Zwei Zylinder, 356 Kubikzentimeter Hubraum und gerade mal 25 PS: Dieser Subaru Sambar 360 von 1969 ist ein echter Winzling. Vor Kurzem wurde der knallgrüne Kei-Van bei einer US-Auktion versteigert.
Der Subaru zeigt eindrucksvoll, wie wenig Auto eigentlich nötig ist. Der Sambar 360 gehört zur japanischen Kei-Car-Klasse und quetscht erstaunlich viel Nutzwert auf eine geradezu winzige Grundfläche.
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Dieses Exemplar ist ein Linkslenker, stammt aus dem Jahr 1969 und wurde 2012 restauriert bzw. aufgearbeitet. Unauffällig ist der Mikro-Bus seitdem garantiert nicht unterwegs: Seine Karosserie leuchtet in kräftigem Limettengrün.

Zweizylinder mit nur 25 PS

Unterm Blech steckt Technik im Miniaturformat. Im Heck arbeitet ein luftgekühlter Zweitakt-Zweizylinder mit gerade mal 356 Kubikzentimeter Hubraum. Leistung: überschaubare 25 PS.
Subaru Sambar 360 Auktion
Doppelendrohr und LED-Leuchten zieren das Heck, die Überhänge sind sehr kurz.
Bild: Bring a Trailer
Geschaltet wird per Viergang-Handschaltung, die Kraft landet an den Hinterrädern. Kurz vor der Auktion bekam der Subaru laut Anbieter einen Flüssigkeitsservice sowie eine neue Batterie. Mit heutiger Autotechnik hat der Sambar ohnehin kaum etwas gemeinsam: Statt Scheibenbremsen gibt es rundum Trommeln, die Felgen messen nur zehn Zoll.
Dafür fährt der kleine Japaner optisch groß auf. Die vorderen Türen sind hinten angeschlagen, gerne auch als "Suicide Doors" bezeichnet. Dazu kommen zwei seitliche Türen, Chromstoßstangen, orangefarbene Positionsleuchten auf dem Dach, eine zweigeteilte Heckklappe und zwei Außenspiegel.

LED-Rückleuchten und leichte Korrosion

Ganz original ist der Sambar allerdings nicht mehr. Am Heck sitzt ein Spoiler, darunter wurde eine individuelle Heckblende mit LED-Rückleuchten montiert. Auch die zweiflutige Auspuffanlage dürfte bei einem 356-Kubik-Zweizylinder zumindest optisch für eine gewisse Erwartungshaltung sorgen. Perfekt ist die Karosserie nicht: Der Anbieter weist ausdrücklich auf Lackrisse und Korrosion an den Stoßstangen hin.
Subaru Sambar 360 Auktion
Zwei durchgehende Sitzbänke bieten Platz für bis zu vier Personen.
Bild: Bring a Trailer
Noch kurioser wird es im Innenraum. Zwei Sitzbänke sind mit schwarzem Vinyl und grünen Stoffeinsätzen bezogen. Dazu gibt es farblich passende "Coco-Mats" und strukturierte Aluminiumverkleidungen an Türen und Seitenwänden. Vor dem Fahrer sitzt ausgerechnet ein MOMO-Sportlenkrad. Dahinter: ein grünes Armaturenbrett mit Dekor in Carbon-Optik, ein Tacho bis 80 mph, Tankanzeige und ein paar Warnleuchten.

Mini-Van wurde für über 15.000 Dollar verkauft

Der fünfstellige Kilometerzähler zeigt rund 32.000 Meilen, umgerechnet etwa 51.500 Kilometer. Wie weit der Sambar tatsächlich gefahren ist, ist allerdings unbekannt. Der Verkäufer selbst soll lediglich rund 300 Meilen mit dem Wagen zurückgelegt haben.
Subaru Sambar 360 Auktion
Das Armaturenbrett ist sehr minimalistisch, und es gibt nur wenige Anzeigen. Auffällig ist das MOMO-Lenkrad.
Bild: Bring a Trailer
Angeboten wurde der Sambar im US-Bundesstaat North Carolina. Offenbar hat der grüne Zwerg genügend Fans gefunden: Nach zehn Geboten wurde der Kei-Van für 15.500 Dollar (umgerechnet 13.362 Euro) versteigert – ein stattliches Sümmchen für so ein kleines Auto.