Maximale Offroad-Fähigkeiten, belastbare Technik, Pkw-ähnlicher Restkomfort: Den Ruf des besten Geländewagens der Welt hat sich die Mercedes G-Klasse hart erarbeitet. Als Idealbesetzung innerhalb der bis 1992 gefertigten Baureihe 460 gelten der 230 GE mit 125 PS sowie der 300 GD mit 88 PS in Verbindung mit den langlebigen Schaltgetrieben.
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In Poznan (Polen) steht aktuell ein günstiger Mercedes 300 GD für 14.900 Euro zum Verkauf. Classic Data bewertet solche Modelle im Zustand 2 mit 21.000 Euro und im Zustand 3 mit 10.900 Euro.

Diese Mercedes G-Klasse wurde auf AMG-Optik getunt

Die schwarze G-Klasse wurde im Juli 1987 zum ersten Mal zugelassen und ist den Angaben nach bisher 135.000 Kilometer gelaufen. Ihr drei Liter großer Fünfzylinder-Reihendiesel leistet 88 PS. Das rustikale Fahrzeug ist mit Anhängerkupplung und Servolenkung ausgestattet. AMG-Felgen, LED-Leuchten, Tagfahrlicht und AMG-Schriftzüge an der Front geben dem Allrad-Benz eine dezente sportliche Optik. Der Frontscheibenrahmen und die Heckklappe sind zudem in Carbon-Optik ausgeführt. Allerdings: Ein H-Kennzeichen wird mit diesen Umbauten kaum zu erreichen sein.
Mercedes G-Klasse w460 lang
Heckklappe in Carbonoptik, darüber ein mittiger LED-Rückstrahler.

Der Mercedes hat aktuell TÜV bis Januar 2022. Insgesamt macht die G-Klasse auf den Inserats-Bildern einen gepflegten Eindruck. Das Fahrzeug wurde 2019 komplett neu lackiert und steht aktuell in Polen. Die Bezahlung erfolgt erst bei Anlieferung. Für Liebhaber robuster, simpler Autos führt kein Weg an der G-Klasse vorbei. Der Rundumblick könnte dank erhöhter Sitzposition und dünnen Dachsäulen nicht besser sein. Die Servolenkung ist der größte Komfortgewinn. So etwas kommt dabei heraus, wenn pedantische Daimler-Ingenieure und Allradspezialisten von Steyr-Puch in Österreich sechs Jahre lang gemeinsam über einem Geländewagen brüten. Der G ist in seinem ganzen Wesen ein typischer Mercedes: perfekt nutzbar und funktionell bis steril gestaltet.

Die Mercedes G-Klasse mit permanentem Allradantrieb ist der perfekte Zugwagen

Drei Modellreihen 460, 461 und 463 wurden über fast 40 Jahre gefertigt – teilweise parallel, untereinander ähnlich, aber nur selten gleich. Einige Ersatzteile sind austauschbar, aber das Wissen um die Unterschiede ist essenziell. Nahezu alles, was ein G zum Fortkommen benötigt, liegt im Mercedes-Teileregal zu hausüblich hohen Preisen bereit. Doch auch gebraucht gibt es eine Menge Teile; einige Technik-Komponenten sind sogar mit Pkw- oder Transporter-Bauteilen kompatibel. Die G-Klasse ist nicht nur toll im Gelände, sondern auch ein idealer Zugwagen. Mercedes hat die Baureihe so konstruiert, dass sie lange hält – mit unverwüstlichem Rahmen, einer Karosserie mit wenig Hohlräumen und einer Technik ohne Geheimnisse.
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So weit, so gut. Jetzt kommt das Aber: Rost ist an dieser Baureihe dennoch ein Thema – besonders an Stehblechen, unter der Windschutzscheibe, an Federaufnahmen, im Heckbereich, am Tank. Mechanisch gilt der W 460 als sehr robust. Auch wenn der Preis von unter 15.000 Euro günstig erscheint, die Kosten für Unterhalt und Ersatzteile eines solchen Geländewagens sind nicht zu unterschätzen (zum Kfz-Versicherungsvergleich).