Alpina hat sich vom BMW-Tuner mit Werks-Support über die Jahre zum eigenständigen Herstel­ler entwickelt. Der 5er aus Buchloe legte den Wan­del von ein­zelnen Upgrade-Komponenten zum Komplettfahrzeug hin.
Und dieses Prinzip startete mit unserem ers­ten Patienten des heutigen Tages: dem B7 Turbo auf Basis der E12-Baureihe von BMW. Als Grundlage wählte man den 528i mit dem M30-Rei­hensechszylinder. Dessen bis zu 184 PS waren aber natürlich bei Weitem nicht genug, weshalb Ent­wicklungsleiter Fritz Indra die Brennräume vergrößerte und ei­nen KKK-Turbolader beim Her­steller speziell nach Alpinas Be­dürfnissen konstruieren ließ.
Alpina B6 2,8 Ltd. Ed. Nr. 136
29.990
Alpina B6 2,8 Ltd. Ed. Nr. 136
71.554 km
176 KW (239 PS)
01/1999
Zum Angebot
Alpina B10 Alpina B10 4.6 V8 Touring Kombi E39
29.000
Alpina B10 Alpina B10 4.6 V8 Touring Kombi E39
176.188 km
250 KW (340 PS)
11/1998
Zum Angebot
Alpina B10 V8 TOURING -TOP ZUSTAND -Unfallfrei
32.950
Alpina B10 V8 TOURING -TOP ZUSTAND -Unfallfrei
190.000 km
255 KW (347 PS)
06/1998
Zum Angebot
Benzin, 13,4 l/100km (komb.)*
Alpina B3 3,2 Coupe Nr.24/80
48.000
Alpina B3 3,2 Coupe Nr.24/80
178.000 km
195 KW (265 PS)
12/1997
Zum Angebot
Alpina B8 Limousine*E36*NO77*
77.700
Alpina B8 Limousine*E36*NO77*
166.400 km
245 KW (333 PS)
04/1996
Zum Angebot
Alpina B3 3.0 Switch-Tronic - H-Kennzeichen
29.900
Alpina B3 3.0 Switch-Tronic - H-Kennzeichen
131.600 km
184 KW (250 PS)
07/1995
Zum Angebot
Alpina B6 2.8/2 Schalter JAPAN Import Sammler
21.999
Alpina B6 2.8/2 Schalter JAPAN Import Sammler
238.368 km
177 KW (241 PS)
02/1993
Zum Angebot
Alpina B10
79.999
Alpina B10
231.000 km
187 KW (254 PS)
01/1993
Zum Angebot
Alpina B10 Biturbo *Sonderlack / Büffel / Recaro*
129.000
Alpina B10 Biturbo *Sonderlack / Büffel / Recaro*
108.000 km
265 KW (360 PS)
07/1992
Zum Angebot
Alpina B12 5.0 Coupé E31 *deutsch, unfallfrei*
140.000
Alpina B12 5.0 Coupé E31 *deutsch, unfallfrei*
133.637 km
257 KW (349 PS)
02/1992
Zum Angebot
Alle Alpina gebraucht

Ein Service von

Ein Service von AutoScout24
Rechtliche Anmerkungen
* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer Pkw können dem "Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der "Deutschen Automobil Treuhand GmbH" unentgeltlich erhältlich ist www.dat.de.
Autobewertung
ANZEIGE

Wie viel ist mein Auto wert? Kostenlose Autobewertung

Ein Service von

Ein Service von Carwow
Der Lader arbeitet mit einem variablen Ladedruck zwischen 0,55 und 0,85 Bar, der über ein Drehrad in der Mittelkonsole einstellbar ist. Im Schongang sind so 250 PS drin, bei vollem Boost glatte 300. Wir haben jedoch eine spätere S-Version un­ter dem Hintern, bei der der Lade­druck bei Minimum und Maxi­mum noch mal um je 0,05 Bar angehoben wurde.
BMW ALPINA B7 S TURBO (E12)
Kunstwerk: Der Alpina-eigene E12 mit der Nummer 49 von insge­samt 60 ge­bauten steht nach einer Teilrestauration da wie aus dem Ei gepellt.
Bild: Roman Raetzke / AUTO BILD
Das und vor allem der nun 3,5 Liter große Sechszylinder machten den B7 S Turbo zum legitimen Supersport­ler-Schreck. Ein zeitgenössischer Ferrari 308 hatte gegen den B7 nicht viel zu melden – weder in Sa­chen Beschleunigung noch beim Topspeed. Auch das Fahrwerk stand der Leistung nicht im Weg: Bilstein-Komponenten, rundum innenbelüftete Scheibenbremsen und Mischbereifung waren eine Ansage in der biederen oberen Mittelklasse. Von einer Power-Li­mousine hatte ja zu diesem Zeit­punkt noch kaum jemand gehört.

