Saab-Museum steht zum Verkauf — 18.01.2012

Alles muss raus

Saab verkauft sein Museum im schwedischen Trollhättan. Es enthält 123 Modelle verschiedenster Baujahre. Bis 20. Januar 2012 können Gebote abgegeben werden!

Saab läutet den Ausverkauf ein: Die insolvente Marke will jetzt ihr Fahrzeugmuseum im schwedischen Trollhättan loswerden. Die Fahrzeugsammlung umfasst insgesamt 123 Modelle aus den verschiedensten Bauzeiträumen. Gebote können bis zum 20. Januar 2012 abgegeben werden. Laut Informationen von AUTO BILD sollen die Exponate des Saab-Museums als Sammlung erhalten bleiben. Stadt und Landkreis sind aber bereit, sich an den Betriebskosten zu beteiligen. Wer das Museum letztendlich kaufen wird, entscheidet der Insolvenzverwalter.

Aktuell: Saab-Museum ist verkauft und bleibt in Trollhättan!

Exklusives Unikat aus dem Jahr 1959: Der mit zwei Dreizylindern bestückte Saab 93 "Monstret".

Die Sammlung des Museums enthält echte Perlen der Saab-Geschichte: einzigartige Prototypen, Versuchsfahrzeuge, Messe-Studien, rare Sondermodelle. Dazu zählt beispielsweise der Saab 93 "Monstret" (Bildergalerie: Bild 12) aus dem Jahr 1959: Das mit zwei Dreizylinder-Zweitaktmotoren bestückte Fahrzeug schafft ganze 223 km/h Spitze. Ein weiteres exklusives Einzelstück ist der Saab 9-5 "VEPS" von 1999 (Bild 104): Sein Fünfzylinder holt aus mageren 1,6 Litern Hubraum stolze 225 PS – möglich wird das dank eines variabel einstellbaren Kompressionsdrucks. Der technisch hochkomplexe Prototyp ging allerdings nie in Serie.

Überblick: Alle Infos zur Saab-Insolvenz

Bildergalerie

Bilder: Saab meldet Insolvenz an Bilder: Saab meldet Insolvenz an Bilder: Saab meldet Insolvenz an
Das seit zehn Monaten mit leeren Kassen und hohen Schulden stillstehende Unternehmen beantragte am 19. Dezember 2011 selbst die Insolvenz. Als Grund nannte der niederländische Unternehmenschef und Mehrheitseigner Victor Muller den Rückzug des chinesischen Autokonzerns Youngman. Vorausgegangen war die Verweigerung von Produktionslizenzen durch den früheren Saab-Eigner General Motors (GM) in den USA.

In der Galerie ganz oben: Blick ins Saab-Museum Trollhättan!

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Saab-Verkauf

Kommentare zum Artikel (35)

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Kastenteufel
23.01.2012, 13:45Uhr

@Robert: Inwiefern hat Daimler - Benz die Marke Chrysler nahezu in den Bankrott getrieben? Soweit mir bekannt ist, krebst Chrysler doch schon seit Jahren mit nur mäßigem Erfolg auf dem Automarkt umher. Ich denke da nur an die Kooperation mit SIMCA und den daraus entsprungenen "Erfolgsmodellen" 160/180. Die von Ihnen genannte Marke war schon immer ein Nischenfüller, der sich teilweise veralteter Technologie bediente und ist insoweit nicht mit SAAB vergleichbar. Im übrigen ist die Sprache, die hierzulande gesprochen wird, im Gegensatz zum allgemeinen Eindruck, immer noch deutsch.ecdyne

Robert
23.01.2012, 10:37Uhr

Blame it on GM just like Dailmer nearly bankrupted Chrysler - Ya you Germans are no better!

Kastenteufel
23.01.2012, 08:31Uhr

@Hugo: Nicht OPEL hat mit veralteter Technik die Marke SAAB kaputtgemacht, sondern die
Kurzsichtigkeit der Konzernmutter in Detroit. Wenn man automobilen Einheitsbrei als "Weltauto" produzieren will, nimmt man den Tod fortschrittlich orientierter Marken in Kauf. Hauptsache: die Konten der Herren der Konzernspitze werden gefüllt. Ob Arbeitsplätze vernichteet werden, ist doch sch...egal. Es stellt sich nur die Frage, wer die Fahrzeuge, die dieser Konzern - Philisophie entwachsen, kaufen soll.

Hugo
22.01.2012, 23:05Uhr

Ein Saab mit veraltete Opel Technik funktioniert halt nicht.
Opel hat Saab kaputt gemacht und geht jetzt selbst kaputt.
Das haben die auch verdient, sage ich als Saab Fan.

Kastenteufel
22.01.2012, 08:58Uhr

@FNA: Natürlich kann man "Die Amis" nicht für alles und jegliches Übel in der Welt verantwortlich machen. Aber es ist letztendlich doch so, dass die USA mit allen Mitteln versuchen, ihre marode Wirtschaft zu sanieren. Man ist in den USA doch immer noch der Ansicht, dass alles, was außerhalb von "Gods own Country" liegt, mit den Segnungen des "american way of life" beglückt? werden muss. Man handelt immer noch nach dem Schema: "It´s good, cause it`s american". Was ausserhalb der Vereinigten Staaten geschieht, interessiert dort kaum jemanden, Hauptsache: die eigene Industrie floriert.

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