Shelby Daytona Cobra für Rekordsumme versteigert
Auktion beendet: Hier steht das teuerste US-Auto

Der Shelby Daytona Cobra gehört zu den bekanntesten und zugleich seltensten amerikanischen Rennwagen. Ein Exemplar hat jetzt einen Preis erzielt, der alle bisherigen Summen übertrifft!
Bild: Gooding Christie's
Sechs Exemplare – mehr gibt es nicht vom Shelby Daytona Cobra. Dass der begehrte Rennwagen aus den 1960ern viel Geld kostet, ist daher kein Wunder. Die Millionensumme, die jetzt bei einer Auktion im Rahmen der Monterey Car Week für einen Daytona gezahlt wurde, schockt dennoch!
Für 42,9 Millionen US-Dollar ging der Shelby bei Gooding Christie's unter den Hammer, das entspricht rund 36,6 Millionen Euro. Damit ist er das teuerste US-Auto, das je auf einer Auktion versteigert wurde! Den bisherigen Rekord hielt ein Duesenberg SSJ von 1935 – er wurde 2018 für 22 Millionen US-Dollar versteigert, also fast die Hälfte der Shelby-Summe.
Dieser Daytona hat einen prominenten Vorbesitzer
Doch was macht den Shelby neben seiner extrem geringen Stückzahl so wertvoll? Es ist seine besondere Historie. Jede Fahrgestellnummer der originalen Daytona Cobra ist öffentlich bekannt. Dieses Modell trägt die Nummer CSX2300 und ist damit Nummer drei der sechs gebauten Autos. Was den Wagen so speziell macht: Er war der einzige Daytona, der Carroll Shelby persönlich gehörte.
Der Texaner war einst selbst Rennfahrer und gründete 1962 die Firma Shelby. Zunächst tunte er Autos, später entwickelte er eigene Sportwagen und Rennfahrzeuge. Dazu zählt auch der Daytona Cobra, der von 1964 bis 1965 gebaut wurde. Heute verbindet man die Marke vor allem mit spezifizierten Ford Mustang.
Shelby-Karosserie in Modena gefertigt
In den 60ern wollte Shelby insbesondere Ferrari in den GT-Rennserien Konkurrenz machen. Ironischerweise wurden fünf der sechs Daytona-Karosserien ausgerechnet in Modena gefertigt – der Heimat der italienischen Traditionsmarke. Der Motor stammt hingegen von Ford: ein 4,7-Liter großer V8-Sauger mit 380 PS und 462 Nm. Der Sprint auf 100 km/h dauert 4,4 Sekunden, knapp über 300 km/h schafft der Shelby.

Der Daytona Cobra trägt das Shelby-typische Blau. In diesem Fall die hellere Metalliclackierung namens "Wikingerblau".
Bild: Gooding Christie's
Tatsächlich war das Chassis des Rekordautos bei mehreren Rennen im Einsatz. Unter anderem bei GT-Veranstaltungen in Sebring oder auf dem Nürburgring sowie beim Daytona International Speedway – der namensgebenden Rennstrecke für diesen Shelby. 1964 gewann das Schwestermodell mit der Fahrgestellnummer CSX2299 die 24 Stunden von Le Mans in der GT-Klasse.
Die letzte Auktion eines Daytona Cobra fand im Jahr 2009 statt. Damals wurde das Fahrzeug mit der Fahrgestellnummer CSX2601 für 7,69 Millionen Dollar versteigert. Der neue Auktionspreis legt noch einmal rund 35 Millionen Dollar obendrauf. Damit übertrifft der Shelby auch den Ferrari Luce, der mit seinem Auktionspreis von 40 Millionen US-Dollar bei der Monterey Car Week ebenfalls für reichlich Aufsehen sorgte.
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