BMW M5 (E39): Einzelstück mit Volkswagen-W10
Der BMW M5 mit Zehnzylinder – von VW!

AUTO BILD fährt exklusiv den einzigen BMW M5 mit VW-Motor, dem fast 500 PS starken W10 – und forscht, ob Piëch das Auto wirklich selbst fuhr.
Bild: Marcus Gloger / AUTO BILD
Einem BMW M5 den V8 zu entreißen und stattdessen einen VW-Motor einzubauen – wenn es eine Inquisition der BMW-Fanatiker gäbe, lautete die Anklage entweder "Schändung" oder "Gotteslästerung". (Dabei sollte der M5 der Baureihe E39 erst gar keinen V8 bekommen.)
Aber (Pardon, liebe BMW-Fanatiker) so schön der S62B50 mit seinen 400 PS auch ist: In diesem Fall ist der VW-Motor ungleich spannender. Denn es ist ein Zehnzylinder, ein W10, konstruiert grob nach dem Muster der VW-Motoren W8 und W12 und dennoch in den meisten Details anders. Zwei oder drei dieser W10-Motoren wurden unseres Wissens komplettiert, und offenbar nur ein einziger wurde zu Testzwecken in ein Auto eingebaut. Genau, in den BMW M5 auf unseren Fotos.

Kurz vor der Versteigerung bei Broad Arrow Auctions hat AUTO BILD den BMW M5 mit VW-Motor in Belgien angesehen – und ist ihn auch gefahren.
Bild: Marcus Gloger / AUTO BILD
Dieses M5-Einzelstück wird am 9. Oktober 2026 vom Auktionshaus Broad Arrow Auctions versteigert. Drei Tage vorher war AUTO BILD in Belgien, am Rande der Zoute Grand Prix Car Week 2026, wo der M5 W10 unter den Hammer kommt. Schätzpreis: 250.000 bis 350.000 Euro.
Wir haben den BMW mit VW-Motor exklusiv gefahren, stellen seine Technik und seine Geschichte vor.

Seine Luft saugt der W10 durch Kästen und Kanäle an, die aufwendig aus Karbon angefertigt wurden ...
Bild: Marcus Gloger / AUTO BILD

... und die sich einfach und schnell per Schnappverschluss vom den Ansaugkanälen aus Metall lösen lassen.
Bild: Marcus Gloger / AUTO BILD
Und dann gibt es da noch diese Geschichte, die durchs Internet geistert: Angeblich hat Ferdinand Piëch genau diesen BMW als sein persönliches Auto genutzt. Kann das stimmen? Hat VW die Entwicklung dieses Motors – der offenbar bei einer Spezialfirma in Remscheid gebaut wurde – überhaupt selbst in Auftrag gegeben? AUTO BILD geht der rätselhaften Geschichte nach.
Hat VW diesen W10-Motor nicht selbst entwickelt und gebaut? Wer dann?
Der W10 entstand nach allem, was wir wissen, nicht in Wolfsburg. Sondern in Remscheid bei Wuppertal (NRW). 1999 konstruierte und baute – soweit wir wissen – die SWR Motorsport GmbH den Motor, der so sehr nach VW aussieht. Zumindest waren sie ganz wesentlich daran beteiligt.

Zehn Stecker für zehn Zündspulen ganz hinten im Motorraum unterm Scheibenwischer.
Bild: Marcus Gloger / AUTO BILD
Was die Recherche schwierig macht: Die SWR gibt es nicht mehr. Und die späteren Firmen MP Engineering und MPE, in der teils dieselben Ingenieure in denselben Räumen weitergearbeitet haben sollen? Auch die sind Geschichte. Und die Chefin von SWR, Dr.-Ing. Sabine Willeke, ist 2023 mit 74 Jahren verstorben.
Im Internet wird teils Wolfram Willeke, teils Sabine Willeke als Kopf hinter dem W10-Motor beschrieben. Was stimmt, und in welcher Beziehung standen sie zueinander? Die Auflösung: Wolfram und Sabine Willeke waren ein und dieselbe Person – Wolfram Willeke entschied sich, als Sabine Willeke zu leben, erzählen Leute aus der W-Motor-Szene.

