Audi 100 Avant Typ 43 im KLASSIK-Check
Mit den Augen des Experten

Mit den Stärken und Schwächen alter Audi kennt sich Karsten Seiffert bestens aus. Seit über 30 Jahren repariert der Kfz-Mechaniker die Autos mit den vier Ringen. Wir zeigen ihm unseren Dauertestwagen, einen Audi 100 Avant Typ 43.
Bild: N. Petersen
"Oh, der ist ja gesund!" Karsten Seiffert vom Audi Zentrum Kassel hat den Teppich im Kofferraum unseres Audi 100 Avant angehoben und ist angenehm überrascht. Seit 1978 arbeitet Seiffert als Kfz-Mechaniker bei Audi und einen so rostfreien Typ 43-Kofferraum hat er selten gesehen. "Im Gepäckabteil gammelte er gern", sagt er. Und muss es wissen, denn als er in den 70ern in die Lehre ging, hatte er beinahe jeden Tag mit dem Typ 43 zu tun. "Im Kofferraum mussten wir standardmäßig nach gewisser Zeit neue Massepunkte legen, um die Stromversorgung der Rücklichter zu garantieren." Grund: Feuchtigkeit, die von oben her eindrang. Und schweißen. "Das hab ich an diesen Autos wirklich gelernt!" Die Träger unter dem Kofferraum, die Schweller, die unteren Enden der A-Säulen, die Frontmaske, sogar die Stehbleche verrotteten, um nur einige Beispiele zu nennen. "Damals sahen wir die Kunden öfter als heute."
Auf einen Blick: Alles zum Thema Klassik

Das staunt der Profi: Der Kofferraum des AUTO BILD KLASSIK-Avant ist rostfrei.
Bild: Nicole Petersen
Die Autos der 70er: Made in Japan

Der Klassiker beim Typ 43: Am unteren Ende der A-Säule rostete es oft besonders schlimm.
Bild: Nicole Petersen
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