Manche Autos sind ihrer Zeit voraus. Andere wirken, als kämen sie aus einer völlig anderen Welt. Der Mitsubishi Flying Pug gehört eindeutig zur zweiten Kategorie. Das ungewöhnliche SUV auf Basis des Pajero Junior verbindet japanische Technik mit britischem Retro-Design und sorgt selbst fast 30 Jahre nach seiner Vorstellung noch für ungläubige Blicke. Jetzt kommt eines der seltenen Exemplare in den USA unter den Hammer.
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Mitsubishi wollte britischen Charme nach Japan holen

Mitte der 1990er-Jahre suchte Mitsubishi nach neuen Ideen für den damals erfolgreichen Pajero Junior. Das kompakte Geländewägelchen war vor allem auf dem japanischen Heimatmarkt beliebt. Mit dem Flying Pug entstand daraus eine Sonderversion, die optisch an klassische britische Automobile erinnern sollte. Große Chromgrills, runde Scheinwerfer, verchromte Spiegel und geschwungene Kotflügel ließen den Wagen eher wie ein London-Taxi oder einen kleinen Rolls-Royce wirken als wie einen japanischen Offroader.
Mitsubishi Pajero Junior "Flying Pug"
In der Heckansicht wird schnell klar, dass unter dieser Karosserie ein Geländewagen steckt!
Bild: Mecum Auctions
Der Name "Flying Pug" dürfte heute ebenfalls für Verwunderung sorgen. Damals sollte er den eigenwilligen Charakter des Modells unterstreichen. Das Problem: Die Kundschaft konnte mit dem extravaganten Auftritt offenbar wenig anfangen. Ursprünglich plante Mitsubishi eine deutlich größere Kleinserie. Die Nachfrage blieb jedoch weit hinter den Erwartungen zurück. Statt der vorgesehenen 1000 Fahrzeuge entstanden lediglich 139 Exemplare. Damit zählt der Flying Pug heute zu den seltensten Serien-Mitsubishis überhaupt. Gerade diese geringe Stückzahl macht das Modell inzwischen für Sammler interessant. Vor allem außerhalb Japans tauchen Flying-Pug-Modelle nur äußerst selten auf.

Technik vom Pajero Junior

Unter der auffälligen Karosserie steckt allerdings weitgehend bekannte Großserientechnik. Der Flying Pug nutzt die Plattform des Pajero Junior und wird von einem 1,1-Liter-Vierzylinder angetrieben. Der Motor leistet 79 PS und stellt 98 Newtonmeter Drehmoment bereit. Auch das zuschaltbare Allradsystem wurde übernommen. Neben Hinterradantrieb stehen verschiedene Allrad-Modi inklusive Untersetzung zur Verfügung. Damit ist der Flying Pug deutlich geländetauglicher als sein extravagantes Erscheinungsbild vermuten lässt.

Seltene Auktion in den USA

Das nun angebotene Fahrzeug präsentiert sich laut Auktionsunterlagen weitgehend im Originalzustand. Auffällig sind die schwarze Lackierung, die weißen Reifenflanken und die zahlreichen Chromdetails. Trotz seines Sammlerstatus wurde der Wagen nicht geschont: Auf dem Tacho stehen bereits mehr als 131.000 Kilometer.
Wie hoch der Zuschlag am Ende ausfallen wird, bleibt abzuwarten. Sicher ist jedoch: Wer einen Flying Pug besitzt, fährt eines der ungewöhnlichsten Mitsubishi-Modelle aller Zeiten. Und dürfte auf jedem Oldtimer- oder Youngtimer-Treffen mehr Aufmerksamkeit bekommen als so mancher Supersportwagen. Die Auktion findet am 24. September 2026 in Nashville statt und wird von Mecum Auctions ausgeführt.