Toyota Starlet 1,3 S: Test
Wird der kleine Starlet mit Kat zum Star?

AUTO BILD Archiv-Artikel 11/1987: Den Starlet 1.3 S gibt's jetzt auch mit ungeregeltem Katalysator. AUTO BILD sagt Ihnen, ob der kleine Stadtflitzer trotzdem Sportfans begeistern kann.
- Tomas Hirschberger
Mit dem Toyota Starlet 1,3 S habe ich die Probe aufs Exempel gemacht: Zehn Redaktionskollegen und -kolleginnen sollten ihr Urteil über den 75 PS starken Mini von Japans größtem Automobilhersteller abgeben. Erfahrene Testredakteure, Sekretärinnen, Fotografen und Layouter. Das Ergebnis fiel einstimmig aus: ein kleiner, spritziger Wagen mit gelungener kompakter Karosserie, der besonders im Stadtverkehr viel Spaß bringt. Doch Deutschlands Autofahrer scheinen anders zu denken. Genauer gesagt: Nur 6900 Käufer haben sich seit dem Modellwechsel im Januar 1985 für die 1,3-S-Version, die es erst seit kurzem mit ungeregeltem Katalysator gibt, entschieden.
Das Original: Der Artikel von 1987 zum kostenlosen Download
Woran liegt's, dass aus dem Starlet kein Star wird? Mit 16.070 Mark ist das stärkste Modell der Starlet-Baureihe nicht gerade billig, doch im Vergleich zur sportlichen Konkurrenz aus deutschen Landen immer noch ein Sonderangebot. Der Opel Corsa Sprint mit 83 PS kostet 18.433 Mark, das VW Polo Coupé GT mit 75 PS gar 18.615 Mark. Zudem: Die deutschen Sportler werden in dieser PS-Klasse gar nicht erst mit Katalysator angeboten, der Japaner hingegen spart in 24 Monaten 561,60 Mark an Steuern (nach Ablauf 171,60 Mark pro Jahr) und schont zudem die Umwelt. Bei einer Außenlänge von 3,70 Meter können die Platzverhältnisse im Innenraum natürlich nicht gerade üppig ausfallen.
Überblick: Hier geht's zu AUTO BILD Klassik
Auf den vorderen, sportlich geformten, aber etwas zu dünn gepolsterten Sitzen habe ich noch ausreichend Bewegungsfreiheit. Doch auf der Rückbank wird's schon sehr viel enger. Meine Knie drücken sich in die Rückenlehne des Vordersitzes, und mein Kopf stößt ans Wagendach. Nein, zu Familienausflügen lädt dieser kleine Japaner wirklich nicht ein. Längere Strecken werden hier hinten höchstens Kleinkinder ohne Klagen aushalten. Jedoch: Auch die Konkurrenz bietet kaum mehr Platz.
Der Kofferraum liegt mit einem Fassungsvermögen von 241 Litern im Klassendurchschnitt (Polo Coupé GT 240 l, Opel Corsa Sprint 225 l).
Der Kofferraum liegt mit einem Fassungsvermögen von 241 Litern im Klassendurchschnitt (Polo Coupé GT 240 l, Opel Corsa Sprint 225 l).
Alles lesen: Der Artikel von 1987 zum kostenlosen Download
Service-Links