Nicht nur hierzulande heißt es: Die deutschen Automobilhersteller bauen die besten Fahrzeuge der Welt. Der gute Ruf der Autos "Made in Germany" ist ungebrochen. Und das ist nicht allein auf Mercedes und Porsche gemünzt. Beispiel VW: Was die Wolfsburger aus dem Passat machen können, wenn es der Kunde will (und bezahlt), gehört in die Weltspitze. Ein solches Topmodell verglich AUTO BILD mit einer Neuerscheinung aus Japan, dem Toyota Camry Combi 2.0 GLi 16V. Der neue Japaner ist laut Papierform auch nicht von schlechten Eltern. Auf dem Motorensektor scheint der Toyota bestens für den Vergleich gerüstet.
Der Vorsprung an Extras, den sonst japanische Autos (erfolgreich) ins Feld führen, lag dieses Mal beim deutschen Produkt. Bei VW muss jede nicht unbedingt nötige Annehmlichkeit teuer bezahlt werden. In Zahlen sieht das so aus: Der Toyota Camry Combi 2.0 GLi 16V mit Katalysator und Radio kostet 29.590 Mark, der abgasgereinigte Passat Variant GT syncro verschlingt sage und schreibe 52.162 Mark. Wie es zu diesem horrenden Unterschied kommt? Der Toyota bietet vieles serienmäßig ohne Aufpreis.
Natürlich fallen beim Passat der Allradantrieb mit Superbremse ABS und die Klimaanlage ins Gewicht und machen fraglich, ob man diese beiden Autos bei einem Preisunterschied von rund 23.000 Mark überhaupt direkt miteinander vergleichen kann. Die entscheidende Frage aber bleibt: ist der aufwendige Passat wirklich fast doppelt so gut wie der neue Toyota Camry? Schließlich hat auch der Japaner einige beachtliche Talente. Sein abgasgereinigter Zweilitermotor verfügt mit elektronischer Benzineinspritzung und vier Ventilen pro Zylinder über modernste Technologie.