Opel Lotus Omega: zu Verkaufen

Opel Lotus Omega zu verkaufen

Opels Porsche-Schreck aus Privatbesitz

In Nürnberg wird Lotus Omega Nr. 713 verkauft! Das Besondere: Der bärenstarke Super-Opel stammt aus dem Privatbesitz des Autohändlers.
Der Opel Lotus Omega war seinerzeit eine der weltweit schnellsten Limousinen. Mit 377 PS beschleunigt der Super-Opel aus dem Stand in 4,9 Sekunden auf Tempo 100, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 280 km/h! So jagt der Lotus Omega sogar Ferrari oder Porsche vor sich her. Nummer 713 von 988 gebauten Fahrzeugen wird gerade in Nürnberg zum Verkauf angeboten. Das Besondere an diesem Exemplar: Es stammt aus der privaten Sammlung des Autohändlers.

Intensive Pflege, tolle Ausstattung

Der Lotus Omega macht rundum einen guten Eindruck. Hier und da zeigt sich ein wenig Patina.

In diesem Fall bekommt die in Verkaufsanzeigen für Klassiker gerne benutzte Floskel "belegbare Historie" eine neue Bedeutung, denn laut Inserat gibt es über das gesamte Autoleben umfangreiche Belege. Die beginnen bei der Auslieferungsinspektion und enden in der jüngsten Zeit. Um die intensive Pflege zu untermalen, die dem Omega zuteil wurde, führt der Händler folgendes Beispiel an: Bei 80.000 Kilometern wurden beide Katalysatoren erneuert und die Klimaanlage auf FCKW-freies Kältemittel umgestellt. Dazu bekam der Omega eine neue Kupplung und eine neue Steuerkette inklusive Spannern sowie eine neue Batterie. Alle Services und Checks wurden bei Opel-Händlern durchgeführt, das Scheckheft ist lückenlos durchgestempelt. Die Ausstattungsliste ist lang, mit dabei: Vollleder, Sportsitze mit zweifacher Lordosenstütze, Wurzelholz, Alcantara, weiße Blinker und dunkle Rückleuchten, Klimaanlage, Glasschiebedach, ein Alpine-Kassettenradio mit abnehmbarem Bedienteil, ein Ledersportlenkrad, umklappbare Einzelsitze hinten, Alarmanlage, Wegfahrsperre, elektrische Fensterheber, Zentralverriegelung. Der Kilometerstand beträgt 95.500.

Krasser geht kein Opel

So sahen seinerzeit die anderen Verkehrsteilnehmer den Lotus Omega – wenn sie denn schnell genug waren.

Das limitierte Sondermodell entstand in Großbritannien bei den Sportwagen-Spezialisten von Lotus. Anfang der 90er-Jahre lieferte Opel 988 Omega 3000 24V als Basisfahrzeuge. Der Hubraum des kraftvollen Reihensechsers wuchs auf 3,6 Liter. Zwei parallel geschaltete Garrett-Turbolader verhelfen dem Aggregat auf die Sprünge. Im Datenblatt stehen 377 PS bei 5200 Umdrehungen pro Minute. Zu Beginn der 1990er war das für eine Limousine der oberen Mittelklasse ein beinahe irrer Wert. Noch beeindruckender als diese Zahl ist aber die Performance, die der Mega-Omega auf der Straße abliefert. Porsche 911 Carrera 2 und Porsche 911 Turbo hatten damals keine Chance gegen den Opel: Der Lotus Omega schlug beide Sportwagen in der Endgeschwindigkeit deutlich.

Bei Trackdays Ferraris versägt

Und sogar beinahe 30 Jahre nach dem Bau ist der Opel auf dem Asphalt noch eine Macht. Mancher Eigner berichtet, er habe mit dem Youngtimer beim Trackday schon Ferraris versägt. Dass der Nürnberger Händler den Omega penibel hat pflegen lassen, ist die wichtigste Information für potenzielle Interessenten, denn der Opel hat auch Schwächen. Kupplung und Getriebe haben ihre liebe Mühe mit der exorbitanten Leistung. Der Motor muss sorgsam warm- und wieder kaltgefahren werden, sonst droht ein Turboladerschaden. Außerdem kann die Elektrik ein Eigenleben entwickeln. Der Wagen braucht Aufmerksamkeit und rechtzeitigen Service. Dennoch ist er ein begehrtes Sammlerstück, das wohl eher nicht im Wert fällt. Für dieses Exemplar verlangt der Händler 79.000 Euro.
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