Günstige Youngtimer: Gebrauchtwagen-Test
Wenn guter Stil nur 5000 Euro kostet

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Autos zum Liebhaben müssen weder neu noch teuer sein. Hier zeigen sechs Kollegen von AUTO BILD, auf welche günstigen Youngtimer sie jeden Tag aufs Neue abfahren.
Malte Büttner und sein Mercedes 200 TD: Gaspedal ganz runter, Schwung nutzen. Auch nach fünf Jahren Pause stellt sich das Fahrgefühl sofort wieder ein. So lange hatte ich meinen heiß geliebten 200 TD Kumpel Helge überlassen. Bei mir hatte der Dauerläufer nicht mehr genug Auslauf bekommen. Dabei kann der rauchsilberne Kombi genau das am besten. Laufen. Trotz betulichem 75-PS-Diesel gehört er zu den besten und bequemsten Reiseautos, die ich je in die Finger bekam. Weil er entschleunigt, Hektik und Stress draußen lässt. Dafür scheint die Sonne durch das große Schiebedach in den Innenraum. Klar, es musste viel gemacht werden. Anfänglicher Wintereinsatz wurde mit teuren Blecharbeiten bestraft. Doch damit ist Schluss. Der 200 TD wird nur noch mit Bedacht bewegt. Zum Beispiel zum Waldspaziergang mit Bernhardiner Balu. Der braucht nämlich auch jede Menge Auslauf.
Überblick: Alles zum Mercedes 200
Saab: Der große Auftritt für ganz kleines Geld

Der 9-3 sieht größer aus, als er ist: Im Alltag fällt auf, wie kompakt Mittelklasse mal war, vor allem wie schmal.
Überblick: Alles zum Saab 9-3
Audi: Der echte Herr der Ringe ist ein kleiner Hobbit

Die Farbe nennt sich Amulettrot. Die Schmiedefelgen vom A3 gibt es gebraucht schon für 100 Euro.
Bild: Audi A2
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VW: Uneitel, aber maßlos

Tom Genkel liebt sein Cabrio. Mit BBS-Felgen ist das Sondermodell "Pink Floyd" ein Kind der 90er.
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Jaguar: Die Katze für wenig Mäuse

Langzeitbeziehung: Redakteur Martin Puthz und sein XJ40 in "Westminster Blue" sind seit 2006 unzertrennlich.
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Volvo: Der beste Freund des Menschen
Roman Rätzke und sein Volvo 940 GL Kombi: Ein praktischer Kombi sollte her. Groß genug für die Fotoausrüstung, alt genug, um schnörkellos zu sein, jung genug, um nicht barock zu wirken. Als mir der weiße Volvo 940 angeboten wurde, stand meine Entscheidung sofort fest: Der ist es! Schon allein wegen des alten DIN-Kennzeichens. Mit seinen geraden Linien und dem steilen Heckabschluss verkörpert er Bauhausdesign auf Rädern. Fensterkurbeln, manuelles Schiebedach und ein Hundegitter, das für die Ewigkeit gemacht scheint. "Zweckoptimiert" nennt mein Vater solche Entwürfe - und meint das nicht mal negativ. In dieser rustikalen Atmosphäre wirkt die serienmäßige Sitzheizung so übertrieben wie der Tacho, dessen Skala selbstbewusst bis 240 reicht. Tatsächlich ist mit dem stoischen B200F-Motor schon bei knapp über 170 Schluss. Aber das spielt keine Rolle. Wenn der Wind um die eckige Karosserie tobt und die Starrachse schunkelt wie ein Shantychor, war es das eh mit der Gemütlichkeit im alten Schweden. Volvo heißt "Ich rolle". Und das kann der 940 richtig gut.
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