Vergleich Nippon-Sportler
So sportlich sind Sportler aus Japan

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AUTO BILD-Archiv-Artikel 35/1986: Wer hierzulande an Sportwagen denkt, dem fallen sicherlich spontan ein Dutzend Fabrikate ein. Auf Toyota und Nissan wird wahrscheinlich kaum einer kommen.
Und das, obwohl diese beiden japanischen Firmen schon seit Jahren erfolgreich Sportwagen produzieren. Aktuelle Beispiele: Der brandneue Supra von Toyota und der 300 ZX von Nissan. Die Stirn des Fotografen war voller Sorgenfalten: "Die Besucher hier im Brühler Phantasialand lassen uns wohl kaum die Chance, den neuen Toyota Supra und Nissan 300 ZX in Ruhe zu fotografieren". mutmaßte er. "Die beiden Sportwagen werden sicherlich für einen Menschenauflauf sorgen." Aber es kam anders, als er dachte. Kaum einer der vielen Freizeitpark-Besucher nahm Notiz von den beiden schnittigen Coupes. Womit schon viel gesagt ist: Japanische Sportcoupes haben es hierzulande nicht leicht.
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Sei es, dass ihnen der Ruf billiger Massenware vorauseilt, oder aber, dass man den Japanern schlichtweg keine hochkarätigen Autos zutraut. Auf die zwei AUTO BILD-Testkandidaten trifft beides nicht zu. Denn sie sind weder billig, noch sind sie mit biederer Technik ausgestattet. Toyota verlangt für den neuen Supra beispielsweise stolze 49.200 D-Mark. Sie haben richtig gelesen – fast 50.000 D-Mark.
Der Nissan 300 ZX kostet ebenfalls die stolze Summe von 41.845 D-Mark. Auch kein Pappenstiel, wenngleich rund 7500 D-Mark preiswerter. Diese Preisklasse blieb bislang nur wenigen europäischen Autoherstellern vorbehalten. Lässt man sich als Sportwagenfahrer auf die Verlockungen eines Coupes ein, ist man bereit, im Raumangebot zurückzustecken.
Der Nissan 300 ZX kostet ebenfalls die stolze Summe von 41.845 D-Mark. Auch kein Pappenstiel, wenngleich rund 7500 D-Mark preiswerter. Diese Preisklasse blieb bislang nur wenigen europäischen Autoherstellern vorbehalten. Lässt man sich als Sportwagenfahrer auf die Verlockungen eines Coupes ein, ist man bereit, im Raumangebot zurückzustecken.
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Es erstaunt dennoch, wie wenig Platz in den äußerlich recht großen Japan-Coupes bleibt. Zu viert reisen verlangt nicht nur auf der Rückbank Kompromisse. Auch die Transportkapazität im Kofferraum lässt bei beiden Kandidaten Wünsche offen. Es bleibt im Kofferabteil nicht mehr Platz als in einem kleinen Mittelklassewagen. Zum Trost: Im Toyota sitzt man wenigstens auf den Vordersitzen sehr gut. Das Gestühl ist so vielfach verstellbar, dass jeder die richtige Position und bei zügiger Kurvenfahrt viel Seitenhalt findet. Nissan-Fahrer haben es nicht ganz so bequem. Besser gelöst haben die Nissan-Techniker dagegen die Anordnung der Instrumente, Schalter und Hebel. Es liegt alles gut im Blickfeld und lässt sich problemlos bedienen.
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