Noch immer ist der kleine Ford Fiesta der Spitzenreiter in der Riege der deutschen Kleinwagen. Obwohl der Kölner Mini längst in die Jahre gekommen ist, verkauft er sich noch besser als der VW Polo oder der Opel Corsa. Mit Dieselmotor ist der Fiesta besonders gefragt. Unter jeder fünften Fiesta-Haube steckt ein Diesel. Er gilt als besonders sparsam und schadstoffarm. Ich mag den kleinen Fiesta leiden, er ist mir vertraut, und doch kann ich mich mit dem Diesel nur schwer anfreunden. Er ist mir einfach zu laut. Der kalte Motor rattert wie eine Nähmaschine. Selbst warmgefahren ist er kaum leiser. Ein schwacher Trost: Das meiste Motorengeräusch geht nach draußen. Innen ist der Fiesta erträglich.
Das beweist das Phon-Messgerät: Es zeigt 73 Dezibel (A) bei 100 km/h im vierten Gang. Einige Benziner sind genauso laut. Der kleine Diesel-Fiesta lässt sich fast wie ein Benziner fahren. Ich muss nicht lange warten, bis ich den Motor starten kann. Fünf Sekunden Vorglühzeit verstreichen, das kleine gelbe Kontrolllämpchen neben dem Tacho erlischt. Ich drehe den Schlüssel, der Motor ist sofort in Aktion und mahnt mich mit seinem Krach, schnell loszufahren: "Denke an deine Nachbarn, und störe sie nicht unnötig." Ich mache mich aus dem Staube. Erster Gang, zweiter Gang – die Schaltung geht butterweich.
Nur der Schaltknüppel auf dem Mitteltunnel ist ellenlang, und entsprechend weit sind die Schaltwege. Ich komme in die Stadt, muss rangieren. Jetzt wird's hakelig. Der Rückwärtsgang sträubt sich. Um die Sperre zu überwinden, muss ich den Schaltknüppel kräftig runterdrücken. Sonst gibt's aber keine Probleme. Die Rundumsicht im Fiesta ist prima. Die Lenkung macht keine Schwierigkeiten. Selbst wenn ich in der Parklücke fast im Stand das Lenkrad drehe, muss ich mich nicht übermäßig anstrengen. Dabei ist der Diesel mit 835 Kilo kein Leichtgewicht.