10W60-Motoröl nach Spezifikation des technisch verwandten Bugatti W16.
Bild: Marcus Gloger / AUTO BILD
Wer war SWR?
Die Firma bezeichnete sich selbst als Ingenieurbüro für Automobiltechnik. Sie war schon 1986 aktiv, hatte also 1999 recht viel Erfahrung. Spezialisiert war sie auf die Entwicklung und Konstruktion von Motoren und deren Komponenten; ein Schwerpunkt waren Rennmotoren.
Hat VW die Entwicklung beauftragt oder nicht?
Buchautor Eberhard Kittler schreibt in seinem Buch "High-Tech-Motoren von Volkswagen", er habe mit Ferdinand Piëch über den W10-Motor gesprochen. Und Piëch wollte demnach den W10-Motor für den Phaeton und für den Touareg haben.

Bild: Marcus Gloger / AUTO BILD
Piëch beauftragte zwei unterschiedliche Abteilungen bei VW, das W-Konzet zu entwickeln: den Sportmotorenbau und die Abteilung Forschung und Entwicklung. Das berichtet der VW-Phaeton-Sammler Dr. Andreas Menke aus Soest, der sich gut mit der Geschichte der W-Motoren auskennt und Autos mit W-Motoren sammelt – auf Instagram bekannt unter @dasmeisterstuck. Die Forschungsabteilung hätte SWR als externen Dienstleister ins Boot geholt.
Warum SWR? Die Wolfsburger kannten die Firma schon, unter anderem hatte sie laut Menke vorher schon einen VR8- und einen VR4-Motor entwickelt.
Kittlers Zeitzeugenbericht und Menkes Rekonstruktion sind wichtig für die Einordnung – aber kein schriftlicher Beweis, dass VW die Firma SWR beauftragt hat, einen W10 zu entwickeln. Geschweige denn, einen BMW M5 zu besorgen und den auf W10 umzurüsten.
Gibt es Beweise? Ob noch irgendwo Unterlagen der ehemaligen Firma SWR erhalten sind, wissen wir nicht. AUTO BILD hat das Volkswagen-Konzernarchiv, Volkswagen Classic und die Stiftung AutoMuseum Volkswagen nach Unterlagen gefragt. Am klarsten hat Dieter Landenberger geantwortet, Leiter der historischen Kommunikation im VW-Konzern: "In unseren Unterlagen findet sich rein gar nichts."

Bild: Marcus Gloger / AUTO BILD
Heißt das, VW hat weder den W10 noch den M5-Versuchsträger in Auftrag gegeben? Nein. Nicht jeder Schriftsatz ist erhalten, und nicht jeder erhaltene Schriftsatz ist so gut digital erfasst, dass er sich im Archiv mit wenigen Klicks auffinden ließe.
Einen Hinweis hat Chefhistoriker Dieter Landenberger dann aber doch: Ein ehemaliger Mitarbeiter erinnere sich daran, den BMW M5 mit W10-Motor damals auf dem VW-Testgelände in Ehra-Lessien gesehen zu haben.
Und noch einen Zeitzeugen gibt es: Ex-VW-Entwickler Oliver Schmidt. Er war 1999 bei VW und arbeitete an Motoren mit. Im Podcast "Alte Schule" erzählt er: Auch VW-Konstrukteur Gregor Gries, der 2001 zu Bugatti ging und am W16-Motor arbeitete, habe an einem Zehnzylinder mitgewirkt. Seiner hatte Direkteinspritzung und Schichtladung wie der Motor EA111, den wir aus dem VW Lupo 1.4 FSI kennen. Laut Andreas Menke war das aber kein W10, sonderen ein V10.
"Ich kenne den Motor in einem roten Golf von Gregor, der ist sehr viel mit dem Auto gefahren", erzählte Schmidt. Das muss nicht die gleiche Konstruktion sein wie die von SWR, aber es ist ein weiteres Indiz, dass es einen Auftrag gab, einen (oder mehrere) Zehnzylinder zu entwickeln.
Schmidt ordnet ein, "dass die ganze Entwicklungsgeschichte eigentlich auf Zehnzylindern basieren sollte, aber man sich dann für Acht- und Zwölfzylinder entschieden hat, weil eins besser in den Passat und das andere in A8 und Phaeton passte."
Wie viele W10-Motoren von SWR gibt es?
Die Quellen, die wir gefunden haben, berichten teils von zwei, teils von drei kompletten W10-Motoren – einschließlich des separaten Motors, der mit dem M5 zusammen versteigert wird. Einen bloßen Motorblock hat Arjanit "Ari" Mula-Lingner aus Lehrte bei Hannover gefunden; er hat sich mit seiner Werkstatt auf VR- und W-Motoren von VW spezialisiert. Instagram-User kennen ihn unter @fixitari_unvrnunft. Der Block gehört inzwischen Dr. Andreas Menke. Ari Mula-Lingner erzählt außerdem von einem Motorblock, der in Wolfsburg als Couchtisch stehen soll.

