eher günstig
wirkt eher günstig
wirkt sehr günstig
wirkt sehr günstig
Pro
Pro
sehr gute Verarbeitungsqualität
leicht zu handhaben
hält sehr fest
Befestigungsteile durch Gummi/Schaumstoff geschützt
hochwertige Verarbeitungsqualität
sehr feste Fixierung
hochwertige Verarbeitungsqualität
Fahrrad-Befestigung intuitiv
sitzt sehr fest auf der Anhängerkupplung
keine Erstmontage nötig
keine Störgeräusche
sehr stabil
einfache Befestigung
einfache Montage
stabil
sehr einfaches Auf- und Zuklappen des Heckträgers
Stabilität bei Beladung
hochwertiger Stecker der Anhängerkupplung
feste Fixierung auf AHK
gute Stabilität
Reihenfolge beim Laden irrelevant
sehr feste Fixierung der Anhängerkupplung
Funktion des Abklappmechanimus bei voller Beladung
schnell zusammengebaut
keine Erstmontage nötig
festmontierte Rahmenhalter
einfache Bedienung
Qualität der Diebstahlsicherung
stabil bei voller Beladung
Befestigung vom Fahrrad umständlich
selbsterklärende Montage
feste Fixierung auf AHK
Diebstahlsicherung durch Schlüssel mit Innenbart
inklusive Zubehör
Betätigung der Befestigung erfordert eher wenig Kraft
Abklappmechanismus arretiert
günstiges Preisniveau
keine Beschädigungen am Heckträger
keine Reihenfolge beim Laden
Kontra
Kontra
Schlüssel wirkt billig
Qualität der Diebstahlsicherung könnte besser sein
sehr schwer
umständliche Befestigung vom Fahrrad
hakeliger Stecker der Anhängerkupplung
günstig wirkender Stecker der Anhängerkupplung
Verarbeitung der Rahmen- und Rädersicherung
Reihenfolge zum Laden muss beachtet werden
umständliche Fahrrad-Befestigung
fehlender Schutz der Befestigungsteile
Auf- und Zuklappen des Heckträgers fummelig
viele Handgriffe für die Befestigung an der AHK nötig
günstig wirkende Verarbeitungsqualität
Fahrrad-Befestigung sehr umständlich
etwas instabil bei voller Beladung
fehlender Schutz der Befestigungsteile
Halt auf der AHK
günstig wirkende Diebstahlsicherung
benötigt viel Kraft
recht schwer
Störgeräusche
Fahrräder bewegen sich etwas
umständliche Befestigung von Rädern
günstige Verarbeitung
Stecker der Anhängerkupplung wirkt günstig
umständliche Funktion des Abklappmechanimus bei voller Beladung
Fixierung auf der Anhängerkupplung könnte fester sein
Erstmontage notwendig
Fahrrad stößt am Rahmen an
Diebstahlsicherung – keine große Hürde
Fahrräder bewegen sich etwas
Info: Bei Notengleichheit in der Bestenliste sortieren wir ab sofort nach unseren internen Testergebnissen, in denen wir auf drei Nachkommastellen genau rechnen.
Fazit zum Fahrradträger-Test von AUTO BILD (2026)
Vor dem Auspacken war noch völlig offen, welcher Fahrradträger am Ende wirklich überzeugt.
Bild: Sven Krieger / AUTO BILD
Der Test zeigt: Der beste Fahrradträger ist nicht automatisch der günstigste – und umgekehrt. Mit der Note 1,0 (sehr gut) setzt sich der Thule Epos 2 klar an die Spitze des Testfeldes. Er überzeugt mit besonders einfacher Montage, sehr intuitiver Fahrradbefestigung und hoher Stabilität im Fahrbetrieb. Gerade beim Transport schwerer E-Bikes spielt der Thule seine Stärken aus. Der Nachteil: Mit einem Preis von rund 1.000 Euro ist der Testsieger eine der teuersten Lösungen im Vergleich. Deutlich günstiger und damit die attraktivere Alternative für viele Käufer ist der Preis-Leistungs-Sieger Eufab Premium II.
