Mazda 323 GT 1.6i gegen Suzuki Swift 1.3 GTi
Zwei Japaner, ein Ziel

AUTO BILD Archiv-Artikel 2/1987: Sportliche Limousinen im Kompaktformat: VW erfand den GTI und diese Klasse. Auf den Spuren des GTI : der Mazda 323 GT 16.i und der Suzuki Swift GTi.
- Tomas Hirschberger
GTI. Mehr als ein Kürzel. Ein Begriff, fast wie 4711 oder Cola. GTI, erfunden von VW für den stärksten Golf, steht für Sportlichkeit, Leistung, Geschwindigkeit - und für Erfolg. Mit diesen drei Buchstaben schuf VW eine neue Klasse: die sportlichen Kompakten. Hier herrscht inzwischen ein reges Gedränge. Kaum ein Hersteller von Kompaktwagen, der auf einen GTI im Programm verzichet. 1986 heizten zwei neue Japaner die GTI-Inflation weiter an. AUTO BILD stellt vor: den Suzuki Swift GTi (101 PS, 17.990 Mark) und den Mazda 323 GT 1.6i (105 PS, 21.180 Mark). Der schmucke Swift hat einen richtigen Knüller unter der Haube: den kleinsten Sechzehnventiler der Welt. Aus nur 1298 Kubik Hubraum zaubert er stattliche 101 PS.
Das Original: Der Artikel von 1987 zum kostenlosen Download
Zwei obenliegende Nockenwellen sorgen für die exakte Steuerung der je zwei Ein- und Auslassventile pro Zylinder, eine elektronische Benzineinspritzung hält den Verbrauch erfreulich niedrig. Sogar eine hydraulische Ventilspiel-Einstellung fehlt dem Motörchen nicht. Derartige technische Delikatessen bietet der Mazda nicht. Sein Vierzylinder-Aggregat ist nach dem konventionellen Prinzip gestrickt: zwei Ventile pro Zylinder, eine obenliegende Nockenwelle, 105 PS aus 1,6 Litern Hubraum. Wer mehr will, kann jetzt den nagelneuen Mazda 323 Turbo 4WD 16 V bestellen. Sein 150 PS starker Vierventiler basiert auf dem 1600er-Motor des 323 GT 1.6i. Soweit die Papierformel. Doch wie verdauen die sportlichen Fronttriebler das Kraftmenü? Für beide gilt: Bei Trockenheit hui, bei Nässe pfui.
Überblick: Hier geht's zu AUTO BILD Klassik
Setzt Regen ein oder ist der Untergrund schlüpfrig, so haben die Japaner größte Schwierigkeiten, ihre Kraft in Vortrieb umzusetzen. Der Fahrer muss sehr sensibel mit Gas und Kupplung umgehen, sonst drehen die Räder hoffnungslos durch. Bei gutem Wetter zeigt sich der Suzuki von seiner sonnigen Seite. Der Sechzehnventiler wirkt schon im unteren Drehzahlbereich quicklebendig (0-100 km/h in 9,2 Sek.). Und wird das exakte, sehr kurz übersetzte Fünfganggetriebe fleißig geschaltet, so dreht der kleine Vierzylinder kraftvoll bis in den roten Bereich, der bei 6500 Touren beginnt. Dabei trompetet der Swift einen markigen Sound aus der Doppelrohr-Auspuffanlage, der bei längeren Autobahntouren (Spitze: 181 km/h) etwas lästig wird.
Alles lesen: Der Artikel von 1987 zum kostenlosen Download
Service-Links