Bild: Marcus Gloger / AUTO BILD
Was ist eigentlich ein W-Motor?
Nach der reinen Motorenbaulehre ist ein W-Motor ähnlich wie ein V-Motor (der eine Kurbelwelle, aber zwei Zylinderbänke hat) – nur dass er statt zwei gleich drei Zylinderbänke hat. Die berühmte Skizze, die Piëch 1997 während einer Zugfahrt in Japan kritzelte, zeigt Ideen für so einen Motor mit 18 Zylindern. Der wurde auch entwickelt; allerdings holten die ersten Exemplare (z. B. 1999 im Bugatti Chiron 18.3) aus 6,3 Liter Hubraum um die 560 PS – nicht gerade überwältigend für 18 Zylinder.

Bild: Marcus Gloger / AUTO BILD
Die Motorenentwickler bei VW fingen noch einmal von vorn an. Sie griffen auf das Prinzip des VR-Motors zurück: Die VR6-Motoren, die VW seit 1991 verkaufte, haben einen extrem schmalen Zylinderwinkel von nur 15 Grad, ebenso die VR5 mit einem Zylinder weniger.
Für den Bugatti Veyron 16.4 und die Luxusmodelle VW Phaeton und VW Touareg verbanden sie im Prinzip zwei VR-Motoren V-förmig zu einem einzigen Motor. Also: links eine Bank mit mehreren Zylindern, die im Winkel von 15 Grad zueinander stehen, rechts das Gleiche, und beide Bänke werden wie bei einem V-Motor an der gemeinsamen Kurbelwelle zusammengefügt. Beim ersten Bugatti-W16 wurden sie im 72-Grad-Winkel vereint, etwa ab 2000 bei Bugatti mit 90 Grad, bei den VW-Motoren immer mit 72 Grad Zylinderbankwinkel.
Hauptvorteil ist die kompakte Bauweise, also der geringe Platzbedarf für viele Zylinder. Der W10 zum Beispiel ist kaum breiter als ein V10, aber deutlich kürzer.
Intern, so berichten VW-Konstrukteure, wurden diese Triebwerke VV-Motoren genannt. Irgendjemand entschied dann aber, sie unter dem Namen W-Motor (W16, W12, W8) zu verkaufen.
Diese Autos haben W-Motoren von VW
Motor | Modelle |
|---|---|
W8 | Der einzige Serienwagen mit einem W8-Motor nach dem Doppel-VR-Prinzip blieb der VW Passat W8 (Baureihe B5.5, 2001 bis 2004). Er hatte vier Liter und 275 PS. Dieser Motor tauchte in keinem anderen Modell auf; Phaeton und Touareg bekamen den konventionellen V8, der auch bei Audi lief. |
W12 | - VW Phaeton W12 - VW Touareg W12 (Baureihe 7L) - Audi A8 W12 (Baureihen D2, D3 und D4) - Bentley Continental GT, GTC und Flying Spur (Baureihen 3W, 3S und 3SA) und Bentley Mulliner Batur bzw. Batur Convertible - Bentley Bentayga |
W16 | Bugatti Veyron, Chiron, Divo, Centodieci, Mistral und Bolide |
W18 | Den klassischen W-Motor mit drei Zylinderbänken nebeneinander gab es im Volkswagen-Konzern nie in Serie, nur in den Studien Bugatti EB 118, EB 218 und 18.3 Chiron. |
War der W10 der Firma SWR ein Vorläufer des W12?
Offenbar nicht. Den VW Phaeton gab es schon beim Produktionsstart im Winter 2001/2002 mit dem W12. Das legt nahe, dass der W12 – als 1999 der W10 in den BMW eingebaut wurde – schon in der Entwicklung war.
Anscheinend war der W10 ein Parallelprojekt aus Piëchs Experimentierphase. Er entstand in einer Zeit, als Volkswagen zahlreiche ungewöhnliche Motorenkonzepte gleichzeitig verfolgte. (Mehr über den VW Phaeton W12.)
Wie ist die Technik des W10-Motors aufgebaut?
Wie oben beschrieben: Im Prinzip wie zwei VR5-Motoren, die zu einem Zehnzylinder zusammengebaut wurden. Rechts haben wir oben drei Zylinder und außen zwei, links sind oben zwei Zylinder und unten drei. Der Motor ist also nicht symmetrisch.