Holpriger Start des Power-5er

Und so mussten auch die Kun­den erst mal an die Sache heran­geführt werden. 209 Autos verkauf­te Alpina in vier Jahren, davon nur 60 des stärkeren S. Vom Nachfol­ger auf E28-Basis sollten es in sechs Jahren zumindest 855 Autos werden. Basis war immer noch der M30-Zweiventiler, allerdings deut­lich überarbeitet und mit mehr Grundleistung, wodurch nun 0,7 Bar Ladedruck für die angestreb­ten 300 PS reichten. Beide Autos fahren sich so ähnlich, wie es ihre Grundform vermuten lässt.
Der E28 als – sorry, BMW – großes Facelift wirkt moderner, aber auch nur wegen der weniger barocken Einrichtung. Mit seinem Dogleg-Getriebe von Getrag versprüht er zudem diesen gewissen Tourenwagen-Charme, den Alpina in dieser Zeit nachdrücklich pflegte. Die Fahrwerke fallen beide für heutige Verhältnisse weich aus, damals war das wahrscheinlich unverschämt sportlich. Der Ein­tauchwinkel im Slalom ist aus heutiger Sicht jedenfalls abenteuerlich. Dafür überfällt der Turbo-Schub die Hinterachse erst gar nicht und dann umso schlag­artiger – auch eine Eigenschaft der Zeit, wie wir sie in so einem Auto gar nicht anders haben wollten.
BMW ALPINA B7 TURBO/1 (E28)
Seltenes Kraftpaket: Von den frühen B7 mit 300 PS entstanden 236 Exemplare. Dieses Kundenauto ist die Nummer 60.
Bild: Roman Raetzke / AUTO BILD
Der große Sprung folgte mit der komplett neu konstruierten E34-Generation. Steifer, schwerer, grö­ßer, brauchte er vor allem mehr Leistung für ebenbürtige Fahrwer­te und ein harmonischeres An­sprechverhalten. Über Jahre lieb gewonnene Eigenheiten blieben aber erhalten – etwa das Drehrad für den Ladedruck und erstmals auch ein Knopf, um die neue Trak­tionskontrolle auszuschalten.
Sobald wir uns in die liebevoll verzierten Sportsitze fallen lassen, sind wir zu Hause. Das Leder riecht noch immer ein wenig nach Neu­wagen, und der zum Fahrer hin geneigte Armaturenträger präsen­tiert sich tadellos. Ein Blick auf Typenplakette und Kilometerzäh­ler verrät uns auch, warum: Alpina hat für uns sein hoch­heiligstes Museumsstück aus dem Dornröschenschlaf erweckt. Die­ser B10 Biturbo trägt die Produk­tionsnummer 507 und ist damit das letzte je gebaute Exemplar sei­ner Gattung – mit nahezu unglaub­lichen 9679 Kilometern auf der Uhr.
BMW ALPINA B10 V8 S (E34)
Schnelle Schönheit: Trotz seiner Länge von über 4,70 Metern wirkt der E34 sehr filigran. Die 17-Zöller in den Radhäu­sern erschei­nen im heuti­gen Kontext größer. In 5,6 Sekunden sprintet der B10 Biturbo auf Tempo 100, seine 291 km/h reichten einst zum Titel "schnells­te Serienlimousine der Welt".
Bild: Roman Raetzke / AUTO BILD

