Golf GTI 16V

Golf GTI 16V im Dauertest

— 21.09.2010

Gute Noten für den Sport-Golf?

AUTO BILD-Archiv-Artikel 39/1986: Am Ende eines Dauertests zerlegte AUTO BILD den VW Golf GTI 16V in sämtliche Einzelteile. Nur so lassen sich versteckte Mängel finden. Wie sieht der GTI nach 50.000 km aus?

Mitten im Schneegestöber erreicht der erste Mara­thon-Testwagen, ein VW Golf GTI 16V, die AUTO BILD-Redaktion im Zentrum von Hamburg. Ein hartes Programm steht ihm bevor. 50.000 Kilometer hat er vor sich. Dabei soll nicht nur geklärt werden, wie zuverlässig das Golf-Triebwerk mit den 16 Ventilen arbeitet. AUTO BILD wollte auch wissen, wie sich der sportlichste Serien-Golf im Alltag bewährt. Entspre­chend hart wurde er rangenommen. Beschleunigungen, Höchstgeschwindigkeitsmessungen und Slalomfahrten standen genauso auf dem Programm wie strapaziöser Kurzstreckenverkehr und Langstrecken. Eines steht fest: Für Dienstfahrten war der Golf bei allen Redaktionsmitgliedern sehr beliebt. Denn schon nach etwas mehr als einem halben Jahr, am 11. September, hatte er sein Pensum abge­spult und 50.107 Kilometer auf dem Tacho.

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Das Tollste: Über die ganze Zeit lief er sicher wie ein Uhrwerk. Nur ein einziges Mal ließ er einen AUTO BILD-Redakteur im Stich. Nach 4976 Kilometern war die Batterie leer. Die Werkstatt fand keinen Fehler in der Elektrik, baute eine neue ein – auf Garantie. Fortan funktionierte der Akku ohne Zwischenfälle. Die übrigen Mängel legten das Auto zwar nie lahm, waren aber ärgerlich: Bei Kilometer 4855 löste sich die Kurbel vom Schiebedach, fiel herunter. Der Schaden ließ sich mit Hilfe eines Schraubenziehers schnell beheben, doch das gleiche passierte bei Kilometer 29.495 noch einmal. Bei Kilometer 23.628 spielte die Multi-Funktions-Anzeige – auf ihr können Daten wie Benzinverbrauch, die Durchschnittsgeschwindigkeit, Reichweite, Außentemperatur abgerufen werden – verrückt. Egal wie schnell oder wie langsam gefahren wurde, immer zeigte sie einen Verbrauch von 13,3l/100 km an.

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Die Werkstatt konnte keinen Fehler finden. Als bei Kilometer 26.799 dann überhaupt keiner der angezeigten Werte mehr stimmte, wechselte die Werkstatt das Instrument kostenlos (Garantie) aus. Fortan gab's keine Probleme mehr. Bleibt zu hoffen, dass es sich hierbei um einen Einzelfall handelte. Geht die Multi­-Funktions-Anzeige in Privathand nach Ablauf der Garantiezeit kaputt, wird’s nämlich teuer. Satte 416 Mark kostet das elektronische Gerät. Bei Kilometer 31.391 zog der Motor nicht mehr richtig. Doch nach einem kurzen Blick auf den Öl-Vorrat war der Fehler schnell gefunden: Es war viel zu­viel Öl in der Wanne. Bei der 30.000-Kilometer-Inspektion hatte es der Mechaniker wohl zu gut gemeint und etwas zuviel Öl ein­gefüllt. Dieser Vorfall zeigt ganz deutlich, daß es genauso schädlich ist, mit zuviel Öl zu fah­ren wie mit zuwenig.

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