VW Passat Variant Syncro (B2/32b): Klassiker, Allradantrieb

Dieser Passat ist eigentlich ein Audi!

Den VW Passat Variant Syncro des Typs 32b haben nur wenige auf dem Zettel. Zu Unrecht: Unter dem Blech des Allrad-Passat steckt spannende Audi-Technik!
Der VW Passat B2 (Typ 32b) gilt als eher langweiliges Spießerauto! Doch ihr Ruf wird dieser Baureihe nicht gerecht, vor allem ihrem spannendsten Vertreter: Im Herbst 1984 brachte VW den Passat Variant Syncro auf den Markt. Und der ist deutlich traktionsstärker als der hausbackene Fronttriebler! Die Technik des Syncro stammt aus Ingolstadt.
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Alles 1983 mit der IAA-Studie Passat Variant Tetra. Ein Jahr später rollte der Variant Syncro vom Band. Äußerlich lässt sich der ausschließlich als Kombi gebaute Allradler am besten anhand seiner Avus-Felgen, der Dachreling und den schwarzen Fensterstegen vom Fronttriebler unterscheiden. Doch die technischen Veränderungen, die VW am Passat vorgenommen hat, sind weitaus größer!

Die Kardanwelle verläuft im Mitteltunnel

Der grummelnde Fünfzylinder unter der Haube stammt aus dem zeitgenössischen Audi 90. 

Zunächst haben die Ingenieure den Mitteltunnel deutlich erweitert, damit die nach hinten laufende Kardanwelle genug Platz hat. Eine Reserveradmulde unter dem Kofferraum gibt es nicht. Dort sitzen der nach hinten gerückte Tank und die aufwendig konstruierte Hinterachse mit Hilfsrahmen, Schräglenkern und Differenzialaufnahme. Der Variant Syncro hat ein Notrad. Alle vier Räder werden permanent angetrieben. Ist das Mitteldifferenzial nicht gesperrt, erfolgt die Drehmomentverteilung auf Vorder- und Hinterachse im Verhältnis 50:50. An der Hinterachse sitzt ein zweites Differenzial, das sich ebenfalls sperren lässt. Spätestens jetzt ist dem Audi-Kundigen vermutlich klar, dass im Allrad-Passat der erste "quattro"-Antrieb arbeitet. Unter der Haube steckt ebenfalls Audi-Technik. Da grummelten zunächst Fünfzylinder mit 2,0 (115 PS) und 2,2 Litern Hubraum, die der zeitgenössische Audi 90 spendete. Die Motoren leisteten zunächst 120 PS, später sogar 136 PS. 1985 rundete ein 1,8-Liter-Vierzylindermotor mit 90 PS das Angebot nach unten ab.

Interessierte sollten Experten zum Kauf mitnehmen

Gepflegte Exemplare wie dieses muss man suchen. Viele Passat der Baureihe B2 (32b) fraß der Rost.

Beim Fahren betört so ein VW Passat Variant Syncro neben seiner hohen Praxistauglichkeit vor allem mit dem unvergleichlichen Fünfzylinder-Sound, der seit Walter Röhrls Rallye-Tagen die Fans begeistert. Die vorhandene Kraft ist ordentlich, das Fahrverhalten unaufgeregt und ohne Probleme vorhersehbar. An die Eigenheiten des Antriebs müssen sich Unerfahrene jedoch erst mal gewöhnen: Diese Generation Syncro kann sich noch verspannen, wenn etwa auf trockener Straße die Sperren aktiviert werden. Auf glattem Untergrund schlägt dagegen die große Stunde des Allrad-Passat. Wenn es geschneit hat und der Lenker ebenso viel Können wie Mumm besitzt, lässt sich die solide Wolfsburger Mittelklasse sogar quer ums Eck schieben.

Die Wahl zum Goldenen Klassiker 2020

Dazu kommt, dass anstelle der serienmäßigen Fünfzylinder auch andere Audi-Aggregate in den Motorraum passen. Mit Kreativität und dem passenden handwerklichen Können erstarkt ein Passat Variant Syncro dann schon mal auf mehr als 600 PS. Wer nun begeistert ist, der sollte vor dem Kauf aber mit einem Experten Kontakt aufzunehmen. Das gilt vor allem für jeden, der kein ausgebildeter Kfz-Schlosser ist. Gut wiederum: Passat B2 (32b) können bei guter Pflege fast ewig halten. Sie rosten aber auch, wenn es an jener Pflege mangelt. Enthusiasten wie die Mitglieder der Passat-Kartei Deutschland verfügen über viel Wissen und Kontakte – und helfen Hobby-Einsteigern gern.
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