Bild: @fixitari_unvrnunft auf Instagram
Das klingt so, als hätten die Konstrukteure einfach zwei VR5-Motoren genommen, zum Beispiel aus dem VW Golf 4, und sie mit einem neuen Motorblock und neuer Kurbelwelle einfach kombiniert. So war es aber nicht. Das sieht man allein schon an den Abständen zwischen den Zylindern – W-Motor-Sammler Andreas Menke nennt für diesen W10-Motor ein Stichmaß von 7,3 Zentimetern entlang der Kurbelwelle (wie beim Bugatti-W16 ab dem Veyron 16.4 II), VR-Motoren haben 6,5 Zentimeter Stichmaß.
Logisch ist, dass der Motorblock und die Kurbelwelle neu konstruiert werden mussten, ebenso die Nockenwellen. Wie viele und welche Bauteile aus dem VW-Regal stammten, ist nicht überliefert. Das bedeutet für jeden Besitzer des BMW M5 W10, dass er für den Fall von Defekten entweder einen Spezialisten an der Hand haben sollte – oder besser umsichtig mit dem Motor umgeht, um Defekte zu vermeiden.
Bei der Versteigerung des BMW M5 W10 ist eine extrem seltene Dreingabe im Verkaufspreis inklusive: eins der zwei oder drei kompletten Exemplare des W10-Motors, mit Plexiglasabdeckungen zu einem Schaumotor hergerichtet. Dort sieht man zum Beispiel, wie die Steuerkette die insgesamt vier oben liegenden Nockenwellen des Vierventilers antreibt und dass eine weitere Kette zwei Ausgleichswellen betätigt. Die sollen Vibrationen reduzieren.

Bild: Marcus Gloger / AUTO BILD

Bild: Marcus Gloger / AUTO BILD
Wie stark ist der W10-Motor?
Der Zehnzylinder soll fünf Liter Hubraum haben. Ein YouTube-Video von 2025 zeigt, wie der BMW M5 auf einem Leistungsprüfstand steht. Ergebnis: 480 hp, das entspricht etwa 487 PS. Broad Arrow Actions hat 480 PS ins Inserat geschrieben. Das Drehmoment gab der Prüfstand mit 436 lb-ft an, also etwa 591 Newtonmeter. Das Video zeigt aber nicht, ob es sich um Radleistung oder hochgerechnete Motorleistung handelte und welche Korrektur- und Messmethode angewendet wurde.
Wie fährt sich der BMW M5 mit W10-Motor?
Wir von AUTO BILD konnten den E39 mit dem Remscheider Zehnzylinder kurz vor der Versteigerung fahren. Die Mitarbeiter des Auktionshauses Broad Arrow Auctions waren allerdings sehr besorgt um den Motor: Am Vorabend sei er sehr heiß geworden, die Kühlmittel-Temperaturanzeige in der Mittelkonsole hätte 120 Grad angezeigt. Als wir den Motor starteten, warnte das Kombiinstrument auch noch vor niedrigem Öldruck. Also haben wir dem W10 allzu viel Gas und allzu hohe Drehzahlen erspart.