Für weniger als die Hälfte des Preises bietet er eine überzeugende Gesamtleistung. Montage und Fahrstabilität sind auf hohem Niveau, die Räder werden sicher transportiert. Lediglich der Bedienkomfort ist schwächer als beim Testsieger. Auch die Träger von Yakima und Atera bewegen sich auf einem soliden Niveau und eignen sich gut für den regelmäßigen Einsatz, verlangen beim Handling jedoch mehr Geduld. XLC und Westfalia erfüllen die Grundanforderungen, bleiben beim Komfort aber hinter der Konkurrenz zurück. Der Fahrradträger von Fischer überzeugt im Test nicht – vor allem Verarbeitung und Handhabung lassen deutlich zu wünschen übrig. Unterm Strich: Wer maximale Sicherheit und Komfort sucht, greift zum Thule Epos 2. Wer deutlich weniger ausgeben möchte und mit kleinen Kompromissen leben kann, fährt mit dem Eufab Premium II am besten.
Die maximale Stützlast Ihres Autos entscheidet darüber, wie viel Gewicht Sie auf dem Fahrradträger transportieren dürfen. Der Wagen für den Test, ein BMW 320d Touring, hat eine eingetragene Stützlast für die werksseitige Anhängerkupplung von 75 Kilo. Der Heckträger darf demnach mit den Rädern nicht mehr als 75 Kilo wiegen. Wenn Sie die maximale Stützlast überschreiten, ist das nicht nur gefährlich, es droht auch ein Bußgeld. Die Angaben zur Stützlast finden Sie in der Zulassungsbescheinigung Teil 1 unter Punkt 13 oder in der Betriebsanleitung zum Fahrzeug. Der Atera Genio Pro etwa wurde mit einem Eigengewicht von 20,9 kg gewogen. Heißt: Für den Transport von zwei Rädern bleiben nur 54,1 kg übrig. Und das kann bei zwei E-Bikes schon knapp werden.
Auch wichtig: Meist verdeckt der Träger das Kfz-Kennzeichen – ein drittes Schild ist dann nötig, das am Fahrradträger montiert werden kann. Ein solches Schild gibt es im Internet ab zehn Euro. Löst der Fahrradträger die Rückfahrpiepser im Stoßfänger dauerhaft aus, lassen sich diese meist stumm schalten. Sie brauchen Zubehör? In den Onlineshops der Hersteller gibt es diverse Extras, etwa Auffahrschienen für besonders schwere Räder oder Erweiterungen für ein drittes Fahrrad. Tipp: Viele E-Bikes haben abnehmbare Akkus. Damit können Sie das Gewicht der Räder verringern. Vielleicht reicht es am Ende trotz geringer Stützlast für den Transport von zwei Exemplaren.
Fahrradträger-Typen im Vergleich
• Traditionsmodell: Fahrrad Dachträger Weil es lange ein Verbot von Gepäcktransport vor oder hinter dem Auto gab, wanderten Frachten in Deutschland traditionell aufs Wagendach. So auch Fahrräder. Im Radrennsport werden die Ersatzmaschinen ebenfalls auf dem Dach des Begleitautos transportiert.
+ Relativ günstig, breites Angebot, Transport von vier oder sogar mehr Rädern. - Hoher Schwerpunkt, kraftaufwendiges Verstauen, nur für leichte Räder geeignet.
• Allround-Lösung: Fahrrad Heckträger ohne Deichsel Sie heißen Paulchen, Atera Linea oder Eckla Porty – Fahrradträger fürs Wagenheck, die keine Anhängerkupplung benötigen. Funktioniert an Steil- und Fließheckmodellen.
+ Praktisch, denn sie passen bei fast allen Fahrzeugmodellen mit Steil- und Fließheck. - Fummelig, die Befestigung erfordert einigen Montageaufwand und erschwert den Zugang zum Kofferraum.
• Solide Anhängsel: Fahrrad Heckträger für Anhängerkupplung Deichselträger für die Anhängerkupplung sind beliebt und weit verbreitet. Sie gibt es für bis zu vier Fahrräder, sind schnell montiert und sitzen stabil auf dem Kugelkopf. Dank Klappmechanismus bleibt der Kofferraum bei den meisten Modellen von außen erreichbar. Aber Achtung: Besonders die preiswerten Modelle bergen Sicherheitsrisiken, können sich bei Notbremsungen verdrehen und das Zugauto beschädigen.
+ Fahrräder werden windgeschützt transportiert, Mehrverbrauch hält sich in Grenzen. - Relativ teuer, Auto benötigt eine Anhängerkupplung, teilweise schwer und sperrig.
