35 Millionen Dollar, das sind rund 28 Millionen Euro. So viel bezahlte Handy-Pionier Craig McCaw für einen Ferrari 250 GTO von 1964. Damit darf der lindgrüne Italiener jetzt offiziell den Titel "teuerstes Auto der Welt" tragen. Die Sport- und Rennwagenschmiede aus Maranello baute den Super-Wagen mit der Chassis-Nummer 3505GT einst für den legendären britischen Rennfahrer Stirling Moss. Der verunglückte kurz vor der Auslieferung im Rennen, überlebte, bestritt mit dem Grünen deshalb aber niemals ein Rennen. Als sich im letzten Jahr beim Concours d'Elegance in Pebble Beach 21 von 36 jemals gebauten Exemplaren zusammen fanden, um den 50. GTO-Geburtstag zu feiern, stach der Rekordwagen aufgrund seiner Farbe aus dem roten Einerlei heraus.
Für einen Schrank voll Dollar
Der Grünton ist, nun ja, individuell, erst recht auf einem Ferrari. Ob Stirling Moss farbenblind ist?
Schönheit, Sexappeal, Rennsport für die Straße – das muss ein Ferrari verkörpern, damals wie heute. Der 250 GTO war Enzo Ferraris Meisterstück. 36 Gran Turismo Omologato entstanden zwischen 1962 und 1964. Die atemberaubende Form des Über-Ferrari schuf Giotto Bizzarrini, die Carrozzeria Scaglietti baute sie von Hand. Unter der obszön nach vorn gereckten Haube schreit der Dreiliter-Zwölfzylinder. Das Kraftwerk mit Trockensumpfschmierung und sechs Doppelvergasern wurde nach Motorenkonstrukteur Gioacchino Colombo benannt. 300 PS prügeln ihn auf bis zu 300 Sachen, je nach Übersetzung. Den Ferrari 250 GTO und weitere Klassiker für Millionen zeigen wir Ihnen oben in unserer Bildergalerie!