Bild: Marcus Gloger / AUTO BILD
Bei zivilen Drehzahlen ist der Sound unauffälliger als bei einem V-Motor – subtil anders. Den schöneren Teil der Musik macht die Abgasanlage. Für fünf Liter Hubraum ist der Punch erst mal vergleichsweise mild. Dr. Andreas Menke, der den Vergleich zu VWs W8- und W12-Motoren hat und den W10 im Jahr 2025 mal fahren durfte, bezeichnet den W10 als "reinrassigen Sportmotor": Die Nockenwellen seien sehr spitz, für hohe Drehzahlen optimiert. Er schwärmt: "Das ist pures Fahren."

Bild: Marcus Gloger / AUTO BILD

Bild: Marcus Gloger / AUTO BILD
Solche Sportnockenwellen würden auch dazu beitragen, dass der Saugmotor aus fünf Litern Hubraum fast 500 PS holt. Zum Vergleich: Rund 100 PS pro Liter gibt es bei den W12-Motoren nur mit Biturbo-Aufladung. Der erste W12-Saugmotor holte aus sechs Liter Hubraum nur 420 PS, das entspricht 70 PS pro Liter.

Bild: Marcus Gloger / AUTO BILD
Lenkung und Fahrwerk des M5 W10 wurden anscheinend unverändert vom BMW M5 übernommen, auch bei der Schaltung konnten wir keinen Unterschied feststellen. Für einen Versuchsträger fährt sich das Einzelstück sehr kultiviert. Bis auf den Benzingeruch im Innenraum wirkt der M5 fast wie ein Serienauto. (Und so fährt sich der M5-Nachfolger mit V10 von BMW.)

Bild: Marcus Gloger / AUTO BILD
Warum hat VW oder SWR einen BMW E39 als Versuchsträger ausgewählt?
Darüber können wir mangels Unterlagen nur spekulieren. Die Abmessungen, das Sechsgang-Schaltgetriebe und die leistungsfähige Brems- und Fahrwerkstechnik dürften schon mal zu VWs Anforderungen gepasst haben.
Ein Aspekt dürfte gewesen sein, dass die BMW der späten Neunziger große Motorräume hatten, auch wegen des Hinterradantriebs war dort mehr Platz als zum Beispiel in einem VW Passat – das betont Ex-VW-Entwickler Oliver Schmidt im Podcast "Alte Schule". "Die waren einfach umzubauen."
"Wir hatten damals sehr, sehr viele BMWs lustigerweise", ergänzt Schmidt. "Wir hatten Siebener BMWs, da gab es einen mit 'nem 16-Zylinder, da gab es einen mit 'nem V12-TDI Pumpe-Düse, und es gab einen mit 'nem W18 aus dem Bugatti."
Fuhr Ferdinand Piëch diesen BMW M5 W10 wirklich selbst?
Und damit kommen wir zur berühmtesten Behauptung rund um diesen BMW: dass Ferdinand Piëch ihn als persönlichen Testwagen gefahren haben soll.
Die Geschichte klingt plausibel. Schließlich war Piëch der große Antreiber der W-Motorenstrategie bei Volkswagen. Ohne ihn hätte es vermutlich weder den W8 noch den W12 noch den W16 gegeben. (Hier ist der AUTO BILD-Vergleichstest mit dem VW Passat W8 gegen die Oberklasse von 2002.)
Aber wir erinnern uns an den Kernsatz von Dieter Landenberger: "In unseren Unterlagen findet sich rein gar nichts." Bis heute gibt es keinen unabhängigen Nachweis dafür, dass Piëch genau diesen BMW regelmäßig genutzt hat. Ex-VW-Mann Oliver Schmidt kommentiert nur: "Das ist möglich."
- Wir haben keine Fotos finden können.
- Keine Fahrtenbücher.
- Keine Protokolle.
- Keine Projektnummer.
- Keine Rechnung.
- Nicht mal zeitgenössische Aussagen.
Möglich ist es. Belegt ist es nicht. Und genau das ist der Unterschied. Bei allem, was wir über den BMW M5 mit VW-W10 herausgefunden haben: Er bleibt geheimnisvoll.
Service-Links





