Mehrverbrauch durch Fahrradträger: Welche Variante kostet mehr??
Heckträger sparen Sprit. Logisch, denn die Fahrräder stehen quer zur Fahrtrichtung im Windschatten, während sie auf dem Dach die Aerodynamik verschlechtern. Doch das ist nur die halbe Wahrheit, denn auch die Form des Fahrzeugs spielt eine Rolle: Bei Windkanalversuchen mit einem Mercedes C 200 Kombi lag der Mehrverbrauch mit Heckträger bei 0,2 Litern (120 km/h), bei der Limousine indes bei 0,8 Litern und damit höher als beim Dachträger (0,7 l).
Strafen bei falsch gesicherten Rädern
Bei falscher oder mangelhafter Ladungssicherung drohen Bußgelder von bis zu 75 Euro, zusätzlich gibt es einen Punkt in Flensburg.
Bild: Berndt Andresen
In der Urlaubszeit meldet der Verkehrsfunk mit schöner Regelmäßigkeit ungewollte Flugobjekte: "Zwischen dem Kreuz Osnabrück-Nord und Bramsche liegen Fahrräder auf der Fahrbahn." Immer wieder stürzen Zweiräder vom Auto und sind Auslöser für Unfälle. Die Ursachen sind meist falsche Sicherung oder klapprige Billig-Autoträger. Deswegen ist es wichtig, auf einen verkehrssicheren Fahrradträger zu achten, denn sind die Fahrräder nicht korrekt befestigt oder fallen herunter, drohen Bußgelder. Wer mit einem nicht ordentlich gesicherten Fahrrad erwischt wird, muss mindestens 20 bis 35 Euro zahlen. Bei Gefährdung oder einem Unfall durch das schlecht gesicherte Fahrrad, drohen sogar 60 bzw. 75 Euro sowie ein Punkt in Flensburg.
Nützliches Wissen rund um Fahrradträger
Welcher Fahrradträger für die Anhängerkupplung ist der beste?
Im AUTO BILD Fahrradträger-Test geht der Thule Epos 2 als Testsieger hervor. Ausschlaggebend sind vor allem die sehr hochwertige Verarbeitung, die besonders intuitive Bedienung sowie die einfach und sicher gelöste Befestigung der Fahrräder, die den Transport selbst schwerer E-Bikes deutlich erleichtert.
Wie viel darf ein guter Fahrradträger kosten?
Deutlich günstiger als der Testsieger ist der Preis-Leistungs-Sieger: Der Eufab Premium II kostet mit rund 350 Euro nur einen Bruchteil der Topmodelle, bietet im Test aber eine insgesamt überzeugende Leistung mit nur wenigen Abstrichen beim Komfort.
Was muss ich bei einem Fahrradträger für die Anhängerkupplung beachten?
Wichtig bei einem Heck-Fahrradträger ist, dass die maximale Stützlast des Autos nicht überschritten wird. Diese entscheidet darüber, wie viel Gewicht auf dem Träger transportiert werden darf. Wird die maximale Stützlast überschritten, ist das nicht nur gefährlich, es droht auch ein Bußgeld. Die Angaben zur Stützlast findet man in der Zulassungsbescheinigung Teil 1 unter Punkt 13 oder in der Betriebsanleitung zum Fahrzeug.
Wie breit darf ein Auto mit Fahrradträger insgesamt sein?
Wird ein Auto mit Fahrrädern beladen, darf die Breite insgesamt höchstens 2,55 Meter betragen. Dabei dürfen die Räder seitlich jeweils maximal 40 Zentimeter über die Schlussleuchten hinausragen.
Ist der Spritverbrauch bei einem Heck-Fahrradträger niedriger als bei einem Dachträger?
Heckträger sparen Sprit, denn die Fahrräder stehen quer zur Fahrtrichtung im Windschatten, während sie auf dem Dach die Aerodynamik verschlechtern. Doch das ist nur die halbe Wahrheit, denn auch die Form des Fahrzeugs spielt eine Rolle: Bei Windkanalversuchen mit einem Mercedes C 200 Kombi lag der Mehrverbrauch mit Heckträger bei 0,2 Litern (120 km/h), bei der Limousine aber bei 0,8 Litern und war damit höher als beim Dachträger (0,7 l).