Sentimentale Ausfahrt

Wir drehen den Zündschlüs­sel, und der 3,4 Liter große Reihen­sechser erwacht tief grummelnd zum Leben. Ein Blick auf den hölzernen Schaltstummel lässt uns kurz stut­zen. Diesen kleinen silbernen Nupsi links neben dem Schaltsack kennen wir doch. Schneller Check: Ja, das ist dieselbe Art der Sensor­stab-Wegfahrsperre, wie sie Peu­geot Mitte der 90er auch im 306 verbaut hat. Woher ich das so ge­nau weiß, fragen Sie? Ein 1996er 306 1.6i war mit 18 Jahren mein allererstes Auto. Solch einen Ent­sperr-Stab habe ich jahrelang in der Hosentasche spazieren getra­gen.
Genug der Sentimentalitäten, Kupplung treten und nach links vorn mit dem ultrakurzen Schalt­stummel. Nach kurzem Widerstand rastet der erste Gang ein. Stimmt, so in etwa fühlte sich auch die Schaltung von Papas 5er an, als der Autor im Alter von acht Jah­ren fasziniert die Gänge durch­schaltete – freilich nur im Stand und unter Aufsicht, aber schon da­mals wurden BMW-Getriebe zum Inbegriff sportlichen Schaltens. Und daran hat sich auch 32 Jahre später nichts geändert.
BMW ALPINA B10 V8 S (E34)
Beginn der Moderne: Das große Air­bag-Lenkrad mit dem unna­türlich dezentralen Alpina-Logo versprüht den Charme der späten 80er, blaue Instrumente als Erkennungsmerkmal, Wurzelholz gehört in Buchloe aber immer noch zum guten Ton.
Bild: Roman Raetzke / AUTO BILD
Auf der Fahrt zur Fotolocation lautet das Motto: Behutsam ein­fahren, erst mal alles auf Betriebs­temperatur bringen, bevor der Über-5er zeigen darf, was er wirk­lich kann. Und das ist auch heute noch einiges: Die Beschleunigung ist, gelinde gesagt, einfach irre. Nicht dass ein aktuelles Modell nicht schneller wäre, doch im E34 fühlt sich alles wesentlich urwüch­siger, mechanischer an, oder – wenn Sie so wollen – männlicher.
"Authentische Fahrfreude" bringt es wohl am besten auf den Nenner. Der B10 spricht mit seinem Fahrer; das mechanische Einrasten der Gänge, die leicht beunruhigenden Mahlgeräusche der Servolenkung bei vollem Einschlag oder das charakteristische Pfeifen der beiden Garrett-Lader sind flüch­tige, aber reproduzierbare Zeugen dafür, dass Autos sehr wohl eine Seele haben.

Moderner Touring

Die hat auch der von Traditio­nalisten ob seiner modernen Elek­tronik gern schief angeschaute E39. Besonders dieser, denn seine 686 Kilometer auf dem Zähler sind nicht zurückgedreht oder hinge­photoshoppt. Sein Grundmotor ent­stammt dem BMW 540i, die bisher übliche Aufladung wurde jedoch durch Hubraum ersetzt – im Falle unseres späten S-Modells ganze 4,8 Liter.
Der Alpina-Motor sollte später sogar mit 481 PS im Roads­ter V8 stecken und als Inspiration für einen Serien-BMW dienen: den X5 4.6 iS. Auffällig am S sind zudem die bildschönen 19-Zoll-Felgen mit Radschraubendeckel, um de­ren Abrollverhalten herum das Fahrwerk entwickelt wurde. Aber: Die Automatik raubt ihm trotz der Switch-Tronic-Tasten ein ganzes Stück Sportlichkeit, sodass der Alpina-5er mit ihm endgültig zum schnellen Gleiter mutiert.
BMW ALPINA B10 BITURBO (E39)
Bruch mit der Tradition: Im Facelift-Modell des Alpina B10 S sorgt anfangs ein 4,4-Liter-V8 für 375 PS.
Bild: Roman Raetzke / AUTO BILD
Mit der Zeit wandelten sich auch Alpinas 5er und gingen mit dem Trend. Von den ungehobelt-brachialen und Turboloch definierenden B7 über den mittlerweile ikonischen B10 Biturbo bis hin zum komfortaffinen B10 V8 S hat jeder seinen Charme. Mein klarer Favorit: das rollende 80er-Jahre-Schulter­polster-Sakko namens E34.

Fazit

Mit der Zeit wandelten sich auch Alpinas 5er und gingen mit dem Trend. Von den ungehobelt-brachialen und Turboloch definierenden B7 über den mittlerweile ikonischen B10 Biturbo bis hin zum komfortaffinen B10 V8 S hat jeder seinen Charme. Mein klarer Favorit: das rollende 80er-Jahre-Schulter­polster-Sakko namens E34.